Verlässlich für Schönebeck im Einsatz

Städtischer Bauhof feiert 30-jähriges Jubiläum

Feierten gemeinsam 30 Jahre Bauhof (v.l.): Leiter Dennis Eckert, Oberbürgermeister Bert Knoblauch und der ehemalige Leiter Heinz-Werner Herrler.

Seit 30 Jahren ist der Städtische Bauhof ein verlässlicher Partner der Stadt Schönebeck (Elbe). Am 1. Januar 1996 wurde er als Eigenbetrieb gegründet. Was in den Jahren nach der politischen Wende mit einfachen Mitteln begann, hat sich zu einem modernen und leistungsfähigen Betrieb entwickelt. Heute gehören 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie drei Auszubildende im Beruf des Straßenwärters zum Team.

Die Wurzeln des heutigen Bauhofes reichen in die ersten Jahre nach 1990 zurück. Damals kümmerte sich das Baubetriebsamt unter anderem um die städtischen Grünflächen und das Kurpark-Areal. Die ersten Räume befanden sich in einem ehemaligen Kindergarten in der Alleestraße. Zum damaligen Bereich gehörten außerdem eine Tischlerei und eine Gärtnerei auf dem Gelände des heutigen Solequell. Die Ausstattung war zunächst überschaubar: Mit Harken und Spaten wurden die ersten Flächen gepflegt. Unterstützung kam aus der Partnerstadt Garbsen, die einen VW-Pritschenwagen und einen 3,5-Tonnen-Lkw zur Verfügung stellte.

Parallel wurde die Straßenunterhaltung in das Baubetriebsamt integriert. Ziel war es, die kommunalen Aufgaben wirtschaftlicher und effizienter zu organisieren. Der damalige Leiter Heinz-Werner Herrler informierte sich über verschiedene Modelle kommunaler Bauhöfe und knüpfte unter anderem Kontakte zum Bauhof in Wunstorf. Gemeinsam mit den damaligen Dezernenten Dieter Krüger und Martin Hennig wurde die Idee eines eigenständigen städtischen Bauhofs weiterentwickelt. Nach rund zwei Jahren Vorbereitung beschloss der Stadtrat schließlich die Gründung des Eigenbetriebs Städtischer Bauhof Schönebeck.

„Von Beginn an war klar, dass der Bauhof keine Konkurrenz zu privaten Unternehmen sein sollte. Vielmehr ging es darum, Reparatur-, Pflege- und kurzfristige Einsatzarbeiten zuverlässig und wirtschaftlich selbst übernehmen zu können“, erklärt der heutige Bauhofleiter Dennis Eckert. Schnell entwickelte sich der Bauhof zu einer „schnellen Eingreiftruppe“ der Stadt – flexibel, kurzfristig einsatzbereit und auch bei besonderen Ereignissen kurzfristig vor Ort. Aus zunächst rund 120 Arbeitsplätzen entstand über die Jahre ein deutlich schlanker und wirtschaftlicher organisierter Betrieb.

Das Aufgabenspektrum hat sich dabei stetig weiterentwickelt. Heute gehören unter anderem die Pflege von Grünflächen und Spielplätzen, die Unterhaltung von Straßen und Wegen, die Straßenkehrung sowie die regelmäßige Entleerung der Papierkörbe zum Alltag. Auch bei Veranstaltungen und besonderen Einsätzen ist der Bauhof gefragt. Viele Arbeiten beginnen früh am Morgen oder finden außerhalb der regulären Arbeitszeiten statt – bei sommerlicher Hitze ebenso wie bei Regen, Sturm oder winterlichen Temperaturen.

Wie wichtig die Einsatzbereitschaft ist, zeigte sich besonders bei den Hochwassern 2002 und 2013. Der Bauhof gehörte jeweils zu den ersten Kräften vor Ort und stellte im Schichtbetrieb die Einsatzbereitschaft über die gesamte Zeit sicher. Auch die starken Winter der vergangenen Jahre stellten die Mitarbeiter vor besondere Herausforderungen. Im Jahr 2010 musste beispielsweise Schnee aus Bad Salzelmen abgefahren werden, weil die vorhandenen Flächen nicht mehr ausreichten. Die Erfahrungen führten unter anderem dazu, dass eigene Lagerkapazitäten für Streusalz geschaffen wurden. In der Halle an der Glinder Straße können heute bis zu 400 Tonnen Salz gelagert werden. Wie wertvoll diese Kapazität ist, zeigte sich erneut im Januar 2021 bei großen Schneemengen.

Investition in technische Ausstattung

In den vergangenen drei Jahrzehnten wurde zudem kontinuierlich in moderne Technik, leistungsfähige Fahrzeuge und zeitgemäße Arbeitsmittel investiert. Als Eigenbetrieb kann der Bauhof Investitionen eigenverantwortlich, wirtschaftlich und langfristig planen. Damit verfügt er heute über einen modernen Fuhrpark und eine technische Ausstattung, die den Beschäftigten gute Voraussetzungen für ihre tägliche Arbeit bieten.

„Hinter sauberen Straßen, gepflegten Grünanlagen und einem funktionierenden öffentlichen Raum stehen Menschen, die jeden Tag anpacken und Verantwortung übernehmen. Dass sich die Bürgerinnen und Bürger auf den Bauhof verlassen können, ist vor allem dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken“, betont der Bauhofleiter.

Eine wichtige Zukunftsaufgabe ist die Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchskräften. Der Fachkräftemangel macht sich auch beim Bauhof bemerkbar. Besonders gefragt sind Mitarbeiter mit den erforderlichen Qualifikationen und Führerscheinen für Spezialfahrzeuge und Maschinen. Mit der Ausbildung zum Straßenwärter setzt der Bauhof deshalb verstärkt auf den eigenen Nachwuchs. Die drei derzeitigen Auszubildenden sind zugleich ein wichtiger Baustein für die Leistungsfähigkeit des Bauhofes von morgen.

Dank an die langjährigen Geschäftspartner

Oberbürgermeister Bert Knoblauch würdigt die Entwicklung des Eigenbetriebs und die Arbeit seiner Beschäftigten: „Der Bauhof gehört zu den Bereichen unserer Stadtverwaltung, deren Arbeit oft erst auffällt, wenn sie nicht gemacht wird. Seit 30 Jahren sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass Schönebeck funktioniert, gepflegt und lebenswert bleibt. Dafür gilt ihnen unser herzlicher Dank.“

Zum Jubiläum richtet sich der Dank zugleich an die zahlreichen ortsansässigen Unternehmen, Handwerksbetriebe und langjährigen Geschäftspartner. Sie begleiten den Bauhof seit vielen Jahren mit Fachwissen, Zuverlässigkeit und Engagement – bei Investitionen, Reparaturen, Wartungen und besonderen Herausforderungen.

30 Jahre Städtischer Bauhof stehen damit für Veränderung, Verlässlichkeit und vor allem für engagierte Menschen. Mit moderner Technik, qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, eigener Nachwuchsförderung und starken regionalen Partnerschaften ist der Bauhof auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt.