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Montag, 23 Jul 2018
Sie sind hier: Start Freiwillige Feuerwehr Nachrichten
Nachrichten von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schönebeck (Elbe) PDF Drucken E-Mail

27061819.06.2018 - Orientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren – Elbenauer die Besten   

Am Wochenende fand zum 22. Mal der Orientierungsmarsch der Jugendfeuerwehren statt.
Reihum ist jede der Feuerwehren einmal dran, den Wettkampf auszurichten.
In diesem Jahr kam der Feuerwehrnachwuchs aus Schönebeck (Tischlerstraße), Bad Salzelmen, Felgeleben, Pretzien, Ranies und Gäste aus Rothensee nach Elbenau, um sein Können unter Beweis zu stellen.
Insgesamt neun Mannschaften (einige Feuerwehren hatten zwei Mannschaften gestellt) wetteiferten um die beste Gesamtleistung.
Die Mannschaften bekamen eine Karte mit, anhand derer sie sich im Gelände orientieren und den Weg von Station zu Station finden mussten.
Die einzelnen Stationen waren:
Knotenkunde
Knoten werden immer benötigt, egal ob etwas mit Seilen gesichert oder Personen oder Gegenstände abgeseilt werden sollen.
Wasser
Hier waren Ausdauer, Kraft und Zielgenauigkeit gefragt, wenn mit der Kübelspritze Wasser in Behälter zu füllen war, denn die mussten genau getroffen werden.
Saugschläuche
Zum Anschluss von Pumpen sind Saugschläuche nötig.
Diese sind schwer und sie zu verbinden, erfordert Kraft und Teamarbeit.
Fahrzeugkunde
Die Arbeit der Feuerwehr ist eine Sache von Minuten und Sekunden, da müssen alle Handgriffe sitzen und jeder muss – sogar ohne hinschauen zu müssen, die Ausrüstung kennen.
Hier war Fachwissen gefragt.
Monsterschlauch
Oft muss das Löschwasser über weite Strecken herangeholt werden.
Da kommt es darauf an, dass die Schlauchstrecken schnell gelegt sind.
Im Wettbewerb mussten drei 25 Meter lange B-Schläuche verlegt und gekuppelt werden.

Zur Erfüllung der Aufgaben waren Kraft, Ausdauer und Wissen gefragt.
Und vor allen auch Teamgeist, denn nur bei guter Zusammenarbeit schafften es die Jugendlichen, alle Aufgaben schnell zu bewältigen.
Insgesamt waren 900 Punkte zu erreichen.
Die gastgebende Elbenauer Jugendfeuerwehr kam auf 800 Punkte und damit auf Platz 1 (Foto).
Platz 2 belegte Bad Salzelmen und Platz 3 die gemischte Mannschaft Pretzien/Ranies.
Als ich Ortswehrleiter Ronald Mühlsiegel mit etwas Augenzwinkern fragte, ob denn da hoffentlich keiner beim Auszählen der Punkte geschummelt habe, konnte er belustigt, aber sicher auch mit dem gehörigen Stolz antworten: "Da brauchst Du nur mal an unsere Ehrentafel gucken, da findest Du nur erste und zweite Plätze".
(Quelle und Foto: Dr. Thoralf Winkler)

 

TdFW201828.05.2018 - Freiwillige Feuerwehr: Schönebeck feierte Tag der Feuerwehr    
 
Sachsen-Anhalt feierte erstmals einen Tag der Feuerwehr. An 25 Standorten stellten die freiwilligen Feuerwehren am Samstag, 26. Mai 2018, sich und ihre Arbeit vor. Auch Schönebeck beteiligte sich an der Kampagne des Bundeslandes bei der Gewinnung neuer Einsatzkräfte. Mit zahlreichen Präsentationen haben die Kameradinnen und Kameraden der hiesigen Stadtteil- und Ortsfeuerwehren den Brunnenfestbesuchern ihr Wissen und Können vorgeführt. Innenminister Holger Stahlknecht hatte den Aktionstag am Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge im Jerichower Land eröffnet. Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch begrüßte die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Elbestadt am Friedensplatz.  Dort fanden unter anderem Einsatzübungen, Vorführungen und Löschangriffe statt. Der Tag der Feuerwehr ist Teil der Imagekampagne des Landes gegen den Mitgliederschwund bei den ehrenamtlichen Rettern. Er soll ab sofort jährlich ausgerichtet werden. Vielen Dank an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte und fleißigen Helfer für das großartige Engagement am Samstag.

 

28051825.05.2018 - Ernennungen von Kameraden der Feuerwehr  

Oberbürgermeister Bert Knoblauch hat den Kameraden Michael Vorwerk (r.) am Donnerstag als Ehrenbeamten zum Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Pretzien sowie den Kameraden Christian Ballerstedt (l.) als Ehrenbeamten zum stellvertretenden Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Pretzien jeweils bis zum Jahre 2024 ernannt, ihnen herzlich gratuliert und die entsprechenden Urkunden überreicht. Grundlage war ein einstimmiger Stadtratsbeschluss. Auch die Leiterin des Sicherheits- und Ordnungsamtes, Janine Zug, und die Mitarbeiterin Brandschutz der Stadtverwaltung, Regina Braune, sprachen den gestandenen Feuerwehrmännern ihre Glückwünsche aus, Blumen inklusive.

 

 

ffwsalze18_01413.04.2018 - Stadtteilwehr Bad Salzelmen: Kritik an Feuerwehr-Unfallkasse

Die wichtigsten Worte fielen am vergangenen Freitag im Feuerwehrgerätehaus in Bad Salzelmen ganz am Schluss und kamen von Stadtwehrleiter Uwe Tandler: „Die Stadtteilfeuerwehr Bad Salzelmen hat weiter Bestand.“ Dafür sprach nicht zuletzt gute Teilnahme an der Jahreshauptversammlung der Wehr, die derzeit ohne Wehrleitung auskommen muss und deren Führung der stellvertretende Wehrleiter Uwe Tandler bisweilen kommissarisch übernommen hat. Er brachte damit nur das Selbstverständnis der Kameradinnen und Kameraden  zum Ausdruck, die einfach weiterhin für ihren ehrenamtlichen Dienst in Salzelmen stehen wollen. In seinem Bericht erinnerte Uwe Tandler zunächst an den verstorbenen Kameraden Otto Beye, für den eine Gedenkminute eingelegt wurde. Er resümierte sodann, dass die Wehr derzeit insgesamt 64 Mitglieder hat, 31 davon im Einsatz und davon 5 weiblich. Es gibt 12 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung, 16 Mitglieder der Jugendwehr und 7 fördernde Mitglieder. Das Durchschnittsalter bei Einsätzen betrug etwa 40 Jahre. Die Wehr setzte ihre Ausbildungsmaßnahmen im vergangenen Jahr fort, so wurde zum Beispiel Sabine Zander zur Verbandsführerin ausgebildet. Es gab 57 Brandbekämpfungen, davon 4 Wohnungsbrände, 17 mal Alarm wegen ausgelösten Rauchmeldern, 51 technische Hilfeleistungen, sieben Unfälle mit eingeklemmten Personen, 5 Gasausströmungen und 17 Alarme wegen Brandmelderanlagen. Eine Herausforderung stellte die Schadensbeseitigung nach den Stürmen dar. Uwe Tandler wies auch auf das Problem hin, werktags von 6-18 Uhr Personal für Einsätze wegen dessen Arbeitsplatzverpflichtung zusammen zu bekommen, die Einsätze waren jedoch trotzdem immer durch Kooperationen sichergestellt. Eine Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung sei deshalb dringend nötig, wiederholte er, ebenso die Wichtigkeit der Nachwuchsgewinnung. Der verschlissene Zustand mancher Einsatzfahrzeuge, aber auch weitere Rettungstechnik, veraltete Schutzausrüstung und  Handlampen machen Sorgen, führte er aus. Auch Ersatz für das ABC-Erkundungs-Kfz als jetziges Bundesfahrzeug sei nötig. Genugtuend stellte er fest, dass die Planungen für den Anbau des Feuerwehrgerätehauses 2017 begonnen haben, sehr positiv sei dabei die Einbeziehung der Kameraden und die Zusammenarbeit mit der Stadt gewesen. Nun müsse der Bau ohne Verzögerungen fertiggestellt werden.

Kritik übte er an der Feuerwehr-Unfallkasse, viele Unfälle und die Folgen von Vorschädigungen würden nicht als solche anerkannt, dies sei nicht zu akzeptieren, die Politik sei hier dringend gefragt. Der kommissarische Wehrleiter dankte allen Kameradinnen und Kameraden, auch dem zurückgetretenen Stadtteilwehrleiter, für ihre Leistungen in Einsatz, Übung und Ausbildung. Im Anschluss berichtete Markus Brosius über die Arbeit der Jugendwehr Bad Salzelmens, die derzeit 15 männliche Mitglieder hat, die sich immer montags zu Dienst und Ausbildung traf, zwei Sporttage und einen Grillabend durchführte, sich am 3tägigen Feldlager in Pretzien beteiligte und die einen Imagefilm plant. Armin David von der Alters- und Ehrenabteilung konstatierte die Gründung eines Fördervereins im Februar dieses Jahres und berichtete von der Teilnahme an einem Treffen in Bernburg sowie bevorstehend auch in Barby 2018 und  übergab die jährlich verfasste Chronik an Uwe Tandler. Dezernent Joachim Schulke zeigte sich zunächst froh, dass die Jahreshauptversammlung angesichts der nicht einfachen Situation stattfinde. Er appellierte an alle Kameraden, sich zusammenzufinden und bald zu einer neuen Wehrleitung zu kommen. Er teilte die Kritik an der mangelnden bzw. verschlissenen Ausrüstung, die entsprechenden Nachrüstungen müssen angeschoben werden, sagte er. Für die bisher gute Zusammenarbeit bei der Planung der Erweiterung des Gerätehauses bedankte sich der zuständige Dezernent. Die Gesetzesänderung bezüglich der zurecht kritisierten Unfallkasse der Feuerwehr helfe wenig, das Handeln der Kasse müsse sich ändern, forderte er. Er stimmte Uwe Tandler zu, dass angesichts solcher Zustände es um so schwerer sei, Nachwuchs für die Feuerwehr zu gewinnen. Joachim Schulke dankte abschließend ebenfalls allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Ehrendienst und wünschte auch den beteiligten Familien alles Gute. Der Abschnittsleiter Börde/Schönebeck Stefan Ziem überbrachte die Grüße des Kreisbrandmeisters, zeigte sich für Fragen und probleme der Kameraden offen und wünschte ein ruhiges 2018. Ihren Dank an die Stadtteilwehr überbrachten sodann auch die Stadträte und -rätinnen Sabine Dirlich, welche die Kritik an der Feuerwehrunfallkasse an die Landtagskollegen weiterleiten will und der Jugendwehr wieder 200 Euro zukommen lässt; Steffen Behm, der die Stärkung des Ehrenamtes für sehr wichtig erachtet; sowie Manfred Pöschke, der noch einmal an die Pressemeldungen zum Feuerwehrgerätehaus erinnerte.

Ehrungen und Beförderungen:

Sophia Weise 10 Jahre Mitgliedschaft, Sabine Zander 20 Jahre, Michael David 30 Jahre, Hans-Jürgen Krietsch 40 Jahre (!). Dennis Grube wurde zum Feuerwehrmann, Eric Rehse zum Löschmeister und Glenn Ebeling zum Brandmeister befördert. Funktionsübertragungen: Eric Rehse zum Gruppenführer, Nadine Cuno zur Gruppenführerin, Glenn Ebeling zum Zugführer. Ausgezeichnet wurden auch Stephan Zimmermann für die meisten Einsätze (89), Sabine Zander für 76 und Eric Rehse für 74 Einsätze. Herzlichen Glückwunsch! Zum Schluss berichtete Hans-Jürgen Krietsch sehr anschaulich und die Gemüter erheiternd bis bewegend über seine 40jährigen sehr unterschiedlichen Erlebnisse als Feuerwehrmann, vom Pferdegespann und H3A über die Wendezeit bis zu den heutigen Möglichkeiten und Problemen. So ging man mit viel Beifall zum gemütlichen Teil über.

 

080318

Das Mutter-Tochter-Betreuerteam
Jugendwartin und Stellvertreterin: In Felgeleben schulen Kathrin und Melanie Balder den Feuerwehrnachwuchs
(Quelle: Volksstimme vom 28.02.2018, Heike Liensdorf)

Die Arbeit mit dem Feuerwehrnachwuchs ist in Felgeleben "Familiensache". Jugendwartin ist Kathrin Balder, ihre Stellvertreterin ist ihre Tochter Melanie. Woher dieses Engagement kommt, kann die 23-Jährige auch sofort sagen: "Mama und Papa sind in der Feuerwehr. Mir ist das somit in die Wiege gelegt." Für sie sei es selbstverständlich gewesen, ihre Mutti bei der Arbeit zu unterstützen, seit sie von der Jugendwehr zu den Aktiven gewechselt ist. Die notwendigen Lehrgänge hat sie absolviert, sobald es möglich war. Kathrin Balder hört gebannt zu, während ihre Tochter euphorisch von der Arbeit mit den Jungen und Mädchen spricht, und betont, wie stolz sie auf ihre Tochter ist. Und sichtlich glücklich, dass sie mit der Begeisterung für die Arbeit in der Feuerwehr auch ihre Tochter anstecken konnte. Sie selbst ist seit 27 Jahren dabei. "Und mein zwölfjähriger Sohn ist auch in der Jugendwehr", sagt die Jugendwartin schmunzelnd. Feuerwehr ist eben Familiensache ...
Über die Nachwuchsarbeit im vergangenen Jahr berichtete bei der Jahreshauptversammlung Melanie Balder. Die Jugendfeuerwehr Felgeleben zählt derzeit zwei Mädchen und fünf Jungen. Sie treffen sich jeden zweiten Sonnabend in der Zeit von 9 bis 11 Uhr zum Dienst.
Fahrzeug- und Gerätekunde, Bunde und Stiche, wasserführende Amaturen und vieles mehr stehen auf dem "Unterrichtsplan". Der Nachwuchs war auch bei Osterfeuer und Wohngebietsfest mit eingespannt. "Sie gingen wie jedes Jahr voller Motivation an die Arbeit", so Melanie Balder. Wasserspiele wurden veranstaltet, Technik und Fahrzeuge vorgestellt. Als "fast schon eine kleine Tradition" bezeichnete Melanie Balder das Halloweenfest für die Kinder des Stadtteils. Gute Resonanz, viel Lob. Beim Orientierungsmarsch haben die Felgeleber den fünften Platz belegt. "Auch wenn er nicht viel mit feuerwehrtechnischen Vorgehensweisen zu tun hat, so lehrt er uns doch eines: Nur als Team kommen wir ans Ziel und können etwas erreichen. Denn allein bin ich nichts, zu zweit sind wir nicht viel, gemeinsam jedoch können wir alles schaffen", so die 23-Jährige. Melanie Balder war es auch wichtig, Einzelnen Danke zu sagen: "Unserem Wehrleiter Daniel Schürmann, welcher uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht und immer den Rücken stützt. Stefan Fügner, welcher, ohne lange zu überlegen, uns als Maschinist stets eine helfende Hand ist. Matthias Böttcher, welcher uns tatkräftig an Halloween unterstützte. Und natürlich unserem Betreuer Hannes Nowaczyk, der uns jeden Sonnabend beim Dienst oder bei anderen Veranstaltungen eine große Stütze ist." (Foto: Heike Liensdorf)

 

ffwfelgeleben18_02123.02.2018 - Freiwillige Feuerwehr Felgeleben: Viel Lob für die Felgeleber Stadtteilwehr

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Stadtteilwehr Felgeleben am vergangenen Freitag. Zunächst verlas Stadtteilwehrleiter Daniel Schürmann den Rechenschaftsbericht für 2017, aus dem wir hier zunächst Auszüge zitieren: „…Die Stadtteilfeuerwehr Felgeleben verfügt momentan über 31 aktive Einsatzkräfte (18 ausgebildete Atemschutzgeräteträger), davon 6 weibliche Kameradinnen. Die Alters- und Ehrenabteilung besteht aus 10 Kameraden und die Jugendfeuerwehr hat momentan 7 Kameraden. Die Stadtteilfeuerwehr wurde im vergangenen Jahr zu 58 Einsätzen alarmiert. Diese gliedern sich wie folgt auf: 34 Brandeinsätze, 24 Technische Hilfeleistungen. Die Kameraden waren insgesamt 56 Stunden und 12 Minuten aktiv. Zum wohl größten Einsatz im vergangenen Jahr wurde die Wehr im Mai alarmiert, als in den frühen Abendstunden ein Wohnhaus in der Magdeburger Straße explodierte. Allein bei diesem Einsatz waren die Kameraden knapp 6 Stunden im Einsatz. Am 22.06. zog über Schönebeck das Sturmtief "Paul" und 8 Alarmierungen innerhalb weniger Stunden waren die Folge. Hierbei lag der Schwerpunkt im ostelbischen Bereich, wo die Kameraden die anderen Stadtteil- und Ortsfeuerwehren unterstützten. Auch am 5.10. wurden über sechs Stunden wieder Sturmschäden beseitigt. Am 14.12. gegen 8 Uhr früh fuhren in Höhe Graseweg zwei Pkw frontal ineinander und eine Fahrerin war eingeklemmt. Aufgrund der Örtlichkeit war die Felgeleber die ersteintreffende Feuerwehr und musste, da die nötige Technik fehlt, auf die Kameraden der Stadtteilfeuerwehr Bad Salzelmen warten. Vielleicht, so Daniel Schürmann, kann man das Problem der fehlenden Rettungstechnik in nächster Zeit beheben. Denn in seinem Einsatzgebiet kam es wiederholt zu schwereren Unfällen. Des Weiteren kamen die Kameraden zu 44 Dienstabenden zusammen und wurden dort auf ihre Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr aus- und fortgebildet. Aber es gab nicht nur standortbezogene Ausbildung, sondern auch die Teilnahme an Ausbildungen auf Stadt-, Kreis-  und Landesebene. So konnten Kameraden zu Truppmännern, Sprechfunkern, Atemschutzgeräteträgern, Truppführern und Maschinisten ausgebildet werden. Die Kameraden führten zudem mehrere Atemschutzausbildungen im ehemaligen Schulgebäude und in den durch die SWB zur Verfügung gestellten Wohnblöcken in der Straße der Jugend  durch, festigten das Handling mit der Dekon-Komponente und übten den Aufbau des Rettungszeltes. An der neuen Tragkraftspritze wurden an mehreren Dienstabenden die Maschinisten geschult. Daniel Schürmann „verhehlte nicht“, dass es immer  schwieriger werde, die gestellten Anforderungen an eine FREIWILLIGE Feuerwehr zu erfüllen und die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten: Sei es allein die Befähigung, ein Löschfahrzeug zu fahren, seien es die vielen Stunden auf Lehrgängen oder allein die Voraussetzungen, Atemschutz zu tragen – alles werde nicht einfacher. Der Stadtteilwehrleiter weiter: „Wenn ich dann lese, dass das Land  sage und schreibe 2 x 1.000 € jeder Gemeinde zur Finanzierung von Führerscheinen zusagt, aber im gleichen Atemzug eine lächerliche, die Feuerwehr als Partytruppe abgestempelte Werbekampagne für 30.0000 € startet, frage ich mich, wer diesen Quatsch verzapft und gebe hier dem Stadtwehrleiter aus Calbe vollstes Recht, Feuerwehr ist keine Brauerei!“ Außerhalb der eigentlichen Feuerwehrarbeit richtete die Wehr im vergangenen Jahr das traditionelle Osterfeuer aus, „wenn auch mit einigen Schwierigkeiten vorne weg“, und das 10. Wohngebietsfest war auch wieder ein voller Erfolg. „Sachsenland hat mal wieder gewonnen…“ Er dankte in diesem Zusammenhang den Mitstreitern, dem Förderverein und besonders den zahlreichen Sponsoren. Des Weiteren waren die Wehr an Schulprojekten und anderen Kinder- und Jugendaktivitäten der KiTa “Gänsewinkel” und des Kreisjugendringes sowie Jugendeinrichtungen des Vereins Rückenwind engagiert. Der Stadtteilwehrleiter sieht es als wichtig an, die einzelnen Stadtteilfeuerwehren nicht als Inseln, sondern als Teil der gesamten Stadtfeuerwehr sehen. Er dankte allen Kameradinnen und Kameraden, aber auch den Familien und Unterstützern für die Einsatzbereitschaft und die geopferte Freizeit.

