Sonnenstrom für die Verwaltung

Photovoltaikanlage Breiteweg zeigt, was möglich ist

Photovoltaik auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes, Breiteweg 12a.

Seit dem 30. Oktober 2025 ist auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes Breiteweg 12a eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 25 kWp (Kilowatt peak) in Betrieb. Die ersten 293 Tage zeigen eindrucksvoll, welchen Beitrag eine solche Anlage zur Energieversorgung kommunaler Gebäude leisten kann.

Seit der Inbetriebnahme hat die Anlage insgesamt 19.340 kWh Solarstrom erzeugt. Der erzeugte Strom wird überwiegend direkt in den Gebäuden genutzt. Versorgt werden u.a. der Serverraum, die Büroräume, Gebäudetechnik, sowie die Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung. Ein 9-kWh-Batteriespeicher ermöglicht es zusätzlich, Solarstrom zwischenzuspeichern und auch dann zu nutzen, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Eigennutzungsanteil/ Autarkiegrad

Darüber hinaus wurden bisher 588 kWh des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz eingespeist. Damit wurden rund 96 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt für die Energieversorgung vor Ort genutzt. Diese Zahl ist beachtlich und der sorgfältigen Vorplanung der Anlagentechnik und-größe durch einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Schönebeck (Elbe) zu verdanken.

Rund 6.188 Euro Stromkosten eingespart

Neben dem Beitrag zum Klimaschutz macht sich die Anlage vor allem finanziell bemerkbar. Seit ihrer Inbetriebnahme konnten nach den bisherigen Abrechnungen rund 6.188 Euro Stromkosten eingespart werden. Die Investitionskosten für die Photovoltaikanlage beliefen sich auf 23.273 Euro. Damit hat die Anlage bereits einen erheblichen Teil ihrer Investition durch eingesparte Stromkosten erwirtschaftet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Anlage nach etwa drei Jahren amortisiert hat.

Monitoring und CO₂-Vermeidung

Die bisherigen Werte sind besonders aussagekräftig, weil sie nicht auf einer theoretischen Prognose beruhen, sondern auf den tatsächlichen Betriebsdaten durch das PV-Monitoring der Anlage. Auch für den Klimaschutz ist der Effekt messbar. Die 19.340 kWh erzeugter Solarstrom ersetzen Strom, der andernfalls aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen werden müsste. Auf Basis eines Emissionsfaktors von 344 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde für den deutschen Strommix 2025 ergibt sich eine Vermeidung von rund 6,65 Tonnen CO₂.

Damit zeigt die Anlage: Klimaschutz und wirtschaftlicher Betrieb sind kein Widerspruch. Die Investition in erneuerbare Energie reduziert gleichzeitig die laufenden Energiekosten von Gebäuden. Die Erfahrungen mit der Photovoltaikanlage auf dem Verwaltungsgebäude Breiteweg 12A zeigen, dass es sich lohnt, die vorhandenen Dachflächen kommunaler Gebäude systematisch für die Erzeugung erneuerbarer Energie zu nutzen.

Weitere geeignete Flächen stehen zur Verfügung. Auf den Dächern von Kindergärten, Schulen, Feuerwehrgebäuden können passend zum Verbrauch Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Jede zusätzliche Photovoltaikanlage kann dazu beitragen, den Strombedarf der jeweiligen Gebäude stärker mit selbst erzeugter erneuerbarer Energie zu decken. Gleichzeitig wird die Stadt Schönebeck (Elbe) unabhängiger von steigenden Strompreisen und leistet einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz.

Die Anlage auf dem Verwaltungsgebäude ist damit mehr als eine einzelne technische Maßnahme: Sie ist ein praktisches Beispiel dafür, wie kommunale Dächer genutzt werden können, um Energie vor Ort zu erzeugen, Kosten zu sparen und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Die bisherigen Erfahrungen sprechen dafür, diesen Weg konsequent weiterzugehen und weitere geeignete kommunale Dächer für Photovoltaik zu erschließen.