Unternehmensbesuche - Oberbürgermeister auf Tour: Ambulanz Mobile

Erweiterung und 24-Stunden-Serviceleitstelle geplant

Für Hans-Jürgen Schwarz gibt es immer etwas zu tun. Der Geschäftsführer der Ambulanz Mobile in Schönebeck (Elbe), der mit seiner Firma vor zwei Wochen das 29. Jubiläum gefeiert hat, wollte eigentlich schon in Rente gehen, sagt aber: „Die Firma ist wie mein Kind.“ Und so wird die Übergabe an Frank Lundershausen vorbereitet, doch der Chef bleibt dem Unternehmen vorerst erhalten. Schließlich haben sie gemeinsam so Einiges vor. Davon berichteten die beiden dem Oberbürgermeister der Stadt Schönebeck (Elbe), Bert Knoblauch, der in den kommenden Tagen während seiner kleinen „Sommertour“ noch mehr Unternehmen in Schönebeck besuchen möchte.

Mit den Kraftfahrzeugen für mobilitätseingeschränkte Personen (KMP), Krankenwagen, Rettungswagen und Notarzt-Einsatzfahrzeugen ist Ambulanzmobile breit aufgestellt, vier Fertigungsreihen laufen täglich. Auch in der Hochphase des „Lockdowns“ aufgrund der Corona-Pandemie wurde produziert. Lieferfirmen sitzen teilweise in Italien, einem der Hotspots des Ausbruchs. „Aber auch das hat irgendwie geklappt“, berichtet Schwarz. „Wir hatten fast jeden Tag Kunden. Mit Fieber messen und Maske ging das aber auch.“

Nun stehen zwei Wochen Betriebsferien an, doch Ruhe kehrt auf dem Gelände der Ambulanz Mobile in Schönebeck nicht ein. Die „Halle Ost“ wird umstrukturiert, damit soll die Produktion bei den Notarzt-Einsatzfahrzeugen um 25 bis 30 Prozent gesteigert werden. Erweitert wurde kontinuierlich auch die Abteilung „Beklebung“, denn „das ist in den vergangenen Jahren immer aufwändiger geworden“, erklärt Lundershausen. 15 Mitarbeiter sorgen inzwischen dafür, die reflektierende Folie und mehr aufzubringen.

In den vergangenen fast 30 Jahren stand Ambulanz Mobile auch immer für Innovation, beispielsweise bei den Dachaufbauten, die immer aerodynamischer wurden. Die nächste Vision ist eine „24-Stunden-Leitstelle“, um dem kundenorientierten Service noch gerechter zu werden. „Meines Wissens gibt es so etwas in Deutschland noch nicht“, sagt Schwarz nicht ohne Stolz. Es gibt eben immer etwas zu tun.