Kameradin Melanie Balder von der Jugendfeuerwehr vertrat sieben Mitglieder, zwei davon weiblich. Sie zog eine sehr lebendige Bilanz der Jugendarbeit mit Ausbildung in Theorie und Praxis, werbendem Engagement und einem Halloween-Fest mit Kindern, der Unterstützung von Sportfesten der Felgeleber Vereine, einem Besuch des Weihnachtsmarktes in Leipzig und dem 5. Platz beim Orientierungslauf, bei dem Teamarbeit groß geschrieben wurde. Sie dankte aber auch der Wehr und deren Leiter für die Unterstützung.

Dezernent Joachim Schulke dankte den Kameradinnen und Kameraden ebenfalls herzlich, räumte aber ein, dass die Aufgaben in diesem Ehrenamt immer schwerer zu erfüllen sind. Die Vorgaben des Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetzes sind das Eine, aber die Leistungen der Freiwilligen Wehren müssten in der Gesellschaft auch „ankommen“ und also geachtet und gewürdigt werden, betonte er. Das gelte für Kitas und Schulen ebenso wie für Unternehmen und andere Einrichtungen. Der Nachwuchs braucht Motivation. Sonst müsse man langfristig über eine Professionalisierung der Wehren nachdenken, blickte er in die Zukunft. Die starke Kinder- und Jugendarbeit in Felgeleben gebe dabei aber Hoffnung, sagte er.

Stadtwehrleiter Uwe Tandler nannte die Einsatzbereitschaft der Felgeleber beispielhaft und die Arbeit der Wehr problemlos, „ich bin gerne hier bei Euch“. Er dankte unter anderem für die Besetzung der Fernmeldedienststelle, deren Ausbau noch ausstehe. Uwe Tandler lobte die Fortbildung der Führungskräfte und den Ausbildungsstand der Stadtteilwehr. Weiterhin mahnte er u.a. die notwendige Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung an. Trotz einiger Kontroversen sei die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gut, sagte er. An das Land gerichtet forderte er, Wege für sozialverträgliche Ausbildungsmodelle zu finden, die derzeit schwer umzusetzen seien. Er beklagte zudem abermals seine fehlende Dienstzeit im Ehrenamt als Stadtwehrleiter. Auch der Stadtwehrleiter dankte der Felgeleber Wehr insgesamt, besonders auch der Jugendwehr, für ihr Engagement.

Dem Dank schlossen sich dann auch noch die anwesenden Stadträtinnen und –räte Sabine Dirlich, Werner Grundmann, Dr. Thoralf Winkler und Thomas Mogge an, die wiederum allesamt kleinere Spenden für die Jugendwehr mitgebracht hatten. Dieter Berge vom Förderverein hatte gleich 400 Euro für die Jugendfeuerwehr mitgebracht, 200 davon allein von Stadtrat Kowolik. Der Verein hatte es außerdem möglich gemacht, eine neue Martinshorn-Anlage für über 1000.- der Wehr zur Verfügung zu stellen. Der verdienstvolle Alterskamerad Werner Laurich freute sich nicht zuletzt über die rege Teilnahme der Felgeleber Kameraden an der Jahreshauptversammlung. Vielleicht auch dies ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Zukunft.

Auszeichnungen und Funktionsübertragungen

Beförderungen:
Stephan Musche (FW-Mann)
Hannes Nowaczyk (FW-Mann)

Langjährige Mitgliedschaft:
Arne Broßat (10 Jahre)
Andreas Schmidt (20 Jahre)
Martin Glaser (20 Jahre)

Funktionsübertragungen:
Christian Fügner (Zugführer)
Matthias Schütte (Gruppenführer)
Andreas Schmidt (Gruppenführer)
Dirk Lehe (Gruppenführer)

 

FW_JHV201802.02.2018 - Freiwillige Feuerwehr Schönebeck: 46 Einsätze mehr gegenüber 2016

Der Wehrleiter der Stadtteilwehr Schönebeck (Tischlerstraße) der Freiwilligen Feuerwehr, Dirk Dietzmann, resümierte in seinem Rechenschaftsbericht zur Jahreshauptversammlung am Freitag, 2. Februar 2018, beinahe das volle Programm an Einsatzmöglichkeiten im vergangenen Jahr: Durch die Kreiseinsatzleitstelle wurde die Einhundert-Kameraden-Wehr 2017 zu 192 Einsätzen alarmiert. Das waren 46 Einsätze mehr gegenüber dem Jahr 2016. Bei den insgesamt 84 Brandeinsätzen handelte es sich um: Sechs Wohnungsbrände, sechs Fahrzeugbrände, sechs Containerbrände, fünf Ödlandbrände, einen Kellerbrand, einen Garagenbrand, einen brennenden Strohballen, einen Waldbrand, acht Kleinbrände, sechs Mittelbrände, einen Gebäudebrand sowie 25 auflaufende Brandmeldeanlagen und 17 Einsätze durch Rauchmelder. Die 107 Technischen Hilfeleistungseinsätze gliedern sich in: Eine gefahrvolle Hausexplosion mit Menschenrettung, vier Verkehrsunfälle, drei Tierrettungen, zwei Tragehilfen, neun Ölspuren, vier Gasausströmungen, drei Wasserschäden, eine Verkehrsbehinderung, zwei Booteinsätze auf der Elbe, 55 Türöffnungen und eine Übung. Besonders in Erinnerung geblieben sind auch die 21 Einsätze aufgrund der Stürme im letzten Jahr. Dabei handelte es sich größtenteils um umgestürzte Bäume und herunterfallende Dachziegel. Aber, und da appelliere Dirk Dietzmann auch an die Bevölkerung, nicht jeder umgestürzte Baum ist Aufgabe der Feuerwehr. Ein umgestürzter Baum von dem keine Gefahr ausgeht oder z.B. im Zaun vom Nachbarn liegt, ist nicht Aufgabe der Feuerwehr. Bei den Unwettereinsätzen, den sogenannten Flächenlagen, kam die Fernmeldebetriebsstelle in der Tischlerstraße als örtliche Einsatzleitung zum Einsatz.

