iMUSEt Schönebeck zeigt Werke von Ewald Blankenburg

Eine exklusive Ausstellung mit Werken des überregional angesehenen Malers Ewald Blankenburg, der viele Jahre als Künstler und Lehrer auch in Schönebeck (Elbe) wirkte, zeigt das Industrie- und Kunstmuseum der Stadt vom 14. September bis 26. Oktober dieses Jahres, geöffnet ist jeweils samstags und sonntags von 14 - 17 Uhr sowie zu noch anzukündigenden Sonderöffnungszeiten. Die Kunstausstellung trägt den Titel „Meine Jahre in Schönebeck“ und wird anlässlich des 99. Geburtstages des nachexpressionistischen Meisters durchgeführt, teilten Dr. Hans-Günther Zick und Dr. Georg Plenikowski vom iMUSEt mit. Farbintensive Landschaften, Stadtmotive und Stillleben werden zu bewundern sein. Kunstliebhaber werden in seinen Werken gewisse Anlehnungen an Lionel Feininger oder auch Georges Braque vermuten, nur etwas gegenständlicher als letzterer. Die Farbfreude spiegelt dabei immer seinen malerischen Enthusiasmus wider. Kurz nach der erfolgreichen Tübke-Ausstellung wartet das ungewöhnliche Schönebecker Museum also schon wieder mit einer Exposition auf, die überregional für Aufmerksamkeit sorgen sollte. Man darf sich also sehr auf diese Ausstellung freuen.

Wer aber war Ewald Blankenburg? Als Sohn eines Töpfers geboren, wuchs Ewald Blankenburg nach dem Tod seines Vaters zunächst bei einer Tante in Polen auf. Bis 1936 besuchte er die Grundschule in Schönerlinde bei Berlin und begann danach eine Ausbildung im Malerhandwerk. In den Jahren 1938–1940 studierte Ewald Blankenburg als Stipendiat der Stadt Berlin an der Kunstgewerbeschule Berlin-Charlottenburg, u. a. in der neu geschaffenen Klasse für Bühnenbild. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und flüchtete bei Kriegsende über die Elbe in amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1946 ließ er sich als Künstler in Schönebeck (Elbe) nieder und arbeitete zunächst als Bühnenmaler und Atelierleiter am Theater Magdeburg. Ab 1947 war Ewald Blankenburg als freischaffender Künstler tätig und gründete im Oktober 1948 u. a. mit Günter Pilling und Walter Bischof die Magdeburger Künstlergruppe dalbe, mit der er in den folgenden Jahren zahlreiche Ausstellungen gestaltete. 1949–1960 unterrichtete er als Kunsterzieher an einer Schönebecker Ober- bzw. Mittelschule und leitete nebenher Mal- und Zeichenkurse an der Volkshochschule. Gleichzeitig fungierte er als Fachberater für Kunsterziehung im Bezirk Magdeburg. Seit 1952 gehörte er dem Verband Bildender Künstler Deutschlands bzw. der DDR an. Blankenburg schuf in Gouache, Aquarell und Öl „farbintensive Landschaften, Stadtansichten und Stilleben in einer betont flächig-konstruktiven, z. T. auch in nach-expressionistisch bestimmter Bildauffassung“ (Saur). Er unterwarf das in der Natur vorgefundene Motiv einer strengen Komposition, in der er Eindrücke vereinfacht und geordnet, in übersichtlichen Farbflächen mit fast geradliniger Begrenzung wiedergab. Durch seine Kunstauffassung stand er oft im Mittelpunkt der Formalismus-Debatte. Blankenburg siedelte 1960 nach Bremerhaven über und war hier bis 1980 wieder als Kunsterzieher tätig. Danach wohnte er kurzzeitig in Mainz, bevor er 1989 nach Bremerhaven zurückkehrte. Nun ist er also wieder in Schönebeck – sozusagen. Hoffentlich hat er viele Betrachter, vielleicht auch einmal Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen?

HAMBURG - Wien oder von der Alster an die Donau

Festliches kammerphilharmonisches Konzert

30.01.2026 von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Gabriele Zucker, Flöte
Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
Jan Michael Horstmann, Musikalische Leitung

Georg Philipp Telemann - Ouvertüre e-Moll TWV 55:e1 aus der „Tafelmusik“
Carl Reinecke - Konzert für Flöte und Orchester
Johannes Brahms - Serenade Nr. 2 op. 16 für Kammerorchester

Während Johannes Brahms seine Heimatstadt Hamburg in Richtung Wien verlassen hat, zog es Georg Philipp Telemann aus Magdeburg genau dorthin in den hohen Norden, wo er durch zahlreiche Admiralitätsmusiken, seine Wassermusik und zahlreichen Tafelmusiken seiner Wahl-Heimat musikalische Denkmäler setzte. Ebenfalls aus Hamburg stammte der Romantiker Carl Reinecke, der wiederum über 30 Jahre als Leipziger Gewandhauskapellmeister einer der Nachfolger Felix Mendelssohn-Bartholdy war. Sein wunderbares spätes Flötenkonzert wird durch unsere Solo-Flötistin Gabriele Zucker interpretiert.


Einführungsgespräch: 18.45 Uhr

 

Akteure

Orchester: Mitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
Dirigent: Jan Michael HORSTMANN

Preisinformation

Normalpreis: 23,00 €

Vorverkaufsinformation

Eintrittskarten sind im Ticketbüro, Markt 17/19 in Schönebeck (Telefon 03928 400429) sowie im Internet unter www.mitteldeutsche-kammerphilharmonie.de erhältlich.

Veranstaltungsort(e)
Dr.-Tolberg-Saal Bad Salzelmen
39218 Schönebeck (Elbe)
Badepark 1
Veranstalter
39218 Schönebeck (Elbe)
Marktplatz 17/19
Mitteldeutsche Kammerphilharmonie SchönebeckMitteldeutsche Kammerphilharmonie Schönebeck
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