Pretzien

Der östlich der Elbe gelegene Ort Pretzien ist auf eine slawische Gründung zurückzuführen. Urkundlich erstmals 1151 erwähnt als "brithzin - "Ort an den Birken". Bereits im 12. Jahrhundert wurde hier Quarzitgestein abgebaut und über die Elbe verschifft. Nach Stilllegung der zahlreichen Steinbrüche füllten sich diese mit Wasser. Heute laden idyllisch gelegene Waldseen mit Campingplätzen und Ferienbungalows zum Erholen ein. Um 1900 legten jährlich 1000 Schiffe im Steinhafen an. Dieser ehemalige Verladeplatz ist heute zu einem beliebten Anlaufpunkt für Wassersportler geworden. Die St. Thomas Kirche in Pretzien ist Station auf der Straße der Romanik und beliebt bei geschichtsinteressierten Reisenden. Das Pretziener Wehr stellt eine der größten technischen Meisterleistungen des 19. Jahrhunderts dar und gilt offiziell als historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland.