Gegenseitig vertrauen und respektieren
Georg und Margareta Brandes feiern Diamantene Hochzeit
Ein besonderes Ehejubiläum feierten Georg und Margareta Brandes aus Schönebeck (Elbe). Vor 60 Jahren gaben sie sich das Ja-Wort und blicken heute auf sechs gemeinsame Jahrzehnte voller Zusammenhalt, gemeinsamer Interessen und vieler schöner Erinnerungen zurück. Zu den Gratulanten gehörte Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch, der dem Jubelpaar die herzlichsten Glückwünsche der Stadt überbrachte.
Kennengelernt haben sich Georg und Margareta Brandes bereits während ihres Studiums in Altenburg. Damals nahmen sie sich zwar wahr, doch erst einige Zeit später führte sie eine Tagung in Magdeburg wieder zusammen. Die gemeinsamen Erinnerungen an die Studienzeit wurden zum Gesprächseinstieg – und schließlich zum Beginn einer großen Liebe.
Am 24. Juli 1966 heiratete das Paar in Magdeburg. Direkt nach der Trauung stand – typisch für die damalige Zeit – zunächst ein ganz praktischer Termin auf dem Programm: die Anmeldung für eine gemeinsame Wohnung. Ebenso gehörte die Eintragung auf die Warteliste für ein Auto zum Alltag vieler junger Ehepaare in der DDR. Als nach zwölf Jahren Wartezeit schließlich die Zusage kam, hatten die Brandes längst andere Prioritäten. Da sie in Magdeburg alles bequem mit Straßenbahn oder Fahrrad erreichen konnten, verzichteten sie auf das Fahrzeug – und tauschten die Lieferberechtigung kurzerhand gegen 20 Kilogramm Spargel ein. Eine Geschichte, über die das Ehepaar bis heute gern schmunzelt.
1992 kehrten Georg und Margareta Brandes nach Schönebeck zurück und bezogen das Haus der Familie in der Republikstraße. Hinter dem Wohnhaus entstand im Laufe der Jahre eine liebevoll gepflegte Gartenoase, die bis heute ihre Handschrift trägt und ihnen viele schöne Stunden im Grünen beschert.
Auch nach dem Eintritt in den Ruhestand blieben beide stets neugierig und aktiv. Gemeinsam besuchten sie das Programm „Studieren ab 50plus“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Während sich Margareta Brandes besonders für Literatur und Psychologie begeisterte, widmete sich ihr Ehemann, gelernter Chemiker, mit großer Leidenschaft den Werken Johann Wolfgang von Goethes. Ebenso gehörten ausgedehnte Fahrradtouren durch die Region viele Jahre zu ihren liebsten gemeinsamen Freizeitbeschäftigungen.
Sechs Jahrzehnte Ehe bedeuten für Georg und Margareta Brandes vor allem Vertrauen, gegenseitigen Respekt und die Freude daran, das Leben gemeinsam zu gestalten. Mit ihrer offenen Art, ihrer Neugier und ihrem Humor haben sie sich diese Lebensfreude bis heute bewahrt.




