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Montag, 09 Dez 2019
Sie sind hier: Start Aktuelles 2017 11 / 2017 Nachruf: Karl-Friedrich Gehse - Architekt, Stadtplaner und Künstler
Nachruf: Karl-Friedrich Gehse - Architekt, Stadtplaner und Künstler PDF Drucken

Karl-Friedrich_GehseMit großer Traurigkeit erfüllte Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch die Nachricht vom Tode von Karl-Friedrich Gehse. Der große Architekt, Stadtplaner und Künstler war am vergangenen Mittwoch im Alter von 79 Jahren nach langer Krankheit in seiner Heimat im Ruhrgebiet verstorben. „Karl-Friedrich Gehse hat in Schönebeck seine deutlichen und bleibenden Spuren hinterlassen und die Stadtentwicklung besonders in der Altstadt nach der politischen Wende entscheidend mitgeprägt. Seine Ideen und Entwürfe haben ganze Straßenzüge aufgewertet und prägen nachhaltig unser Stadtbild. Wir werden dem Rathauspreisträger immer ein ehrendes Gedenken bewahren“, sagte das Stadtoberhaupt. Der Bochumer gilt als wichtiger Architekt der Nachkriegszeit, der sich – nicht zuletzt wegen seines vielfältigen Engagements zum Erhalt historischer Bausubstanzen – über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus einen Namen gemacht hat. So auch an der Elbe in Schönebeck. Jedes Bauen beginnt mit einer schöpferischen Idee, und davon sprühte der Bochumer nur so. Manchem war das gar zu viel, aber wer am Wege baut, hat bekanntlich viele Meister. Dieser Mann aber war „eigen“ im besten Sinne, hatte den Mut zu „großen Karos“ und baute am Wege, und das nicht zu wenig und nicht wenig eindrucksvoll dazu. Im Jahre 2014 wurde der Kreative mit dem Rathauspreis der Stadt Schönebeck (Elbe) geehrt. Laudator Christian Jung sagte damals: „Das, was...

Karl-Friedrich Gehse unserer Stadt bescherte, wird für viele Generationen noch sehr lange sichtbar sein.“ Die Stadtverwaltung, der Stadtrat und überhaupt das Gemeinwesen fanden in dem Mann einen Vordenker für das Gesicht einer schönen und freundlichen Stadt. Sein Architekturstil gehört insgesamt keiner Schule oder Richtung an, und doch sind seine Häuser unverkennbar „gehsisch“ – verspielt und funktional, gemütlich und kühn, schlicht und extravagant. „Häuser zu bauen ist, wie wenn man ein gutes Stück Fleisch zubereitet“, hat Gehse einmal gesagt. „Man kann es schön anrichten oder durch den Fleischwolf drehen.“ Neben seiner baulichen und künstlerischen Tätigkeit war Karl-Friedrich Gehse ein geselliger Mensch mit ausgeprägtem Hang zu schelmischer Ironie. Neben seinem Wirken als Architekt schuf er zahlreiche Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen.