Mercury startet Produktion in Schönebeck
„Von Schönebeck in die Welt“
Mit dem Produktionsstart des irischen Unternehmens Mercury Engineering in Schönebeck geht ein international ausgerichtetes Industrieprojekt in seine nächste Phase. „Von hier geht nun ein Stück Schönebeck um die Welt“, erklärte Oberbürgermeister Bert Knoblauch beim Rundgang am Donnerstag, 2. April 2026, durch die neue Fertigungshalle in der Magdeburger Straße.
Am neuen Standort produziert Mercury künftig technische Rohrleitungssysteme für die Mikroelektronik- und Chemieindustrie – ein Markt mit wachsender Nachfrage in ganz Europa. Mit der Inbetriebnahme ist die erste Ausbaustufe des deutschen Hauptquartiers abgeschlossen, weitere Schritte sind bereits geplant.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze begrüßte das Unternehmen offiziell im Land. Er betonte die Geschwindigkeit der Umsetzung: Zwischen Grundsteinlegung und Produktionsstart lagen lediglich 18 Monate. Schulze hatte das Projekt bereits in seiner Zeit als Wirtschaftsminister begleitet. Die Ansiedlung kam durch enge Abstimmung zwischen Unternehmen und Stadt zustande. Knoblauch erinnerte daran, dass die ersten Gespräche im Sommer 2023 während einer Fahrradtour stattfanden. Weniger als drei Jahre später steht nun ein betriebsbereites Werk. Auch die Wirtschaftsförderung der Stadt sieht das Projekt als Erfolg. Die Zusammenarbeit sei reibungslos verlaufen, kurze Wege hätten den Prozess beschleunigt.
Für den Salzlandkreis unterstrich Landrat Markus Bauer die wirtschaftliche Bedeutung der Ansiedlung. Die Region profitiere von einem breiten Branchenmix. Mercury trage dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Der Landkreis setze dabei auf die Verbindung von „Wohnen, Wirtschaft und Wissenschaft“. Diese Faktoren bildeten die Grundlage für nachhaltige Entwicklung.
Mercury-CEO Eoin Vaughan bezeichnete Schönebeck als zentralen Baustein der europäischen Strategie des Unternehmens. Managing Director Stefan Zöller bestätigte, dass bereits zahlreiche Aufträge vorliegen – unter anderem aus Dänemark, Finnland und den Niederlanden.
In der ersten Phase investierte Mercury rund 25 Millionen Euro und schuf 75 Arbeitsplätze. Das Werk umfasst aktuell rund 14.000 Quadratmeter, davon 12.000 für die Produktion. Insgesamt stehen dem Unternehmen 100.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. In einer zweiten Ausbauphase soll die Produktionsfläche um weitere 9.000 Quadratmeter erweitert werden. Die Zahl der Beschäftigten könnte dann auf bis zu 200 steigen. Dafür sind Investitionen von rund 45 Millionen Euro vorgesehen.
Für Oberbürgermeister Knoblauch steht fest: Mit Mercury entstehen langfristige Perspektiven für den Standort. Besonders die Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg soll künftig weiter ausgebaut werden. Auch CEO Vaughan blickt optimistisch nach vorn: Man feiere nicht nur das Erreichte, sondern auch die gemeinsame Zukunft des Projekts in Schönebeck. Lob und Dank gab es für die großartige Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Landkreis und dem Land.














