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Donnerstag, 13 Dez 2018
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Randelausbau wird gestützt /Land vor großem Förderbeschluss? PDF Drucken

GrabenWie Schönebecks Baudezernent Guido Schmidt am Donnerstag informierte, wurde die Förderung einer kurzfristigen Maßnahme zur Ertüchtigung des Randelgrabens im 3. Bauabschnitt an der Güstener Bahn, wo es um deren "Durchörterung" geht, jetzt durch das Land bestätigt. Baubeginn ist voraussichtlich noch im Dezember dieses Jahres. Der Dezernent zeigte sich sehr erfreut über diese Nachricht, handelt es sich doch um eine kostenaufwändige Maßnahme im sechsstelligen Bereich. Für die im September durch die Stadt Schönebeck beim Land beantragten, kurzfristigen Maßnahmen zur Ertüchtigung der Entwässerungsmulden im Wohngebiet Streitfeld sowie des Grabensprofils an der Magdeburger Straße stellte...

die Landesregierung eine Förderung über das kürzlich angebahnte 30-Millionen-Euro-Programm in Aussicht. Die Teilinstandsetzung von Abbrüchen im Solgraben falle in den Verantwortungsbereich des Unterhaltungsverbandes ?Elbaue?, so der Dezernent.

Einen Landtagsbeschluss noch im Dezember dieses Jahres vorausgesetzt, wird die Landesregierung in den kommenden Jahren diese 30 Millionen Euro über verschiedene, bereits existente Förderprogramme für nachhaltige Maßnahmen zur Bekämpfung des landesweiten Vernässungsproblems in Sachsen-Anhalt zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich zunächst um eine Vorabeinschätzung von Landwirtschafts- und Umweltminister Onko Aeikens, der von einem ab 2012 zur Verfügung stehenden Sondervermögen spricht. Das zu beschließende Programm fördert die Bekämpfung von ?Schäden und Gefahren infolge Vernässung und Erosion? und setzt jeweils eine umwelt- und wasserrechtliche sowie technische Prüfung voraus.

Wie der Baudezernent Guido mitteilte, wird auch die Stadt Schönebeck (Elbe) alles versuchen, um in den Genuss dieser Fördergelder zu gelangen. Dann müssten auch die notwendigen Eigenanteile der Stadt bedacht werden. Im Blick hat er dabei zum Beispiel potenzielle Maßnahmen zur Verbesserung der Vorflutsituation in der Schönebecker Region als Ergebnisse der bis 2012 durch die Hochschule Magdeburg-Stendal darzustellenden Grundwassermodellierung.

Die Erarbeitung eines solchen Konzepts als Modellprojekt war in der Arbeitsgruppe (2) Grundwasser der Stadt unter Leitung von Prof. Frido Reinstorf angebahnt und auf den Weg gebracht worden. Die akademische Arbeit selbst wird bereits durch das Umweltministerium unterstützt. Eine Förderung von daraus möglicherweise folgenden, konkreten und nachhaltigen Maßnahmen müsse allerdings technisch, finanziell und wasserrechtlich untersetzt sein, sagte Schmidt. Dies könne kein kurzfristiger Prozess sein. Bei dem digitalen Modell selbst handelt es sich um eine Computersimulation auf der Basis u. a. von topographischen, geologischen, hydrologischen und meteorologischen Daten.  Auch die Ergebnisse der durch das Land durchgeführten Stichtagmessung bzw. Referenzpegelerfassung, die Wirkung der Elbe auf die Gesamtsituation und anderes mehr werden nach Möglichkeit in die Modellierung einfließen. Parallel wird eine Kosten-/Nutzenanalyse erstellt.

Eine weitere, für eine mögliche Nutzung des 30-Millionen-Programms ins Auge gefasste Maßnahme wäre die Schaffung einer Vorflut für das aus Gnadau in Richtung Elbe abfließende Wasser. Dieses gelte es abzufangen, wofür derzeit das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten des Landes die Errichtung eines möglichen Grabensystems entlang der B 246 a untersucht. Gerade vor kurzem wurde der Beginn einer ingenieurtechnischen Betrachtung dieser Möglichkeit vom ALFF bestätigt. Hier wie auch am Solgraben rückt möglicherweise mittelfristig auch der Bau eines Siels in Zusammenhang mit einem Schöpfwerk in Blickpunkt der Bemühungen der Stadt, der Bürgerinitiative Felgeleben/Sachsenland und ihrer Arbeitskreise.

t.