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Dienstag, 25 Sep 2018
Sie sind hier: Start Aktuelles 2018 05 / 2018 Industriemuseum: Wiedereröffnung nach Sanierung des Stehfalzdaches
Industriemuseum: Wiedereröffnung nach Sanierung des Stehfalzdaches PDF Drucken

Imuset_Erffnung201_KopieZur Wiedereröffnung des Schönebecker Industriemuseums sowie einer dachsanierten Maschinen-Schauhalle luden die Kuratoren des Industriemuseums am Samstag, 12. Mai 2018, in die Ernst-Thälmann-Str.5a in Schönebeck ein. Dr. Georg Plenikowski begrüßte die zahlreichen Gäste und berichtete während seinen Grußworten von den erfolgreichen Umbauarbeiten am Stehfalzdach des Museums sowie den vielen technischen Höchstleistungen der vergangenen Jahrhunderte in der Elbestadt insgesamt. Der Präsident des „Industriemuseum Schönebeck/Elbe e.V.“ – Erlebniswelt Technik und Innovation (iMUSEt) wies stolz darauf hin, dass seine Bauarbeitsgruppe von Anfang an die Bausumme auf 2,1 Millionen Euro geschätzt habe. Veranschlagtes Geld und geplante Bauzeit seien eingehalten worden - im Gegensatz zu Großprojekten in Berlin und Magdeburg. Dabei ging ein großer Dank an die Beteiligten beim Land, Kreis und bei der Stadt sowie an die bauausführenden Firmen, welche zum Gelingen des ersten Bauabschnittes beigetragen haben. Staatssekretär Dr. Sebastian Putz vom Verkehrsministerium Sachsen-Anhalts, Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch und Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch gratulierten herzlich zur...

Imuset_Erffnung2018d_Kopiefeierlichen Einweihung und bedankten sich unter anderem bei den "Museumsmachern" und den Bauunternehmen für das großartige Engagement zur Schönebecker Geschichte und zur Schaffung eines weiteren touristischen Angebotes in der Region. Ein Dank ging ebenfalls an die zahlreichen Unterstützer, Sponsoren und Helfer, die zur Umsetzung des Museum von der ersten Idee im Jahre 1993 bis heute beigetragen haben.

Folgende Auszüge der Rede des Stadtoberhaupts:

Imuset_Erffnung2018c_Kopie"So wie die junge Generation dafür Verantwortung übernehmen muss, damit nicht wieder geschieht, was die Vorfahren Ungutes taten, so muss sie umgekehrt auch das, was die Vorfahren Gutes taten, ehren und im Gedächtnis bewahren. Das ist der tiefere Sinn eines Museums. Ich freue mich deshalb sehr, dass das gewachsene und immer mehr auch äußere Gestalt annehmende Industriemuseum Schönebeck, das iMUSEt, heute wiedereröffnet wird. Herzlichen Glückwunsch dazu! Gemeinsam mit seinem Kunstbereich ist es zu einem festen Pfeiler und zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens Schönebecks geworden. Es spiegelt das verdienstvolle Wirken, die Leistungen, die Produkte und Werke der Könner und Macher dieser Stadt Schönebeck, der Ingenieure, der Künstler und nicht zuletzt der berufstätigen Bevölkerung. Dieses Museum ermöglicht nicht nur interessante Stunden regionaler Geschichte und spannender Anschauung. Es gibt uns allen auch ein wenig Stolz, Rückgrat und Selbstbewusstsein. Eigenschaften, die nach der Wende verloren zu gehen drohten. Die Sicherung und Sanierungsmaßnahmen am iMUSEt sind einen großen Schritt vorangekommen: Das Dach des Maschinenhauses ist schmuck, neu und endlich dicht: Die größte Sorge, dieses undichte Dach, ist mit dem 1. Bauabschnitt nun beseitigt worden. Anders als andere Bauvorhaben ist man dabei sowohl im Kostenrahmen als auch im zeitlichen Rahmen geblieben. Chapeau! Man kann von einer Punktlandung sprechen.

Neben den großartigen technisch-industriellen Ausstellungsstücken, den wunderbaren Kunstwerken und interessanten Veranstaltungen des iMUSEt ist auch das architektonische Ensemble bemerkenswert und erhaltenswert. Wer weiß dies besser als der Verein um Sie, verehrter Herr Dr. Plenikowski…

Das Außen und innen sollen einmal eine Einheit bilden mit Maschinenhaus, Fabrikantenvilla und ehemaligem Wohnhaus des Betriebsingenieurs, von dem weiteren Gebäude im Hinterhof einmal abgesehen. Wie man hört, ist der nächste Schritt denn auch nicht fern: Die umfangreiche Fassadensanierung des Maschinenhauses. Das Museum besteht seit sieben und der dazugehörige Verein mit seinen etwa 30 Mitgliedern schon seit neun Jahren. Was hier inzwischen vor allem durch seine Mitglieder entstanden ist und entsteht, nötigt uns allen großen Respekt und hohe Anerkennung ab. Und ein ganz großes Dankeschön aus städtischer Sicht! Ich denke, wir haben als Stadt immer gern und eng mit dem iMUSEt zusammengearbeitet, haben uns in den Kampf um Fördermittel eingereiht. Unsere Arbeitskontakte haben funktioniert. Dies geschah auch vor dem Hintergrund, dass dieser Verein anders als mancher andere zu 100 Prozent für das Gemeinwesen, für uns alle also, wirkt und arbeitet.

Imuset_Erffnung2018b_KopieEin kulturelles Highlight mit weitreichend regionaler Bedeutung aus dem Boden zu stampfen und dauerhaft zu etablieren - das ist eine  großartige Leistung! Diese Leistung dient vor allem einem Zweck, und wir alle wollen diesem Zweck gemeinsam dienen: Wir müssen die Identifizierung der Bürgerinnen und Bürger mit sich selbst und ihrem Umfeld, mit ihrer Heimatstadt stärken. Bürger mit einem guten Selbstwertgefühl und mit berechtigtem Stolz auf das Erreichte machen eine starke Stadt aus! Nur Bürger mit einer gesunden Identität und der entsprechenden Verbundenheit mit ihrer Stadt werden selbst aktiv sein und mit anpacken. Mit dem iMUSEt haben sie ein hervorragendes Beispiel. Auch dafür danke ich Ihnen, Herr Dr. Plenikowski und allen Vereinsmitgliedern herzlich. Und ich danke heute auch dem Fördermittelgeber vom Land Sachsen-Anhalt, den Planern, den Baubetrieben und allem Menschen und Einrichtungen, die mit Ausstellungsstücken und Kunstwerken zum Profil dieses Museums beigetragen haben. Ich wünsche dem Museum viel Erfolg, weiteren Baufortschritt und ab sofort viele viele Besucher!"

Imuset_Erffnung2018a_KopiePlaner Berthold Heinecke unternahm im Namen der an der Sanierung beteiligten Baufirmen einen Exkurs in die Elektrifizierung Deutschlands und stellte heraus, dass die drei zum Museum gehörenden Gebäude selbst Ausstellungsstücke sind. Friedrich Anders Allendorff und seine Familie überreichen dem Museum ein Werbeschild aus alter Zeit, als die Allendorffs in Schönebeck noch Bier brauten. Anschließend konnte die Gäste eine persönliche Führung mit Georg Plenikowski durch die Räumlichkeiten des Museums erleben.