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Freitag, 23 Feb 2018
Sie sind hier: Start Aktuelles 2015 01 / 2015 WorldWideWeb in Schönebeck: Machbarkeit der Vollversorgung durch zukunftsfähiges Glasfaserkabel
WorldWideWeb in Schönebeck: Machbarkeit der Vollversorgung durch zukunftsfähiges Glasfaserkabel PDF Drucken E-Mail

Wiederbelichtung_von_machb_001Der Referent prophezeite augenzwinkernd das ?Ende der Dummheit?: Wesentliche Ergebnisse des Abschlussberichtes der Machbarkeitsuntersuchung zur Errichtung eines mit Glasfaserkabeln bestückten Hochleistungsnetzes (NGA) im Stadtgebiet Schönebeck (Elbe) trug am Dienstag dieser Woche Dirk Bartens vom beauftragten Institut I2KT einem überschaubaren Kreis von Interessenten aus Medien, Verwaltung und Stadtrat im Stadtwerkehaus an der Friedrichstraße vor. Auch Oberbürgermeister Bert Knoblauch und SWS-Geschäftsführer Friedrich Husemann waren unter den aufmerksamen Zuhörern. Mit dem ins Auge gefassten, flächendeckenden Ausbau bzw. der Errichtung eines solchen Breitband- bzw. Glasfaserkabelnetzes...

vor allem auch in den Gewerbegebieten soll sich der Datendurchfluss für Nutzer des Internets in der Stadt spürbar verbessern bzw. verschnellern. Von jetzt oftmals nur 2 MBit soll die Leistung dann auf 50 MBit gesteigert werden können. Als Quintessenz und zunächst notwendige Handlungsempfehlungen nannte IT-Experte Bartens

-       einen generellen Stadtratsbeschluss einer Breitbandversorgung,

-       die Durchführung einer Markterkundung zur Findung von potenten Errichtern bzw. Betreibern eines Next Generation Access-Netzwerkes NGA auch ohne Fördermittel,

-       weiterhin die Durchführung eines Verfahrens der entsprechenden Interessenbekundung bzw. der Suche eines Netzbetreibers per Ausschreibung, der Pächtern oder Mietern von Teilen des Glasfasernetzes das wirtschaftlichste Angebot unterbreiten kann, 

-       die Nutzung möglicher Synergien durch Partnerschaften mit Umlandgemeinden bis hin zur möglichen Gründung eines Zweckverbandes

-       die Betrachtung des so genannten Vectorings, womit die Aufrüstung bestehender Kupferleitungen in Verteilerkästen von Anbietern wie Telekom gemeint ist, was den Aufwand und damit die Kosten für Glasfaserkabel reduzieren könnte,

-       die Prüfung des Bestandes an Leerrohrkanälen von kommunalen Medienversorgern auf Weiternutzung mit Glasfaserkabeln unter Nutzung der Bundesrahmenrichtlinie sowie

-       das gezielte Stellen von Förderanträgen über Programme wie ELER oder EFRE.

Bei einer möglichen Umsetzung der NGA-Idee kommen drei Technologien in Frage, denen die finanziellen Kapazitäten einer Kommune bzw. von Betreibern möglichweise Grenzen setzen, wodurch es hier auf eine realistische Herangehensweise ankommt. Da wäre erstens die technisch anspruchsvollste Variante der Versorgung mit Glasfaser für sämtliche Haushalte bzw. Nutzer (FTTH). Die zweite Alternative wäre mit FTTB eine Glasfaserversorgung zumindest aller Gebäude. Diese Variante wird favorisiert. Die dritte Möglichkeit FTTC würde bedeuten, lediglich die Knoten, also die grauen Verteilerkästen im Stadtgebiet mit Glasfaser auszustatten, was einen Aufwand von etwa 3 Millionen Eure bedeutete. Bei einer Refinanzierungsphase von FTTB von 20 Jahren entstünde einer Deckungslücke von 9 Millionen Euro mit einem Eigenanteil von 1-2 Millionen Euro bei Förderung. Je mehr Teilnehmer, desto geringer allerdings die Deckungslücke, weshalb man in einem solchen Fall von einem Modell spricht.

Der Referent stellte abschließend fest, dass das Feedback möglicher Nutzer eines Hochleistungsnetzes in Schönebeck jedoch noch zu gering sei. Eine Entscheidung noch 2015 sei jedoch notwendig. Bedauert wurde, dass der Bund diese Versorgung mit schnellem bzw. überhaupt Internet nicht als Daseinsfürsorge ansieht.