Schönebecker Wasserwehr: Seit 15 Jahren im Einsatz - Erinnerungen an das Hochwasser 2013/Umzug der Kameraden im nächsten Jahr

21.09.2020 T21.09.2020 T

Mit rund zwei Monaten Verspätung konnten die Mitglieder der Schönebecker Wasserwehr am Freitag nun doch noch ihr 15-jähriges Bestehen nachfeiern.
Neben einem Video mit beeindruckenden Aufnahmen vom Hochwasser 2013 gab es für die Gäste auch eine Führung durch das Gebäude der Wehr.
Wehrleiter Dirk Lindner erläuterte Unterschiede zwischen den verschiedenen Hochwasserschutzanlagen und zeigte die Gerätschaften der Wasserwehr - unter anderem Motorboot und Erkundungsquad.
Doch nicht die Technik, sondern die Menschen halten die Wehr am Leben.
Lindner hob mehrfach hervor, was für eine tolle und verlässliche Truppe die 26 Männer und Frauen der Schönebecker Wasserwehr sind.
Doch Linder sagte auch:
"Im Falle eines Hochwassers reichen 26 Menschen vorne und hinten nicht aus.
Ohne weitere Hilfe würden wir nicht alle Aufgaben bewältigen können."
Zudem habe die Wehr - wie viele andere Institutionen, die auf Freiwilligkeit setzen - ein Nachwuchsproblem.
Vielleicht sogar mehr, als andere.
"Anders als bei freiwilligen Feuerwehren haben wir weniger Einsätze.
Die Wasserwehr ist erst dann im Fokus, wenn das Hochwasser kommt."
Eine gute Nachricht für die Wasserwehr ist hingegen, dass sie im nächsten Jahr in ihr neues Dienstgebäude in Frohse einziehen kann.
Sie übernehmen das ehemalige Dienstgebäude der Frohser Feuerwehr.
Einer der Gründe für den Umzug ist, dass die derzeitige Lokalität in der Tischlerstraße ist - welch Ironie - nicht besonders wasserfest ist.
Ständig haben die Kameraden mit der Feuchtigkeit zu kämpfen.

Titelfoto:
Dirk Lindner (links), Chef der Wasserwehr in Schönebeck, führte die Gäste herum und präsentierte Räumlichkeiten und Ausrüstung der Wasserwehr. Foto: Paul Schulz

(Quelle: Volksstimme Schönebeck vom 21.09.2020, Paul Schulz)