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Samstag, 18 Aug 2018
Sie sind hier: Start Aktuelles 2018 06 / 2018 Hochwasserschutz: LHW informierte Anwohner über Maßnahme „Elbtor“
Hochwasserschutz: LHW informierte Anwohner über Maßnahme „Elbtor“ PDF Drucken

elbtorMitarbeiter des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt LHW, Flussbereich Schönebeck, und der beauftragten Tiefbaufirma aus dem Erzgebirge erläuterten Anwohnern des Schönebecker Elbtors und Umgebung am Dienstag im Rathaus die nächste große Baumaßnahme der Deichlückenschließung im Rahmen der zu errichtenden, präventiven Hochwasserschutzlinie auf der Stadtseite Schönebecks. Das aufwändige Vorhaben „Elbtor“ zieht sich in sechs Bauabschnitten über etwa 250 Meter nordwestlich der Salzblume über das Elbtor bis zur alten Elbbrücke (Thälmannbrücke). Die technisch komplizierten Arbeiten mit dem Bau kombinierter oder getrennter mobiler und stationärer Schutzwände beginnen am 23. Juli dieses Jahres und werden voraussichtlich etwa zwei Jahre andauern. Unter anderem mit 120 Tonnen schweren...

Großbohrgeräten werden massive Stahlbeton- bzw. Stützwände nebst Spundwänden sowie Blendwerken aus Naturstein errichtet. Die Gründungssicherung erfolgt durch Bohrpfähle und stahlbewehrte Betonbalken. Alte Wände werden z.T. abgetragen. Die Gründungssicherung der neuen wird durch Stahlbetonpfähle mit einem Durchmesser von 88 Zentimetern erreicht, die teilweise mit Mikropfählen stabilisiert werden. Die Wände erhalten am Elbufer zum Teil einen Glaswand-Aufbau, um eine Sichtmöglichkeit für Anwohner zu gewährleisten. Insgesamt soll das Schutzziel einer Höhe von 51,14 Metern NN erreicht werden. Das ist etwa die halbe Fensterhöhe der unteren Etagen von am Elbtor anrainenden Wohngebäuden. Das große Hochwasser 2013 hatte 50,32 m NN erreicht. Oberhalb des Elbtores an der Mündung Müllerstraße werden die Voraussetzungen für ausschließlich mobile Schutzelemente gegen Hochwasser geschaffen. Die als Parkplatz genutzte Fläche des Elbtores wird für die Zeit der Baumaßnahme vollständig gesperrt. An der Salzblume wird ein Bauwagen platziert, in dem immer dienstags um 10 Uhr eine Bauberatung stattfinden wird, an der auch Anwohner teilnehmen und Fragen stellen können. Im Vorfeld der Maßnahme wird es individuelle Termine sowie Gespräche mit den Anwohnern geben, die auch der Beweissicherung durch einen neutralen Gutachter dienen. Hier wird eine Zustandserfassung des Grundstückes bzw. der Immobilie vor und nach der Maßnahme durchgeführt, um eventuelle Schäden nachweisen zu können. Transporte oder Lieferungen sollten Anwohner der Bauleitung mitteilen, damit Möglichkeiten geschaffen werden können. Auch die Müllentsorgung soll in Abstimmung und mit Unterstützung geschehen. Ein Bauschild informiert über weitere Kontaktmöglichkeiten. Die Baufirma arbeitet zwar mit „erschütterungsarmem“ Bohren, aber der Spezial-Tiefbau wird nicht ohne manche Störungen, etwa durch Lärm, auskommen können. Nach den Vorstellungen nicht zuletzt des Elbufer Fördervereins Schönebeck sollte im Herbst eine größere Informationsveranstaltung über die weitere Deichlückenschließung am stadtseitigen Elbufer Schönebeck durch den LHW durchgeführt werden.