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Samstag, 20 Jan 2018
Sie sind hier: Start Stadt AG Grundwasser AG (2) Grundwasser der Stadt setzt Arbeit fort
AG (2) Grundwasser der Stadt setzt Arbeit fort PDF Drucken E-Mail

Die Arbeitsgruppe (2) Grundwasser der Stadt Schönebeck (Elbe), die sich angesichts des massiven Vernässungs- und Grundwasserproblems mit den Perspektiven  für das Stadtgebiet befasst, hat ihre Arbeit mit einer Beratung am 31. Januar im neuen Jahr fortgesetzt. Dabei gab AG-Leiter Prof. Frido Reinstorf von der Hochschule Magdeburg-Stendal einen Überblick über den aktuellen Projektstand der sich in Arbeit befindlichen Grundwassermodellierung. Die Stadt Schönebeck (Elbe) hatte sich angesichts des sich besonders in Felgeleben zuspitzenden Grundwasserproblems im vergangenen Jahr zu einem strukturierten Herangehen entschlossen, eine wissenschaftlich besetzte Arbeitsgruppe gebildet und eine Fragebogenaktion durchgeführt, um mittels eines auf die Schönebecker Situation zugeschnittenen Modells zu einer seriösen Bewertungsgrundlage zu kommen. Auf diese Weise will man dem Problem systematisch und effizient entgegenwirken. Am Ende soll eine ...

Prioritätenliste nachhaltiger Maßnahmen vorliegen, die einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen wurden. Da sich das Gesamtproblem mit zu berücksichtigenden geologischen, geografischen, hydrologischen, dateninformellen, meteorologischen, infrastrukturellen, technischen, rechtlichen und nicht zuletzt finanziellen Parametern als äußerst komplex darstellt, wurde schnell klar, dass es keine kurzfristigen Lösungen geben könne. Dennoch, da waren sich die Experten einig, befinde man sich auf einem guten Wege. Für spontane Maßnahmen, welche sich diesem Prozess nicht einordnen lassen, sieht die Expertenrunde keine vertretbare Grundlage. Nach intensiver Datenrecherche konnten nun erstmals mögliche Maßnahmevorschläge abgeleitet werden, mit deren technischer Ausreifung sich zunächst beauftragte Ingenieurbüros befassen müssen. Vorgesehen ist weiterhin ein notwendiger Abgleich mit Wirkungsmechanismen des sich derzeit ebenfalls in Arbeit befindlichen Niederschlagsbeseitigungskonzeptes der Stadt. Ebenfalls muss die schwierige Frage verschiedener Modelle von Rechtsträgerschaften unter Beteiligung Betroffener etwa mit der möglichen Bildung von Wasser- bzw. Bodenverbänden gelöst werden. Erst nach Klärung all dieser Themenbereiche kann die finanzielle Umsetzbarkeit von Maßnahmen nach den Förderrichtlinien des mit der Vergabe beauftragten Landesamtes für Altlastenfreistellung geprüft werden.  Wie Dr. Ekkehard Wallbaum von Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt noch einmal deutlich machte, können Planungen, Konzepte und strukturelle Maßnahmen wie etwa Verbandsbildungen mit 80 Prozent und investive Maßnahmen nach Prüfung mit 65 Prozent gefördert werden. Dabei käme auf die Beteiligten, auch die Stadt, die Frage der Eigenmittelfinanzierung vor dem derzeitigen Hintergrund als "freiwillige Aufgabe" zu. Zur Debatte stehen Finanzierungsmodelle, die auch eine Umlage von Kosten zu Lasten Betroffener über mögliche Verbandsgründungen im Sinne der der Selbstverantwortung vorsehen. Außerdem steht in diesem Zusammenhang eine Änderung des Wasserrechts seitens des Gesetzgebers aus. Für eine Förderung muss in jedem Falle ein nachgewiesenes Gemeinwohl vorliegen, sagte Dr. Wallbaum. Im Falle Schönebecks als ausgewiesenes Pilotprojekt des Landes ist im Verlaufe des ersten Halbjahres mit der öffentlichen Vorstellung erster konkreter Maßnahmen zu rechnen.