FW_JHV2018aDie fünfzig aktiven Kameraden (davon sieben Frauen) unterstützten die Kreiseinsatzleitstelle, führten und koordinierten die acht Schönebecker Wehren mit insgesamt 18 Einsatzfahrzeugen im Stadtgebiet und Ostelbien. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, dem Bauhof und dem örtlichen Energieversorger konnten taktische Entscheidungen schnell getroffen und umgesetzt werden. Ein großer Dank ging dabei an alle Beteiligten. Durch die Alarmierungen kamen 1.565 Einsatzkräfte zum Einsatz. Die Einsatzzeit für die 192 Einsätze betrug 1.748 Stunden. Eine wesentliche Aufgabe ist die ständige Aus- und Fortbildung aller Einsatzkräfte. Das wurde im Rahmen der regelmäßigen Dienste konsequent durchgeführt. 48 Dienstabende wurden für die theoretische und praktische Ausbildung genutzt, um die fachlichen Kenntnisse und technischen Fähigkeiten auf einem aktuellen Stand zu halten und den stetigen Anforderungen durch die Kreiseinsatzleitstelle gerecht zu werden. Zu den zahlreichen Dienstabenden kamen noch einige zusätzliche Termine, die zumeist an den Wochenenden oder während der täglichen Arbeitszeit durch die Kameraden abgesichert und durchgeführt wurden. 38 Kameraden haben an der Aus- und Fortbildung auf Standort-, Landkreis- und Landesebene teilgenommen. Die alljährlichen Hydrantenkontrollen führten sechs Kameraden durch. Dabei wurden im Stadtgebiet 334 Wasserentnahmestellen mittels Sicht- und Funktionsprüfung kontrolliert.Ein weiteres Tätigkeitsfeld nahm die Öffentlichkeitsarbeit ein. Dabei kamen Kindergartengruppen und Schulklassen ins Gerätehaus oder fuhren die Brandschützer zu den Kindern in die Einrichtung. Neben den aktiven gibt es noch 25 Alters- und Ehrenkameraden sowie 25 Mitglieder (davon 6 Mädchen) der Jugendfeuerwehr.
FW_JHV2018cGemeinsam mit den Alters- und Ehrenkameraden, der Traditionsgruppe und der Jugendwehr wurden viele Veranstaltungen organisiert sowie gemeinschaftliche Kameradschafts- und Schulungsabende realisiert. Ein großes Lob ging dabei an die Unterstützung der Ehrenkameraden im Gerätehaus der Wehr, welche zuvor um eine Schweigeminute zu Ehren des Verstorbenen Ehrenkameraden Hilmar Schmidt baten. Anschließend berichtete Dirk Dietzmann weiter: "Zum Erhalt und zur Intensivierung unserer Kameradschaftspflege führten wir ein Weihnachtsbaumverbrennen durch, es gab unser alljährliches Sommerfest, unser Vergnügen im Gerätehaus, wir hatten 2 Preisskate, eine Kinderweihnachtsfeier sowie unseren traditionellen Frühschoppen am 1. Weihnachtstag. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung möchte ich lobend hervorheben. Es ist nicht immer einfach, wenn man weiß, wie beide "denken". Aber mittlerweile wissen wir miteinander umzugehen. Wir auf der einen Seite, deren Ziel es ist, das bestmöglichste Ergebnis am Einsatzort zu erreichen und auf der anderen Seite die Verwaltung, für die wir zwar eine Pflichtaufgabe sind, aber durch Haushaltssperren und - konsolidierungen so manche Ersatz- oder Neubeschaffungen auf den Prüfstand kommen.  Aber letztendlich schließt sich der Kreis und beide können gut damit leben", so der Oberbrandmeister. Bert Knoblauch dankte im Namen der Stadt den Kameraden für ihren geleisteten Dienst. Schönebecks Oberbürgermeister würdigte die solide Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden, die dafür viele Stunden ihrer Freizeit opfern zum Wohle der Bevölkerung. Das Stadtoberhaupt bedankte sich für die "herausragende Leistung" der Kameraden, betonte dabei ebenfalls besonders die jeweilige Hilfeleistung bei Unwetter und Hausexplosion und lobte im Besonderen drei Kameraden, für ihre aktive Teilnahme an über 100 Einsätzen im Jahr 2017.
Das sind die Kameraden:
FW_JHV2018dDustin Joo mit 101, Jens Müller mit 137 und Frank Mantwill mit 155 Einsätzen. Aber auch an die Kameraden mit einem oder zwei Einsätzen ging der Dank des Hauptverwaltungsbeamten. Denn jede/r Einzelne hat seinen/ihren Beitrag zur Gefahrenabwehr geleistet. Ein herzliches Dankeschön ging ebenfalls an die Familien und Angehörigen für ihre Einsatzbereitschaft und gemeinsame Fürsorge. Und auch der Stadtwehrleiter Uwe Tandler würdigte die Einsätze der größten Schönebecker Stadtteilwehr und sprach den Dank der Stadtwehrleitung aus. Der Brandinspektor würdigte die Führungsrolle der Feuerwehr während der Sturmeinsätze 2017 und 2018 und sprach sich für einen weiteren Ausbau des ABC-Zuges der Elbestadt sowie weitere CSA-Geräteträger-Ausbildungen aus. Außerdem betonte der Schönebecker die gute Nachwuchsarbeit des Stadtjugendwartes René Zander. Roland Rasehorn vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Salzlandkreis, der ebenfalls bei der Versammlung zugegen war, überbrachte die Grüße des Kreisfeuerwehrverband Salzlandkreis e.V. und lobte die Alters- sowie die Jugendabteilung der Schönebecker Wehr.  Die anwesende Vertreterin des Fachdienstes Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Salzlandkreises, Janine Jurzig, lobte die Kameraden ausdrücklich für ihre vielfältigen Einsätze.
Diesen Dankesworten schloss sich der Stadtsicherheitsbeauftragte Siegfried Kliematz an. Weitere Gäste wie die Stadträte Sabine Dirlich, Cornelia Ribbentrop, Frank Schiwek und Dr. Thoralf Winkler brachten ihre Wertschätzung der Wehr Tischlerstraße gegenüber zum Ausdruck. Abschließend wurden zahlreiche Ehrungen und Berufungen vorgenommen, bevor es zum gemütlichen Teil überging.

