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Samstag, 15 Dez 2018
Sie sind hier: Start Aktuelles 2018 03 / 2018 "Salzlandfrau" 2018 - Ehrenpreise gingen an zwei Schönebecker Frauen
"Salzlandfrau" 2018 - Ehrenpreise gingen an zwei Schönebecker Frauen PDF Drucken

SLFrauen2018_KopieAm 7. März 2018 wurden zum zehnten Mal im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung zum Internationalen Frauentag sieben Frauen für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement mit der Vergabe des Ehrenpreises  "Salzlandfrau" 2018 im bis auf den letzten Platz besetzten Dr.-Tolberg-Saal des SOLEPARKs Schönebeck/Bad Salzelmen ausgezeichnet. Veranstalter der Preisvergabe waren der Salzlandkreis sowie die Städte Bernburg (Saale), Schönebeck (Elbe) und Staßfurt mit ihren Gleichstellungsbeauftragten, die Salzlandsparkasse, die Salzlandküche GmbH und die Volksküche Aschersleben/Staßfurt GmbH. Finanzielle Unterstützung leisteten zudem die Stadtwerke Schönebeck GmbH, die Stadtwerke Staßfurt GmbH und die Erdgas Mittelsachsen GmbH. Zudem hatte Landrat Markus Bauer die Schirmherrschaft für die Ehrenpreisvergabe 2018 übernommen. Mit den ...

SLFrauen2018a_KopieEhrenpreisen "Salzlandfrau" 2018 wurden folgende Frauen ausgezeichnet: Rita Föhse aus Staßfurt in der Kategorie Politik, Arnhild Peters aus Bernburg (Saale) in der Kategorie Gesellschaft, Jutta Röseler aus Barby (Elbe) OT Glinde in der Kategorie Kultur, Hella Richter aus Schönebeck (Elbe) in der Kategorie Soziales und Brigitte Brock aus Schönebeck (Elbe) in der Kategorie Sport. Ein weiterer Ehrenpreis ebenfalls in der Kategorie Soziales wurde an Christel Görmer aus Staßfurt OT Atzendorf vergeben und Hilde Johann aus Calbe (Saale) wurde in der Kategorie Lebenswerk ausgezeichnet. Die Festveranstaltung wurde durch die stellvertretende Oberbürgermeisterin der Stadt Schönebeck (Elbe), Gisela Schröder, mit würdigen Worten eröffnet.

SLFrauen2018b_KopieDie Dezernentin der Stadt Schönebeck bedankte sich unter anderem bei allen Beteiligten und lobte ausdrücklich das großartige Engagement der Salzlandfrauen im Salzlandkreis. Landrat Markus Bauer, Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, und Dr. Andrea Blumtritt, Beauftragte für Frauen- und Gleichstellungspolitik des Landes Sachsen-Anhalt richteten im Anschluss ihre Grußworte an die Gäste der Veranstaltung. In den Dankesworten spielten die Frauen des Kreises, deren ehrenamtliches Engagement sowie das Thema der Gleichberechtigung eine wichtige Rolle. Danach wurden die eingereichten Nominierungsvorschläge verlesen und die einzelnen Laudationen im Rahmen der Preisverleihung von den jeweiligen Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der Städte und Gemeinden gehalten, in denen die "Salzlandfrauen" 2018 wohnhaft sind. Durch den Programmablauf der Festveranstaltung führte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schönebeck (Elbe), Andrea Alzuro Lopez. Das musikalische Rahmenprogramm wurde in diesem Jahr von jungen Talenten der Kreismusikschule "Béla Bartók", Standort Schönebeck, unter Leitung von Frau Sandra Preuß gestaltet. Der Nachmittag klang dann bei Kaffee und einem wunderbaren Kuchenbuffet aus.

Hella_Richter2018_KopieDie Preisträgerin "Salzlandfrau" 2018 in der Kategorie Soziales kommt aus der Elbestadt und ist Hella Richter. Sie gehört bereits seit 1994 zu den Mitgliedern der Regionalgruppe Schönebeck der Deutschen Parkinsonvereinigung und leitet diese seit 2004 als deren Vorsitzende. Obwohl Frau Richter selbst von dieser unheilbaren Krankheit betroffen ist, versucht sie mit voller Energie sowie hohem persönlichen Einsatz immer wieder, den Gruppenmitgliedern neuen Lebensmut zu vermitteln. Dafür organisiert sie vielfältige Veranstaltungen, führt Beratungs- und Informationsgespräche durch und sorgt zudem für gesellige Stunden. Neben Vorträgen mit kompetenten Ärzten einschließlich Besuchen in speziellen Parkinsonkliniken gehören auch Ausflüge, Dampferfahrten, Jubiläumsveranstaltungen, Kaffee-, Spiel-sowie Bastelnachmittage zu ihren täglichen Aufgaben.

