Städtepartnerschaftsverein: Schönebeck verbindet

Internationale Begegnungen, Städtepartnerschaften und gemeinsames Engagement

Städtepartnerschaftsverein: Schönebeck verbindet

Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und internationale Freundschaft standen in den vergangenen Wochen im Mittelpunkt der Aktivitäten des Städtepartnerschaftsvereins Schönebeck (Elbe) e. V. (SPV). Gäste aus der türkischen Partnerstadt Söke und der befreundeten Stadt Mtskheta in Georgien waren zu verschiedenen Anlässen in Schönebeck.

„Städtepartnerschaften leben vor allem von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Ich danke allen Beteiligten, die zum Gelingen der gemeinsamen Erlebnisse beigetragen haben. Insbesondere danke ich den Gasteltern, Vereinsmitgliedern und beteiligten Vereinen sowie den Sponsoren“, sagte Markus Baudisch, Vorsitzender des SPV.

Eine besondere Rolle spielte der Besuch aus Söke, denn die Städtepartnerschaft zwischen Schönebeck (Elbe) und Söke besteht inzwischen seit 30 Jahren. Im Rahmen eines gemeinsamen Begrüßungsabends wurden Necati Maldar, Cevdet Üzüm und Barış Özcan für ihr langjähriges persönliches Engagement für die Verbindung zwischen beiden Städten gewürdigt. Der Lionsclub Schönebeck-Bad Salzelmen überreichte einen Spendenscheck über 1.000 Euro zur Unterstützung des Jugendaustauschs im Oktober. Damit soll ein wichtiger Bereich der Städtepartnerschaft unterstützt werden: Junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, internationale Freundschaften zu schließen und andere Kulturen unmittelbar kennenzulernen.

Höhepunkt des Jubiläums war der offizielle Empfang im Rathaus der Stadt Schönebeck (Elbe). Oberbürgermeister Bert Knoblauch begrüßte zahlreiche Gäste, darunter den Generalkonsul der Republik Türkei in Hannover, Yusuf Arıkan, und seine Frau, Landrat Markus Bauer, die Vorsitzende des Stadtrates Cornelia Ribbentrop sowie die offizielle Delegation aus Söke mit Bürgermeister Mustafa İberya Arıkan. Der Delegation gehörten unter anderem Hilal Tiril Kabasakal, Mitglied des Gemeinderates Söke, sowie der Pressemitarbeiter und Fotograf Levent Tuncer an. Auch Vertreter des SPV nahmen an dem Empfang teil.

In seinem Grußwort blickte Oberbürgermeister Knoblauch auf die Entstehung und Entwicklung der Städtepartnerschaft zurück. „30 Jahre Städtepartnerschaft – das sind vor allem 30 Jahre Begegnungen, gemeinsames Erleben und persönliche Freundschaften. Eine Partnerschaft wird von Städten vereinbart, aber von Menschen mit Leben erfüllt. Genau das ist in den vergangenen drei Jahrzehnten zwischen Schönebeck und Söke geschehen“, betonte Knoblauch. Auch Generalkonsul Yusuf Arikan würdigte die Entwicklung der Partnerschaft und die gewachsenen persönlichen Beziehungen. „Vor 30 Jahren haben Schönebeck und Söke begonnen, Brücken der Freundschaft zu bauen. Heute können wir feststellen, dass diese Brücken stark und tragfähig geworden sind“, sagte Arıkan. Die Partnerschaft sei längst mehr als eine Verbindung zwischen zwei Kommunen, sondern ein über drei Jahrzehnte gewachsenes Netzwerk zwischen Menschen. Besonders hob der Generalkonsul die Arbeit des Städtepartnerschaftsvereins hervor. Die Gründung des Vereins habe wesentlich dazu beigetragen, die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen und den Austausch zwischen den Menschen beider Städte zu intensivieren. Angesichts aktueller Herausforderungen komme Städtepartnerschaften eine besondere Bedeutung zu.

Zum Besuchsprogramm gehörte auch ein Ausflug, bei dem die Gäste Schönebeck und die Region näher kennenlernten. Auf dem Programm standen unter anderem der Salzblumenplatz, das Ringheiligtum Pömmelte und das Pretziener Wehr. Anschließend führte der Weg nach Magdeburg. Neben Zeit für eigene Erkundungen standen der Magdeburger Dom und die Grüne Zitadelle von Friedensreich Hundertwasser auf dem Programm. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen im „Weltrad“.

Ein Wochenende später standen weitere gemeinsame Erlebnisse auf dem Programm. Weitere Gäste aus der befreundeten Stadt Mtskheta in Georgien und der Partnerstadt Söke waren anlässlich des Drei-Brücken-Laufs in Schönebeck. Fünf Gäste gingen über 6,87 Kilometer an den Start und erreichten das Ziel. Auch hier war der Verein mit einem Infostand vor Ort. Der Besuch umfasste jedoch mehr als die gemeinsame Teilnahme am Lauf. Zum Programm gehörten unter anderem ein Empfang im Rathaus, ein Besuch der Touristinformation und des Kunsthofes in Bad Salzelmen, die Besichtigung des Ringheiligtums Pömmelte sowie gemeinsame Ausflüge nach Magdeburg und Berlin. Im Mittelpunkt standen dabei die persönlichen Begegnungen. Bei gemeinsamen Mahlzeiten, Gesprächen und Ausflügen blieb ausreichend Zeit, einander kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen.

Darüber hinaus präsentierte sich der Städtepartnerschaftsverein beim Familienfest des Weltkulturerbevereins Salzlandkreis am Pretziener Wehr mit einem eigenen Informationsstand. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit des Vereins und die bestehenden Städtepartnerschaften zu informieren. Dabei standen unter anderem persönliche Begegnungen, Jugendaustausch und gemeinsame Projekte im Mittelpunkt.

Die vergangenen Wochen verdeutlichten die unterschiedlichen Facetten der Vereinsarbeit: Internationale Partnerschaften finden nicht nur bei offiziellen Empfängen und Jubiläen statt, sondern auch bei sportlichen Veranstaltungen, kulturellen Ausflügen, gemeinsamen Mahlzeiten und im persönlichen Austausch.

„Städtepartnerschaft lebt nicht nur von Verträgen und Jubiläen, sondern von Begegnungen, gemeinsamen Erlebnissen und Freundschaften über Grenzen hinweg“, lautet die Botschaft des Vereins.

Der Städtepartnerschaftsverein dankt den Gästen aus Mtskheta und Söke für die gemeinsamen Tage sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Begegnungen und Veranstaltungen begleitet und ermöglicht haben.