Beförderungen:
Matthias Endemann    Hauptfeuerwehrmann
Kevin Hardtke            Hauptfeuerwehrmann
Alexander Lange        Hauptfeuerwehrmann
Philip Becker              Oberlöschmeister

Dienstjubiläen:
Philip Becker                10 Jahre
Jan Dutkiewicz             20 Jahre
Frank Mantwill              30 Jahre
Hans-Joachim Köbing    40 Jahre

Berufungen zum Gruppenführer:
Volker Jurkowski
Dirk Schulze
René Zander
Alexander Lange
Benito Schröder

Belobigung durch den Oberbürgermeister:
Volker Jurkowski

FW_JHV2018bFür ihre Unterstützung und Einsatzbereitschaft außerhalb des Einsatzdienstes und der Ausbildung werden nachfolgende Kameraden aus der Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung mit einem Präsent geehrt:

Jugendfeuerwehr: Janik Conjè, Maurice Himburg, Jan Peter Haberland
Einsatzabteilung: Claudia Strobelt-Sonnier, Eike Schüßler, Michael Stockmann

 

 

 

29011822.01.2018 - Freiwillige Feuerwehr Ranies: 2017 sehr erfolgreicher Ausbildungsstand 

Zur Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Ranies hatten sich am Samstag, 20. Januar 2018, die Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehrgerätehaus Ranies eingefunden. Ortswehrleiter Gunnar Ulrich begrüßte die anwesenden Teilnehmer(innen) und Gäste und sprach anschließend in seinem Rechenschaftsbericht von einem vielfältigen Ausbildungs- und erfolgreichen Einsatzjahr für die ostelbische Wehr. Zuvor rief der Ranieser zu einer Schweigeminute zu Ehren zweier Feuerwehrkameraden aus Deutschland (FFW Hachen, FFW Bad Salzungen) auf, welche im Einsatz beim Sturm "Friederike" um Leben gekommen sind. Bei den Einsatzkräften in Ranies ist zum Glück niemand zu Schaden gekommen. Die 24 aktiven Kameraden (zehn Frauen) hatten demnach 2017 insgesamt 24 Einsätze zu bewältigen. Unter den Einsätzen waren unter anderem vier Brände, zwei Verpflegungseinsätze, eine Ölspuren sowie 17 Ausrückungen nach Sturmschaden. 29 Dienstabende (704,5 Stunden) schlugen zu Buche. Dazu kamen noch 13 Lehrgänge. Insgesamt waren die Kameradinnen und Kameraden 1.364,35 Stunden im ehrenamtlichen Einsatz.

290118-1Aus diesem Grund dankte Gunnar Ulrich den Einsatzkräften und Familien für die hohe Bereitschaft an den Einsätzen, Dienstabenden und der guten Aus- und Weiterbildung. Gunnar Ulrich zeigte auf, dass in der kleinen Elbfeuerwehr insgesamt 38 junge und ältere Kameraden gemeldet sind. "Das macht so ziemlich zehn Prozent des Dorfes aus", ergänzte Ulrich. Der Hauptbrandmeister betonte ebenfalls die sehr gute Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Pretzien. Gunnar Ulrich hob besonders die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bei der Erneuerung der Sirenenanlage, Beschaffung neuer Spinde und Umbaumaßnahme "Feuerwehrgerätehaus" hervor. 2017 hat die Ranieser Feuerwehr unter anderem Einsatzübungen, Atemschutzstrecken, die Saugbrunnen- und Hydranten-Prüfung, Begleitung der Kleinen Friedensfahrt, Orientierungsübungen, das Oster- und Herbstfeuer, Weihnachtsfeier und einen KFZ Apell sowie das Übungshaus in Felgeleben vollzogen. Großes Lob erhielt die Jugendwehr mit ihren 14 Mitgliedern (sechs Mädchen), die 2017 rund 1.680 Dienststunden ableisteten. Jugendwart Florian Herrler lobte seine Jugendwehr nicht nur ausdrücklich bei der vorbildlichen Ausbildung, sondern auch bei der erfolgreichen Schrottsammelaktion im Ort sowie beim Orientierungsmarsch und dem Zeltlager der Schönebecker Jugendwehren und bedankte sich beim Feuerwehrförderverein für die Unterstützung. Und auch die Nachwuchsarbeit liegt dem Brandmeister sehr am Herzen.

290118-2So soll hoffentlich bald, nach erfolgter Umbaumaßnahme, eine Einweihungsfeier im neuen Gerätehaus durchgeführt werden. Es geht nicht nur um das Feiern, sondern um die Werbung. Vielleicht können so weitere Kameraden für die Feuerwehr gewonnen oder auch Ehemalige, die nun nach der veränderten Situation wieder mitmachen möchten, zurückgeholt werden. Bert Knoblauch dankte im Namen der Stadt der sehr aktiven und junge Wehr für ihren im vergangenen Jahr geleisteten Dienst und bekräftigte den gemeinsamen Wunsch einer guten Zusammenarbeit, sei es beim Umbau des Feuerwehrgerätehauses oder bei der Fahrzeugausstattung der Stadt- und Ortsteilfeuerwehren. Der Oberbürgermeister bedankte sich für die Leistungen der Wehr zugunsten der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und ihres Hab und Guts und informierte noch einmal über den Planungsprozess sowie die gesetzlichen und wirtschaftlichen Unwegsamkeiten bei der Vergabe der Bauleistung am Feuerwehrgerätehaus in Ranies. Der Feuerwehrabschnittsleiter für Bördeland und Schönebeck Stefan Ziem seinerseits überbrachte die Grüße des Landrates und Kreisbrandmeisters und dankte den Kameraden und deren Familien und Partner(innen) ebenfalls für ihr ehrenamtliches Engagement. Und auch der Stadtwehrleiter Uwe Tandler würdigte die Einsätze der Ranieser Wehr, sprach den Dank der Stadtwehrleitung aus und lobte die Wehr als festen Bestandteil in der Struktur der Feuerwehren der Stadt. Ein gemeinsames Wirken soll zukünftig verbessert und weiter ausgebaut werden, um Defizite in der Ausstattung der Feuerwehren zu beseitigen und notwendige Anschaffungen tätigen zu können. Dazu zählt natürlich die Ausstattung der Wehren mit geeigneten Einsatzfahrzeugen.

290118-3Er lobte noch einmal die gute Arbeit der kleinen "großen" Wehr, besonders auch die vorbildliche Jugendarbeit und bedankte sich ausdrücklich. Ein herzliches Dankeschön ging ebenfalls an die Familien und Angehörigen für ihre Einsatzbereitschaft und gemeinsame Fürsorge des Verpflegungstrupps. Diesen Dankesworten schlossen sich der Stadtsicherheitsbeauftragter Siegfried Kliematz und Ortsbürgermeister Rüdiger Kunze an. Letzterer griff die Zehn-Prozent-Statistik des Wehrleiters auf. "Ich bedanke mich bei euch im Namen der restlichen 90 Prozent von Ranies für euer Engagement", so Kunze. Abschließend wurden zahlreiche Ehrungen und Berufungen vorgenommen, bevor es zum gemütlichen Teil überging.

