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Samstag, 21 Sep 2019
Sie sind hier: Start Aktuelles 2019 09 / 2019 Dieter Schüler im TREFF: „Das Wort schön zieht sich durch mein Leben“
Dieter Schüler im TREFF: „Das Wort schön zieht sich durch mein Leben“ PDF Drucken

fcmdieters_008Eine würdige Eröffnung seiner Ausstellung anlässlich seines 80. Geburtstages erlebte der Schönebecker Kunstmaler Dieter Schüler am Samstag im Soziokulturellen Zentrum TREFF. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um zu gratulieren und der Vernissage beizuwohnen – darunter auch die Stadtratsvorsitzende Cornelia Ribbentrop, Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Stadträtin Sabine Dirlich. Nachdem Katja Michler vom TREFF die Anwesenden herzlich begrüßt hatte, würdigte das Stadtoberhaupt ausführlich das künstlerische und soziokulturelle Wirken des Rathauspreisträgers und langjährigen Leiters des Kultur- und Heimatvereins. Die Laudatio hielt Künstlerkollege Hans Manhart aus Bad Harzburg. Dieter Schülers Enkelin Lisa begleitete die Veranstaltung mit überzeugenden und die Herzen berührenden Gesangsbeiträgen, gekrönt vom bekannten Lied „Halelujah!“ Das Stadtoberhaupt sagte unter anderem: „Das Leben, steht in der Einladung, ist ein Malkasten. Aber bei Dieter Schüler, liebe Gäste, war das kein...

Malkasten im stillen Kämmerlein. Dieter Schüler - gelernter Dreher, studierter Pädagoge und viele Jahre als Lehrer an verschiedenen Schulen im damaligen Kreis Schönebeck tätig – bringt sich schon seit gut 50 Jahren und länger in das gesellschaftliche Leben unserer Stadt ein. Es gibt zahlreiche Beispiele für seine ehrenamtliche Tätigkeit, und ich kann hier nur wenige nennen: Da ist sein frühes Wirken im Kulturbund der DDR, da ist weiter seine Funktion als Leiter des damaligen Kreiskulturhauses, und im Jahre 1981 erhielt er übrigens die Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber für seine beharrliche Kulturarbeit. Vor allem aber muss man seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender des ehemaligen Kultur- und Heimatvereins unserer Stadt benennen. Gerade hier im von ihm geführten Malzirkel dieses Vereins hat er ungezählten Schönebeckerinnen und Schönebeckern das Handwerkszeug des Malens und Zeichnens beigebracht und damit das kulturelle Leben unserer Stadt ganz wesentlich bereichert. Dieter Schüler hat seine deutlichen künstlerischen Spuren in Schönebeck hinterlassen. Und immer wieder sind es neben Porträts, Naturansichten und Tieren auch Heimatmotive, die er in seinen Bildern verewigt hat… Aber auch als – sozusagen - kultureller Botschafter war er für Schönebeck unterwegs, und das sehr aktiv, wie die folgende Aufzählung illustrieren möge: Mit Ausstellungen im Europahaus Mayrhofen in Tirol, in Gommern, in Ahrenshoop, in der Partnerstadt Garbsen, in Bad Suderode, Calbe, Goslar, Barby, Bad Harzburg und Bad Iburg. In der Sommerakademie von Alterode traf er sich mit zahlreichen Künstlern aus ganz Deutschland. Und er hat es mit seinen Werken bis in  Landtag von Magdeburg geschafft. In Schönebeck selbst erinnern sich Besucher dieses Soziokulturellen Zentrums TREFF hier gern an die Ausstellungen von Dieter Schüler, aber auch das Klinikum, die Stadtbibliothek, der Salzturm, der Soleturm, Kindertagesstätten, Arztpraxen und die Stadtwerke gaben Kulissen für seine farbenfrohen Gemälde her. Und auch in unserem Industrie- und Kunstmuseum iMUSEt, welches gerade mit Ausstellungen von Werner Tübke und Ewald Blankenburg auf sich aufmerksam machte und macht, sind Sie, lieber Dieter Schüler, dauerhaft präsent. Viele Menschen aus unserer Region und darüber hinaus haben die Kunst von Dieter Schüler kennen und schätzen gelernt. Infolge seines großen gesellschaftlichen und kulturellen Engagements sowie auch seiner zahlreichen Ausstellungen in Nah und Fern mit so vielen Besucherinnen und Besuchern wurde Dieter Schüler im Jahre 2010 mit dem Rathauspreis der Stadt Schönebeck (Elbe) für das Jahr 2009 ausgezeichnet. Eine Ehre, die nur wenigen Menschen zuteil wird.“ Hans Manhart nannte den Künstler einen „umtriebigen Schönebecker“, „Vollblutkünstler mit viel Humor“ und lobte dessen Beständigkeit und Treue. Er sei überall präsent gewesen, „wo irgendwo ein Galeriehaken hängt“, unterstrich Manhart das Engagement Schülers. Dessen Ästhetik sei mehr als nur Dekor und Selbstzweck, vielmehr ein „geistiges Lebensmittel und Jungbrunnen“, führte der Laudator aus. Dieter Schüler selbst bedankte sich für all die Worte und Glückwünsche: „Malen ist Freude für mich, und Freude möchgte ich mit meinen Bildern auch anderen Menschen machen. Und Farben müssen dabei leuchten. Der Begriff ,schön´ zieht sich durch mein Leben.“ Ob er solange malen wolle, wie er den Pinsel halten könne, wurde er gefragt. Er bejahte das, fügte aber hinzu: „Naja, bis meine Frau sagt: Nu reichts!“