Ein weiterer Schritt für den Radweg

Salzlandkreis hat Fördermittelzusage für rund 1,15 Millionen Euro

Trafen sich vor Ort in Elbenau (v.l.): Oberbürgermeister Bert Knoblauch, Mitarbeiterinnen des Salzlandkreises Andrea Wolter und Jana Elbe sowie Landrat Markus Bauer.

„Nun liegt uns der Fördermittelbescheid mit dem finalen Go auf dem Tisch.“ Mit entsprechend großer Freude war Landrat Markus Bauer nach Elbenau gekommen. Mit seinem Fachdienst Kreis- und Wirtschaftsentwicklung und Tourismus informierte er über die zugesagte Millionenförderung für einen kombinierten Rad- und Gehweg entlang der Kreisstraße 1296 von der Buswendeschleife am Ortseingang bis zum Kreisverkehr Grünewalde.

„Fahrradfahren wird damit einfacher und deutlich sicherer in dieser schönen, grünen Umgebung. Der neue Weg, begleitend zur Kreisstraße im regionalen Netz, schafft Radfahrern Anschluss an die örtlichen Verbindungen. Er hat Bedeutung für den täglichen Radverkehr und auch für die touristische Entwicklung der Region“, bringt der Landrat die Botschaft mit vor Ort. Die Umsetzung der Baumaßnahme bis 2029 wird Einwohner der beiden Schönebecker Ortsteile ebenso freuen wie Oberbürgermeister Bert Knoblauch: „Ich freue mich sehr, dass der Salzlandkreis das Projekt jetzt so schnell vorantreiben möchte. Aus Grünewalde und vor allem Elbenau ist der Wunsch nach diesem Radweg in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Somit können Kinder auf dem Schulweg, aber auch Touristen sicher und komfortabel in die Naherholung radeln. Damit wird unser Radwegenetz ein großes Stück weiter erschlossen.“

Für Investitionen in den Radverkehr stellt der Bund die Mittel zur Verfügung durch das Sonderprogramm „Stadt und Land": Laut Bescheid 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, in vier Jahresscheiben bis 2029 im Landeshaushalt Sachsen-Anhalt, insgesamt maximal 1,1448 Millionen Euro. „Die ersten knapp 37.000 Euro stehen uns noch in diesem Jahr zur Verfügung,“ erklärt Sachgebietsleiterin Evelin Wolter, die mit ihrem Bereich im Fachdienst innerhalb der Verwaltung zuständig ist von der Fördermittelbeantragung bis zu Planung, Bau und Abrechnung. „Einen ähnlichen Betrag an Fördergeld gibt es im nächsten Jahr. Die große Summe - eine Million Euro - können wir 2028 abrufen, abschließend nochmals bis zu fast 65.000 Euro.“

Der Salzlandkreis finanziert das Projekt und trägt die nötigen Eigenmittel, übernimmt auch den Anteil der Stadt Schönebeck. Nach erster Planung geht es dabei um fast 125.000 Euro bei einer Gesamtkostenplanung von 1,272 Millionen Euro für den etwa 1.850-Meter-Neubau Radweg, zweieinhalb Meter breit, innerorts und außerhalb entlang der Kreisstraße.   

An der Projektplanung arbeitet bereits die Ingenieurgemeinschaft WTU GmbH Bad Liebenwerda, die nach Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte. Der Auftrag: das Radwegenetz und insbesondere die Ortsverbindung für Radfahrer zwischen den benachbarten Grünewalde und Elbenau sollen verbessert werden, mit möglichst geringem Unterhaltungsaufwand später. Innerorts in Grünewalde soll die Führung rechts oder links der Fahrbahn vorzugsweise als eigenständiger Radweg laufen. Außerhalb ist straßenbegleitend ein gemeinsamer Rad- und Gehweg geplant auf dem schon vorhandenen Weg bis hin zur neuen Buswendeschleife Elbenau.  

Das Vorhaben ist mit einigen Herausforderungen verbunden, denn es berührt Schutzgebiete, Wald muss umgewandelt werden. Nach der Fertigstellung trägt der Salzlandkreis die Straßenbaulast für den Radweg an der freien Strecke, der KWB wird sich um die Unterhaltung kümmern, für den Teil in Grünewaldes Ortslage übernimmt das die Stadt Schönebeck. Läuft alles nach Plan, soll ab Jahresmitte 2028 bis zum Frühjahr 2029 gebaut werden.

Dieser Radwegbau ist möglich geworden auf Grundlage des Vergleichs der Stadt mit dem Salzlandkreis, um die gerichtlichen Auseinandersetzungen zur Kreisumlage für die Jahre 2019 und 2022 zu beenden. In einer folgenden Kommunalvereinbarung hatte sich der Salzlandkreis zur Umsetzung und Finanzierung des Projekts mit Fördermitteln verpflichtet. 

„Diese eine Million Euro, um die es am Ende ging, investieren wir besser in unsere Infrastruktur zur Förderung eines klimaschonenden und sicheren Radverkehrs,“ erklärt Landrat Markus Bauer. „Das ist in die Zukunft gedacht und so entwickeln wir unseren Wohn- und Wirtschaftsstandort im ländlichen Raum zwischen Magdeburg und Halle gemeinsam und wahrnehmbar weiter – Stichwort Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030.“