Warnzeichen für mögliche Gefahrensituationen
Projekttage an der Grundschule Plötzky
Im Oktober fanden an der Grundschule Plötzky vier Projekttage des KiJu-Teams des Landes Sachsen-Anhalt statt. Im Mittelpunkt stand ein Sicherheitstraining für die Klassen 1 bis 4. An vier aufeinanderfolgenden Tagen setzten sich die Schülerinnen und Schüler jeweils zwei Stunden lang mit den Themen Gewaltprävention, Selbstbehauptung, Konfliktlösung und Sicherheit auseinander.
Auch Grundschulkinder können mit unterschiedlichen Formen von Konflikten und Gewalt konfrontiert werden. Beleidigungen, Ausgrenzung, Mobbing, Drohungen oder körperliche Auseinandersetzungen können das gemeinsame Lernen und Zusammenleben erheblich belasten. Ziel des Projektes war es deshalb, die Kinder für solche Situationen zu sensibilisieren und ihnen hilfreiche Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem respektvollen und freundlichen Umgang miteinander. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich damit, wie Konflikte möglichst vermieden, entschärft und konstruktiv gelöst werden können. Dabei ging es auch um die Frage, wie man anderen Kindern helfen kann und wie man angemessen reagiert, wenn man selbst Gewalt erlebt oder beobachtet. So wurden soziale und emotionale Kompetenzen gestärkt und ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung entwickelt.
Die Inhalte wurden altersgerecht, interaktiv und abwechslungsreich vermittelt. In realitätsnahen Übungen und Simulationen konnten die Kinder das Erlernte praktisch anwenden. Sie erfuhren, dass sie Problemen nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern aus eigener Kraft zu Veränderungen beitragen und sich Unterstützung holen können.
Ein weiterer Themenbereich war die körperliche Selbstbestimmung. Die Kinder lernten, eigene Grenzen wahrzunehmen und deutlich zu machen. Außerdem wurden Warnzeichen und mögliche Gefahrensituationen thematisiert. Durch Übungen zur Selbstbehauptung und einfache Selbstverteidigungsstrategien gewannen die Schülerinnen und Schüler mehr Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Grundlage des Trainings war dabei der Gedanke: Vorbeugen ist der beste Schutz.
Für die Kinder ab der 3. Klasse kam zudem das Thema Medienkompetenz hinzu. Das Internet bietet viele Möglichkeiten zur Kommunikation, birgt jedoch auch Risiken. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich deshalb mit Gefahren bei der Online-Kommunikation auseinander und lernten, warum sie im Kontakt mit unbekannten Personen besonders aufmerksam sein müssen. Darüber hinaus wurde thematisiert, welche Wirkung Gewaltspiele haben können und welche Alternativen es gibt.
Die vier Projekttage boten den Kindern wichtige Orientierung und praktische Hilfen für ihren Alltag. Sie stärkten das Selbstbewusstsein, förderten ein respektvolles Miteinander und zeigten Wege auf, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Damit leistete das Sicherheitstraining einen wichtigen Beitrag zu einem sicheren und unterstützenden Schulalltag an der Grundschule Plötzky.