Beförderungen:
Gunnar Ulrich (Hauptbrandmeister)
Martin Hopfer (Oberbrandmeister)
Florian Herrler (Brandmeister)
290118-4Anja Groß (Hauptfeuerwehrfrau)
Sarah Steinbach (Hauptfeuerwehrfrau)
Tobias Kunze (Oberfeuerwehrmann)
Stefan Berger (Oberfeuerwehrmann)

Berufungen:
Tobias Kunze (Truppführer)
Stefan Berger (Truppführer)
Florian Herrler (Verbandsführer)

Ehrungen:
Detlef Schulz (40 Jahre)

Eine Belobigung durch den Oberbürgermeister mit entsprechender Urkunde erhielt für besondere Leistungen außerhalb des Einsatz- und Ausbildungsdienstes die Kameradin Tina Hinz.

 

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15.01.2018 - Neues Einsatzfahrzeug in Pretzien 

Die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Pretzien am Freitag, 12. Januar 2018, wurde zudem mit einem freudigen Ereignis verbunden. Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Stadtwehrleiter Uwe Tandler übergaben den Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Pretzien ein neues Einsatzfahrzeug, damit sie künftig noch schlagfertiger und einsatzfähiger sind. Angesichts der allseits bekannten Haushaltssituation war es kein einfacher Schritt gewesen, das rund 250.000 Euro wertvolle Einsatzfahrzeug zu beschaffen. Nun fand die offizielle Übergabe des modernen LF 10 (Löschgruppenfahrzeug) in der August-Bebel-Straße 24 statt. Gemeinsam mit dem Stadtchef stellte Ortswehrleiter Michael Vorwerk das Allradfahrzeug mit insgesamt 280 Pferdestärken vor. Der Pretziener zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis, wenngleich er trotzdem bemängelte, dass der "alte" TLF 16 W 50 zu frühzeitig außer Dienst gestellt wurde, während das neue FW-Vehikel noch nicht geliefert werden konnte. Am Freitagabend konnten es sich auch die Kameraden aus Felgeleben und Ranies nicht nehmen lassen, selbst mal das neue Vehikel anzuschauen. Und auch die verantwortlichen Gerätewarte zeigten sich freudig über die Neuanschaffung und wollen weiterhin den Fuhrpark achtsam pflegen.

 

180118-115.01.2018 - Pretziener Feuerwehr-Kameraden ziehen Bilanz
 
Zur Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Pretzien hatten sich am Freitag, 12. Januar 2018, die Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehrgerätehaus Pretzien eingefunden. Ortswehrleiter Michael Vorwerk begrüßte die anwesenden Teilnehmer und Gäste und sprach in seinem Rechenschaftsbericht von einem stürmischen und sehr ereignisreichen Jahr für die zentrale Stützpunktwehr in Ostelbien. Insgesamt musste die Ortsfeuerwehr zu 70 Einsätzen ausrücken. Somit verdoppelten sich die Alarmierungen im vergangenen Jahr gegenüber 2016. Allein zehn Brände mussten bekämpft und 59 technische Hilfeleistungen gegeben sowie in Versorgungseinsatz gefahren werden. In erster Linie sind die drei heftigen Stürme in Erinnerung geblieben, die insbesondere das Naherholungsgebiet heimsuchten. Aber nicht nur bei den Einsätzen konnte sich Michael Vorwerk auf die derzeit 27 aktiven Kameraden, davon drei Kameradinnen, verlassen.
Auch bei der Angliederung der Plötzkyer Kameraden und bei den zahlreichen Dienstabenden, Schulungen und Lehrgängen waren sie erfolgreich dabei, um die Einsatzfähigkeit der Ortsfeuerwehr zu erfüllen und eine 24-Stunden-Bereitschaft sicher zu stellen. Nachdem die Plötzyker Einsatzkräfte seit März vergangenen Jahres mit einer fehlenden Ortswehrleitung zu kämpfen hatten, wurden sie an die Pretziener angegliedert. "Dies sei sehr gut gelungen", lobte Vorwerk während der mündlichen Abarbeitung der Tagesordnung. Viele Ausbildungen und Übungen wurden gemeinsam durchgeführt. Sehr gute Erfolge sieht der Ortswehrleiter auch bei der gemeinsamen Arbeit mit der Ortsfeuerwehr Ranies, welche auch in diesem Jahr fortgeführt wird.

180118-2Ebenso verhält es sich mit der Jugendfeuerwehr, in der Pretziens Jugendwartin Lisa Behrendt die Vorbereitung des Aufrückens der 13 Mitglieder in die Reihen der aktiven Kameraden mit zahlreichen Aktivitäten unterstützte. Dazu zählen u.a. Geräte- und Knotenkunde, Erste Hilfe Lehrgänge, Abseilübungen, Wettkämpfe und zahlreiche Freizeitaktivitäten. Im gleichen Atemzug wurden das Wirken der sechs Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung und die Aktivitäten der Wehr bei der Absicherung der Oster-, Mai- und Herbstfeuer, dem Einholen des Maibaumes sowie des Kinderfestes und der Weihnachtsfeier gewürdigt. Insgesamt standen 30 Dienstabende mit 117 Stunden auf dem Statistikpapier. Und noch etwas Positives: Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung funktioniere und durch die vereinbarte Kooperation mit der Ortsfeuerwehr Gommern (wir berichteten) konnten - über Landkreisgrenzen hinaus - neue Impulse bei der aktiven Zusammenarbeit zugunsten der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und ihres Hab und Guts gesetzt werden. Dank gab es auch von Oberbürgermeister Bert Knoblauch, dem besonders der stürmische 22. Juni in Erinnerung geblieben sei. "Ich war selbst vor Ort und habe eine sehr aktive Wehr erlebt", sagte das Stadtoberhaupt dankend. Das Stadtoberhaupt dankte der Wehr für ihren im vergangenen Jahr geleisteten Dienst, bekräftigte den gemeinsamen Wunsch einer guten Zusammenarbeit und sagte seine Unterstützung bei der Nachwuchsförderung zu. "Jeder will im Brandfall die Feuerwehr haben, aber wenige wollen aktiv mitmachen. Dafür wollen wir weitere Anreize schaffen" so der Stadtchef. Und auch für den Unmut einiger Kameraden, wie Schäden an vorhandenen Fahrzeugen oder schwer zu kalkulierender Außerdienststellung von alten Einsatzfahrzeugen zeigte sich Bert Knoblauch verständnisvoll. Auch hier wird es Nachbesserungen und weiterhin gute Zusammenarbeit geben.Stadtwehrleiter Uwe Tandler würdigte anschließend die Einsätze der Pretziener Wehr, sprach den Dank der Stadtwehrleitung aus und lobte ausdrückliche die tolle Arbeit bei den Großschadenslagen im letzten Jahr. Ein gemeinsames Wirken, unter anderem mit der Verwaltung und den Nachbarwehren, soll zukünftig verbessert und weiter ausgebaut werden. Dazu zählen auch gemeinsame Ausbildungen der CSA-Träger und die Stabilisierung der ABC-Ausbildung im Stadtgebiet Schönebeck.

