Möglicher Förderverein soll Imuset unterstützen

Ziel ist die sichere Einnahmequelle für das Industriemuseum

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Das Industrie- und Kunstmuseum Schönebeck (Imuset) blickt trotz schwerer Verluste mit Zuversicht in die Zukunft. Nach dem Tod der beiden Gründungsväter und langjährigen Vereinsvertreter Georg Plenikowski und Rainer Ulbrich wird die wichtige Arbeit des Museums aktuell von Anita Balk als Vizepräsidentin weitergeführt. Gemeinsam mit engagierten Mitgliedern setzt sie sich dafür ein, die industrielle Geschichte und kulturelle Identität Schönebecks dauerhaft zu bewahren und erlebbar zu machen.

„Vom Salz bis zur Industrie – das iMUSEt wurde gegründet, um diese bedeutende Geschichte zu bewahren“, sagte Oberbürgermeister Bert Knoblauch. „Nach der Wende gab es hier eine große Zäsur, für viele brach die Existenzgrundlage weg.“ Inzwischen siedeln sich wieder mittelständische Unternehmen an. „Im iMUSEt wird gezeigt, wo wir herkamen und was wir zu bieten haben.“

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2009 verfolgt das Imuset das Ziel, die Tradition des Industriestandortes Schönebeck vor dem Vergessen zu schützen. Das Museum verbindet dabei auf einzigartige Weise Industriekultur und Kunst und schafft einen Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden werden. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Entwicklung der Stadt, ihre technischen Innovationen sowie die Menschen und Unternehmen, die Schönebeck geprägt haben und bis heute prägen.

Um die Zukunft des Museums langfristig zu sichern, soll möglicherweise ein Förderverein die Arbeit des Imuset unterstützen. Denkbar wäre auch, die aktuelle Vereinssatzung anzupassen und passive bzw. fördernde Mitglieder zuzulassen. Gemeinsam mit regionalen Partnern und Unterstützern sollen dadurch organisatorische und finanzielle Aufgaben gestärkt sowie neue Projekte ermöglicht werden. Besonders wichtig ist dem Museum die Bildungsarbeit mit jungen Menschen. Schülerinnen und Schüler sollen für die Geschichte ihrer Heimat begeistert werden und erfahren, welche bedeutenden Entwicklungen und Leistungen in Schönebeck entstanden sind.

Das Imuset versteht sich als lebendiger Ort der Erinnerung, Begegnung und Inspiration. Zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder engagieren sich mit großem Einsatz für Ausstellungen, Veranstaltungen und die Weiterentwicklung des Museums. Gleichzeitig wird die Vision der Gründungsväter weitergetragen: Die Industriekultur Schönebecks soll als wertvoller Teil der Stadtgeschichte erhalten bleiben und auch zukünftige Generationen inspirieren.