„Man muss bereit sein zu geben“

Sieglinde und Gottfried Menzel feiern Diamantene Hochzeit

EhelMenzels ©Stadt SchönebeckEhelMenzels ©Stadt Schönebeck

Das schöne Fest der Diamantenen Hochzeit feierten Gottfried und Sieglinde Menzel  aus Schönebeck (Elbe). „Es ist ein Segen, so viel Zeit zusammen verbringen zu dürfen. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich“, sagte Oberbürgermeister Bert Knoblauch. Zu den Gratulanten zählten neben den drei Kindern auch 13 Enkel und sieben Urenkel. „Es ist schön, sie alle wiederzusehen“, sagt Sieglinde Menzel, die sich im Kreise ihrer Liebsten am wohlsten fühlt, mit einem Lächeln im Gesicht.  

Es ist ein Lächeln, das andere ansteckt, das für Wohlfühlatmosphäre sorgt, das Vertrauen und Güte ausstrahlt. Seit 1991 engagiert sich die ehemalige Kinderkrankenschwester in der Schönebecker Regionalgruppe des Vereins KALEB (Kooperativ Arbeiten Leben Ehrfürchtig Bewahren). Dazu gehört die Beratung schwangerer Frauen ebenso wie die Hilfe für Familien. Für ihr Engagement erhielt die gebürtige Schlesierin  vor drei Jahren das Bundesverdienstkreuz.

Kennen gelernt hatten sich die Beiden im Jahre 1954 in der Jugendgruppe der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Magdeburg. Zum Traualtar schritten sie sieben Jahre später am Wohnort von Sieglindes Mutter in Haldensleben. Die Menzels verbindet nicht nur eine glückliche, harmonische Ehe. Der christliche Glaube half ihnen, vor allem vor der Wende, zueinander zu stehen.

Sie können auf ein bewegtes Berufsleben zurückschauen. Während sie auf der Entbindungsstation im Krankenhaus arbeitete, war Gottfried im Sprengstoffwerk als Chemieingenieur tätig.  Noch ganz genau kann sich das Jubelpaar an ihre erste gemeinsame Wohnung in der Geyerstraße nach der Hochzeit erinnern. Ein Ein-Raum-Zimmer, ohne Wasser und  Toilette, und  dennoch waren die Beiden glücklich. „Es war halt eine andere Zeit“, betont Gottfried.

Gefragt nach dem Rezept einer solch langjährigen Ehe waren sich Gottfried und Sieglinde einig: "Gegenseitige Achtung und Vertrauen zueinander sind wichtig. Ohne Vergebung ist keiner von uns ins Bett gegangen. Man darf nicht nur Erwartungen an den anderen haben, sondern muss auch bereit sein zu geben“, sagt Sieglinde Menzel mit einem Lächeln, das für Wohlfühlatmosphäre sorgt.