Hella_Richter_KopieJeden ersten Montag im Monat findet eine Versammlung mit allen Mitgliedern statt, auf der nicht nur die von ihr geplanten Termine und Aktivitäten bekannt gegeben und beraten werden, sondern auch jeder Einzelne die Möglichkeit hat, über seine Befindlichkeiten zu sprechen, denn die Krankheitsbilder sind sehr unterschiedlich und oft muss mit großem Bedauern festgestellt werden, wie schnell die Krankheit die Persönlichkeit des Menschen verändert. Getreu dem Gruppenmotto "Es geht immer noch ein bisschen weiter" und "Ich schaff das schon" ist es das Ziel Hella Richters, durch Presseveröffentlichungen, persönliche Gespräche und "Schnupperkurse" die Betroffenen aus ihrer Isolation heraus zu holen und noch zögernde Parkinsonerkrankte in die Gruppe zu integrieren. So betreut sie derzeit 50 Personen, die aus dem Salzlandkreis und dem Landkreis Jerichower Land kommen. Da eine sportliche Betätigung für die Betroffenen überaus bedeutsam ist, zeichnet sie für die Organisation nicht nur der An- und Abfahrt zu den Sportstunden, sondern auch für die monatlichen Kegelnachmittage einschließlich regelmäßiger Teilnahme am Kegelcup des Allgemeinen Behindertenverbandes Sachsen-Anhalt verantwortlich. Darüber hinaus nimmt sie stets an allen Weiterbildungsveranstaltungen der Regionalgruppenleiter von Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen teil, erledigt gewissenhaft und fristgemäß Zuarbeiten für den Bundesverband der Parkinsonvereinigung Deutschland und ist ebenfalls langjährig im Seniorenrat der Stadt Schönebeck (Elbe) aktiv tätig. Ihr aufopferungsvoller Einsatz für andere Menschen ist zu ihrem Lebensinhalt geworden und für uns ein Vorbild für ehrenamtliche Arbeit.

Brigitte_Brock_KopieDie Preisträgerin "Salzlandfrau" 2018 in der Kategorie Sport kommt ebenfalls aus Schönebeck und heißt Brigitte Brock. Sie ist seit dem 01.01.1982 im Verein Union 1861 Schönebeck, Abteilung Turnen, als Trainerin ehrenamtlich tätig. Dreimal in der Woche kommt sie in die Turnhalle, um 76 Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren den Spaß am Turnen zu vermitteln. Mit ihren 73 Jahren ist sie noch körperlich fit und scheut sich auch nicht, ab und zu Übungselemente am Gerät vorzuführen. Zweimal pro Woche betreut sie die jüngsten Turnerinnen von 4 bis 6 Jahren der Nachmittagsgruppe, denen sie spielerisch das Turnen an den Geräten beibringt. Die Kleinen vergöttern sie und möchten nicht von ihrer Seite weichen, wenn sie den Trainer wechseln müssen, um dann in den Wettkampfbetrieb einzusteigen.

Brigitte_Brock2018_KopieIn der Abendgruppe trainiert sie dann die Mädchen bis 10 Jahre. Da von Jahr zu Jahr die Wettkampfanforderungen steigen, muss man auch doppelte Arbeit leisten. Dafür tut Frau Brock alles und konnte mit ihren Schützlingen auch schon große Erfolge, z.B. die Landesmeisterschaft erzielen. Wenn es zu den Wettkämpfen im Kreis oder regional geht, opfert sie auch das ein oder andere Wochenende dafür. Genauso stehen ebenfalls regelmäßige Fortbildungen an, in denen unsere Preisträgerin ihr technisches Wissen erweitert. Schon vor einigen Jahren sagte sie, dass sie "kürzer treten möchte". Doch ohne sie läuft das Turnen nur auf "halbvollem Akku". Wir wünschen uns, dass sie dem Turnsport noch lange erhalten bleibt. Allen Preisträgerinnen einen herzlichen Glückwunsch.