Wichtiger Lückenschluss für Geh- und Radweg
Der Ausbau Buswendeschleife Elbenau abgeschlossen / Am Freitag Verkehrsfreigabe
Mit der Fertigstellung des Geh- und Radweges an der Elbenauer Straße einschließlich der Buswendeschleife am 11. Juni 2026 schloss die Stadt Schönebeck (Elbe) ein bedeutendes Infrastrukturprojekt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität erfolgreich ab. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Förderprogramms „Förderung einer nachhaltigen, multimodalen Mobilität in den Städten und ihrem Pendlerraum“ aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms Sachsen-Anhalt 2021–2027 gefördert. "Mit diesem Projekt haben wir einen wichtigen Lückenschluss im Geh- und Radwegenetz geschaffen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert. Insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger in Elbenau und Grünewalde bedeutet die neue Verbindung einen spürbaren Gewinn an Sicherheit und Komfort“, erklärt Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Die endgültige Verkehrsfreigabe erfolgt im Laufe des Freitags, wenn die Ampelanlage und die Absperrungen entfernt wurden.
Ausgangspunkt für die Baumaßnahme waren erhebliche Defizite im bestehenden Verkehrsraum. Der bisherige Geh- und Radweg stellte die einzige direkte Verbindung zwischen Grünewalde und Elbenau dar, war jedoch unbefestigt und entsprach nicht mehr den Anforderungen an einen sicheren Fuß- und Radverkehr. Auch die Buswendeschleife befand sich in einem schlechten Zustand. Das vorhandene Kopfsteinpflaster sowie zahlreiche Schlaglöcher führten zu Einschränkungen bei der Nutzung. Darüber hinaus entstanden regelmäßig Konfliktsituationen zwischen parkenden Fahrzeugen, Linienbussen und dem Verkehr auf der angrenzenden Kreisstraße. Die mangelhafte Beleuchtung verstärkte die Sicherheitsprobleme zusätzlich. „Gerade dort, wo Schulwege, öffentlicher Nahverkehr und Radverkehr aufeinandertreffen, müssen wir sichere und zeitgemäße Verkehrsbedingungen schaffen. Die bisherigen Verhältnisse entsprachen diesen Anforderungen nicht mehr“, so der Oberbürgermeister.
Umsetzung in zwei Bauabschnitten
Im ersten Bauabschnitt entstand zwischen Oktober und Dezember 2025 ein neuer Geh- und Radweg zwischen der Plötzkyer Straße und der Buswendeschleife. Der Ausbau umfasst eine Länge von rund 200 Metern bei einer Breite von drei Metern. Der zweite Bauabschnitt konzentrierte sich von April bis Juni 2026 auf die umfassende Umgestaltung der Buswendeschleife. Für die erforderliche Erweiterung des Areals mussten 21 Bäume gefällt werden. Gleichzeitig wurden umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen.
Im Zuge der Neugestaltung wurden neun neue Straßenleuchten installiert, eine Fahrradabstellanlage mit sechs Anlehnbügeln errichtet, eine moderne Wartehalle geschaffen sowie rund elf Parkplätze neu angelegt. Darüber hinaus erfolgte eine vollständige Erneuerung der Beschilderung. Im Herbst 2026 werden sieben neue Bäume gepflanzt. Als Ausgleich für die erforderliche Waldumwandlung wird zudem eine rund 220 Quadratmeter große Waldfläche neu angelegt.
Erfolgreiche Zusammenarbeit aller Beteiligten
Eine besondere Herausforderung stellte die Koordinierung der Baumaßnahme mit zahlreichen beteiligten Akteuren dar. Dazu gehörten der Salzlandkreis als Baulastträger der Kreisstraße, die Waldschule, der Friedwald sowie die zuständigen Entsorgungsunternehmen. Während der Bauzeit mussten sowohl der Schulbetrieb als auch die Schülerbeförderung aufrechterhalten werden. Gleichzeitig galt es, die Erreichbarkeit des Friedwaldes und die Durchführung von Bestattungen sicherzustellen. „Die Bauarbeiten haben alle Beteiligten vor organisatorische Herausforderungen gestellt. Umso mehr freue ich mich über die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit. Mein besonderer Dank gilt Herrn Faust von der Waldschule sowie Frau Fader vom Friedwald. Durch den offenen Austausch und die gemeinsame Suche nach Lösungen konnten die unvermeidbaren Einschränkungen für Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Trauergäste auf ein Minimum reduziert werden“, betonte Bert Knoblauch.
Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 741.870 Euro. Davon wurden 445.122 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie weitere 222.561 Euro durch das Land Sachsen-Anhalt bereitgestellt. Der Eigenanteil der Stadt Schönebeck (Elbe) beläuft sich auf 74.178 Euro. Die Planungskosten betrugen 117.018 Euro. Für die Bauleistungen wurden insgesamt 522.096 Euro investiert. Weitere rund 20.000 Euro entfielen auf Maßnahmen im Zusammenhang mit der erforderlichen Waldumwandlung.
Der Oberbürgermeister unterstreicht die Bedeutung der Förderung für die Umsetzung des Vorhabens: „Ohne die Unterstützung durch die Europäische Union und das Land Sachsen-Anhalt wäre die Realisierung dieses Projektes für die Stadt Schönebeck (Elbe) nicht möglich gewesen. Die Förderung hat es uns ermöglicht, eine wichtige Investition in die Verkehrssicherheit, die nachhaltige Mobilität und die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger umzusetzen.“
Dank an Planer und Bauunternehmen
Sowohl die Planung als auch die Bauausführung verliefen in enger Abstimmung und mit hoher fachlicher Qualität. „Dieses Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, was durch gute Planung, professionelle Bauausführung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten erreicht werden kann. Im Mittelpunkt standen stets die gemeinsame Lösung von Problemen und das Ziel, für die Bürgerinnen und Bürger eine nachhaltige Verbesserung zu schaffen“, so Oberbürgermeister Bert Knoblauch abschließend. Mit dem abgeschlossenen Ausbau verfügt die Stadt nun über eine moderne, sichere und zukunftsfähige Verkehrsanlage, die den Fuß-, Rad- und Busverkehr gleichermaßen stärkt und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung in Schönebeck (Elbe) leistet.






