Weltrekord: 336 Liter Hochzeitssuppe
Großes Interesse beim Familienfest am Pretziener Wehr
Was für ein Fest am Pretziener Wehr: Zum Tag des offenen Denkmals hatte der neu gegründete Verein Weltkulturerbe Salzlandkreis gemeinsam mit zahlreichen Partnern zu einem Familienfest rund um das historische Bauwerk eingeladen. Und der Tag hielt gleich zwei besondere Erfolge bereit: Der Weltrekordversuch mit „Kelles Suppenmanufaktur“ ist geglückt. Insgesamt wurden 336 Liter Altmärkische Hochzeitssuppe ausgegeben. Damit wurde die ursprünglich geplante Menge von 300 Litern sogar deutlich übertroffen. Die Suppe wurde unter großem Interesse gekocht und anschließend an die Besucherinnen und Besucher ausgegeben. Der kulinarische Rekordversuch verband dabei regionale Tradition mit einem Fest, das vor allem eines wollte: das Pretziener Wehr und seine besondere Bedeutung weit über die Region hinaus bekannt zu machen.
„Der Weltrekord ist natürlich ein tolles Ergebnis. Noch wichtiger ist aber, dass wir heute gemeinsam zeigen konnten, welch besonderes Denkmal wir mit dem Pretziener Wehr haben. Das große Interesse an den Führungen und die vielen Gespräche zeigen, dass die Menschen neugierig sind auf die Geschichte und die Zukunft dieses Bauwerks“, sagte der stellvertretende Oberbürgermeister der Stadt Schönebeck (Elbe), Uwe Scholz.
Besonders stark nachgefragt waren die Führungen über das Pretziener Wehr. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, das beeindruckende technische Bauwerk aus nächster Nähe kennenzulernen und mehr über seine Geschichte, seine Funktionsweise und seine Bedeutung für den Hochwasserschutz zu erfahren. Damit wurde ein wichtiges Ziel des Familienfestes erreicht: Das Pretziener Wehr und die Bestrebungen, das Bauwerk als UNESCO-Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, noch bekannter zu machen.
Dass das Interesse inzwischen auch über Deutschland hinaus reicht, zeigten die internationalen Gäste des Festes. Vertreterinnen und Vertreter der Botschaften Armeniens und Albaniens waren vor Ort und unterstrichen damit die überregionale und internationale Ausstrahlung des Pretziener Wehres. Auch für Familien gab es auf dem Festgelände viel zu entdecken. Das Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) präsentierte ein eigenes Labor, in dem Kinder selbst zu kleinen Wasserforschern werden konnten. Mit spannenden Experimenten konnten sie das Wasser untersuchen und dabei spielerisch mehr über die Arbeit des Hochwasserschutzes erfahren.
Darüber hinaus präsentierten sich unter anderem der Städtepartnerschaftsverein Schönebeck, das Salzlandmuseum und der Solepark. Ein Bauernmarkt sowie weitere kulinarische Angebote ergänzten das Festgelände und sorgten dafür, dass neben Geschichte und Technik auch regionale Produkte und Genuss ihren Platz fanden. Internationale Gäste, Oldtimer, Bühnenprogramm und zahlreiche Begegnungen machten den Tag zu einem abwechslungsreichen Familienfest.
Hinter der Veranstaltung steht ein großes Ziel: Das Pretziener Wehr soll dauerhaft als UNESCO-Welterbe anerkannt werden. Das Bauwerk befindet sich inzwischen auf der Tentativliste für das UNESCO-Welterbe. 2027 soll mit der vorgesehenen Abgabe des Antrags für die Vorprüfung ein weiterer wichtiger Schritt erfolgen. Ziel ist eine Anerkennung als UNESCO-Welterbe im Jahr 2031.
Der Verein Weltkulturerbe Salzlandkreis hat mit dem Familienfest eindrucksvoll gezeigt, wie sich Denkmalschutz, Technikgeschichte, Hochwasserschutz, regionale Tradition und Familienangebote miteinander verbinden lassen. 336 Liter Hochzeitssuppe, stark nachgefragte Führungen und zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher waren am Ende nicht nur ein erfolgreicher Weltrekord, sondern vor allem beste Werbung für ein außergewöhnliches Denkmal mit großer Zukunft.