180118-3Ein herzliches Dankeschön ging ebenfalls an die Familien und Angehörigen für ihre Einsatzbereitschaft und gemeinsame Fürsorge. Ortschaftsbürgermeister Gundhelm Franke dankte insbesondere der aktiven Einsatzabteilung für ihren gesellschaftlichen Einsatz in Pretzien. Worte des Dankes fanden die Gastredner auch an die Mitglieder des unermüdlichen Feuerwehrfördervereins Pretzien, die mit ihrer finanziellen Unterstützung die Ausstattung der Wehr hilfreich ergänzen. Diesen Dankesworten schloss sich ebenfalls der Stadtsicherheitsbeauftragte Siegfried Kliematz an, der die Kameraden für den guten Ausbildungsstand lobte, welcher wiederrum als gute Basis für die Unfallverhütungsvorschriften gilt. Zum Abschluss seines Berichtes stellte der Ortswehrleiter fest, dass die Ortswehr von Pretzien in allem gut für die Aufgaben der Zukunft aufgestellt ist und übergab die anschließende Wahl zum Ortswehrleiter in die Hände des Stadtwehrleiters. Mit 23 anwesenden aktiven Mitgliedern musste die Freiwillige Feuerwehr Pretzien dem sechsjährigen Turnus entsprechend einen neuen Ortswehrleiter und seinen Stellvertreter wählen. Die Kameraden setzten dabei auf Bewährtes: Michael Vorwerk und der stellvertretende Ortswehrleiter Christian Ballerstedt wurden wiedergewählt. Herzlichen Glückwunsch. Großes Lob folgte während des nächsten Tagesordnungspunktes für die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges (wir berichten in einem nächsten Beitrag). Nachstehend genannte Kameradinnen und Kameraden wurden befördert:

180118-4Beförderungen:
Lea Specht (Ober-FW-Frau)
Lisa Behrendt (Löschmeisterin)
Nick Berloge (Löschmeister)
André Ballerstedt (Haupt-FW-Mann)

Berufungen:
Lea Specht (Truppführerin)
Lisa Behrendt (Gruppenführerin)

Ehrungen:
Daniel Brandt (10 Jahre)
Matthias Ballerstedt (20 Jahre)

 

Eine Büffelwinde für zuhause
Schönebecker Feuerwehren veräußern abgenutzte Geräte/Aktion findet erstmalig statt
(Quelle: Volksstimme vom 08.11.2017, Dan Tebel)

Ob Brennschneidgerät, Hebesatz oder Handscheinwerfer - irgendwann nutzen sich auch die Geräte der Wehren in Schönebeck ab. Aber ihr Ende ist das noch lange nicht. Viele werden es aus dem eigenen Keller oder der Garage kennen - Gerümpel. Dabei sind so manche Dinge noch top in Schuss, während andere schon den Geist aufgegeben haben. Und das ist bei den Gerätehäusern der Feuerwehren in Schönebeck kaum anders. Stadtgerätewart Tino Dietze hat sich deswegen wohl zu einem "Herbstputz" entschlossen, nachdem er die Gerätehäuser der Feuerwehren in Schönebeck inspiziert hat. Der Grund: Manche Geräte sind schlichtweg zu alt für die Einsätze der Rettungskräfte, andere wiederum funktionieren nicht mehr oder nur noch bedingt. "Wir mussten diese Geräte aus dem Einsatz ziehen.
Zum Teil übersteigen Reparaturen den eigentlichen Wert des Gerätes", erzählt Dietze. Also raus damit! Und bevor man es kostenpflichtig entsorgen müsse, könne man es Interessenten ja noch anbieten, so der Stadtgerätewart. Denn wenn eine Hydraulikpumpe nur noch 70 Prozent der eigentlichen Leistung bringt, sei sie für die Feuerwehren unbrauchbar, aber für den einen oder anderen Privatgebrauch sicherlich noch hilfreich, so Dietze. Einige defekte Geräte sind zudem vielleicht für Bastler interessant, könnten aber auch als Ersatzteilspender dienen. Aber was kostet eigentlich eine gebrauchte Lenzpumpe? Und wie lässt sich der Wert eines alten Druckminderers bestimmen? Diese Fragen musste sich dann Andrea Alzuro Lopez, Gleichstellungsbeauftragte und Mitarbeiterin beim besonderen Ordnungsdienst in Schönebeck, stellen. Sie ist kurzerhand zur Herrin über die alten Schönebecker Feuerwehrutensilien geworden.Das Problem: Viele der Teile haben keine Inventarnummern und lassen sich dementsprechend keinen genauen Wert zuordnen, so die Mitarbeiterin. Ein Feuerwehrfahrzeug, so wie es die Wehren schon des Öfteren verkauft haben, hat eine eindeutige Nummer, anhand derer sich ein Wert festmachen lässt. Die technische Beladung der Fahrzeuge allerdings nicht. Bleibt also nur die Ermittlung über den Zeitwert. Über die Abschreibelisten vom Bundesministerium für Finanzen konnte Andrea Alzuro Lopez somit Werte für die Geräte errechnen, mit denen dann die Kämmerei der Stadt konform ging.  Insgesamt 13 Angebote finden sich nun auf der Internetseite der Stadt Schönebeck wieder - vom Kompressor bis zur defekten Lampe ist alles dabei. Aber wer kauft sich einen Hebesatz für den Privateinsatz? Vom Kleinunternehmer oder ehemaligen Feuerwehrleuten bis zu größeren Firmen seien Interessenten vertreten, heißt es von den beiden.
Neben vier schriftlichen Angeboten gebe es bereits auch einige mündliche, sagt Andrea Alzuro Lopez. Ein Anbieter hebt sich dabei jedoch ab - das Fahrzeugmuseum Staßfurt hatte Interesse vermeldet. "Einige alte Schläuche haben wir dem Museum als Dauerleihgabe überlassen", erzählt Tino Dietze. Vielleicht finden sich in den kommenden ein oder zwei Wochen, so lange möchte Andrea Alzuro Lopez noch Angebote für die alten Feuerwehrutensilien annehmen, weitere Liebhaber oder Interessenten.