Zum Valentinstag: Unterstützung statt Rosen

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben

Der 14. Februar ist der Tag der Liebenden. Für viele Frauen sind Liebe und Partnerschaft jedoch nicht mit Sicherheit verbunden, sondern mit Gewalt: Jede vierte Frau in Deutschland wird mindestens einmal in ihrem Leben von ihrem Partner oder Ex-Partner misshandelt. Ein erschreckend hohes Ausmaß – dennoch wird das Thema Partnerschaftsgewalt in der Öffentlichkeit häufig ausgeklammert, bagatellisiert oder ignoriert. Die Folge: Viele Betroffene sprechen aus Scham und Angst nicht über das Erlebte. Zum Valentinstag ruft das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" dazu auf, Partnerschaftsgewalt zum Thema zu machen – und gewaltbetroffenen Frauen öffentlich Solidarität und Unterstützung zu signalisieren. Als Inspiration für die Aktion zum Valentinstag dient in diesem Jahr das berühmte Zitat der US-amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein "Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose" aus dem Jahr 1913. Es betont die Notwendigkeit, Dinge klar beim Namen zu benennen, und verdeutlicht im Kontext von Partnerschaftsgewalt: symbolische Gesten oder Geschenke verändern für Betroffene nicht die Realität von Gewalt. Partnerschaftsgewalt lässt sich nicht rechtfertigen oder aufwiegen. Jede und jeder kann mithelfen, öffentlich für Gewalt zu sensibilisieren und Betroffenen Mut zu machen, sich an Beratungseinrichtungen wie das das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" zu wenden. 

Das Hilfetelefon ist über die europaweit einheitliche Rufnummer 116 016 zu erreichen.

Rund 100 qualifizierte Beraterinnen beraten kostenfrei, anonym und vertraulich zu allen Formen der Gewalt, darunter Partnerschaftsgewalt, Mobbing, Stalking, Zwangsverheiratung, Vergewaltigung und Menschenhandel.

Sie sind telefonisch sowie per E-Mail, Sofort- oder Termin-Chat unter https://www.hilfetelefon.de an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar.

Die Beratungen finden in 18 Fremdsprachen statt, darunter Englisch, Polnisch, Ukrainisch und Russisch. Außerdem wird die Beratung in Deutscher Gebärdensprache angeboten.