Zwischen Stille und Zuhören

Malteser Trauerbank gibt auf Schönebecker Westfriedhof Raum für das, was gerade ist

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Auf dem Schönebecker Westfriedhof bietet sich im Juni wieder die Chance, der eigenen Trauer ganz bewusst zu begegnen, innezuhalten, und sich nicht allein zu fühlen. Dann ist die Malteser Trauerbank wieder vor Ort für Begegnung – leise, achtsam und ganz ohne Erwartungen. Hier dürfen Worte entstehen oder ausbleiben.

„Trauern heißt nicht immer reden zu müssen. Manchmal reicht es, gemeinsam zu schweigen“, sagt Gundula Heyn vom Ambulanten Hospiz- und Trauerbegleitungsdienst der Malteser. Auf dem Friedhof, wo Erinnerungen besonders nah sind, lädt die Trauerbank dazu ein, mit der eigenen Trauer nicht allein zu bleiben.

Hier dürfen Gedanken und Gefühle Raum haben – mit Begleitung, aber ohne Termin, ohne Verpflichtung. Ein Platz zum Sitzen, ein offenes Ohr oder stille Nähe: Oft ist das genug. In der geschützten Atmosphäre des Friedhofs darf Trauer sichtbar sein, dürfen Tränen fließen – ganz ohne Erklärungen.

Die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen der Malteser schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl. Sie hören zu, halten Stille aus und gehen ein Stück des Weges mit – so, wie es für die Besucherinnen und Besucher in diesem Moment passt. Das Angebot ist kostenfrei, anonym und niedrigschwellig. Eingeladen sind alle Menschen, die sich in ihrer Trauer Begleitung wünschen – unabhängig davon, wie lange ein Verlust zurückliegt oder ob gerade die passenden Worte fehlen.

Termine:

  • 27. Juni
  • 10. Oktober 2026

Zeit: 10 bis 12 Uhr
Ort: Westfriedhof Schönebeck
Magdeburger Straße 157
39128 Schönebeck (Elbe)

Wegbeschreibung: Vom Haupteingang aus rechts an der Kapelle vorbei, dann den ersten Querweg rechts nehmen. Die Trauerbank ist an der blauen Malteser-Decke zu erkennen – sie steht symbolisch wie praktisch für Wärme und Geborgenheit.