Ein Platz zum Reden und Schweigen auf dem Friedhof
Angebot der Malteser auf dem Westfriedhof
Die Malteser Trauerbank bietet Trauernden auf dem Schönebecker Westfriedhof wieder eine Anlaufstelle für Gespräche und Zuhören – ganz so, wie es für die Besucherinnen und Besucher in diesem Moment richtig ist. „Trauern heißt nicht immer reden zu müssen. Manchmal reicht es, gemeinsam zu schweigen. Das Angebot steht allen offen, die mit ihrer Trauer nicht allein bleiben möchten“, sagt Gundula Heyn, Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Trauerbegleitungsdienstes der Malteser.
Die Trauerbank ist bewusst auf dem Friedhof verortet – jenem Ort, an dem viele Menschen regelmäßig ihre Verstorbenen besuchen. Dort, wo Erinnerungen besonders nah sind und Emotionen oft unmittelbar spürbar werden, kann ein niedrigschwelliges, anonymes Angebot eine wichtige Stütze sein. Manche Trauernde trauen sich nicht, professionelle Begleitung zu suchen. Der Schritt zu einer Bank, auf der jemand einfach ein offenes Ohr oder stille Präsenz anbietet, fällt deutlich leichter.
Der Friedhof bietet zudem einen geschützten Raum, in dem Trauer sichtbar sein darf, Tränen ihren Platz haben und niemand erklären muss, warum er hier ist. Die Begleiterinnen der Malteser schenken in diesem Rahmen Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl – ohne Erwartungen, ohne Druck und ohne Verpflichtung zum Gespräch.
Das Angebot der Trauerbank ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, und es müssen keine Namen genannt werden. Alle Menschen, die mit ihrer Trauer nicht allein sein möchten, sind willkommen – unabhängig davon, wie lange ein Verlust zurückliegt oder welche Worte gerade fehlen.
Termine:
- 21. März
- 27. Juni
- 10. Oktober 2026
Zeit: 10 bis 12 Uhr
Ort: Westfriedhof Schönebeck
Magdeburger Straße 157
39128 Schönebeck (Elbe)
Wegbeschreibung: Vom Haupteingang aus rechts an der Kapelle vorbei, dann den ersten Querweg rechts nehmen. Die Trauerbank ist an der blauen Malteser-Decke zu erkennen – sie steht symbolisch wie praktisch für Wärme und Geborgenheit.




