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Montag, 22 Okt 2018
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Aus der Chronik der Wasserwehr der Stadt Schönebeck (Elbe) PDF Drucken

Berufung_201831.01.2018 - Stellvertretender Wehrleiter berufen

Schönebecks Dezernent Joachim Schulke hat am Dienstag, 30. Januar 2018, Torsten Bluhm feierlich zum stellvertretenden Leiter der Wasserwehr Schönebeck berufen.
Der zuständige Leiter des Ordnungs- und Sicherheitsbereiches der Stadtverwaltung gratulierte dem Kameraden herzlich und überreichte die Berufungsurkunde sowie einen Blumenstrauß.
Seit knapp fünf Jahren ist Torsten Bluhm Kamerad in der Schönebecker Wasserwehr.
Als zertifizierter Fachberater für den Hochwasserschutz ist er unter anderem als Einsatzgruppenführer in Ostelbien tätig.
Stellvertretend für Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch würdigte Schulke die bisherige Arbeit der Wasserwehr und wünschte den derzeit 29 aktiven Kameradinnen und Kameraden weiterhin Erfolg im Ehrenamt und möglichst wenig Einsätze im Katastrophen- und Gefahrenabwehrfall.
Gerade mit Blick auf die schwer einzuschätzenden Wetterereignisse der vergangenen Jahre will die Stadt auch auf die unterschiedlichen Hochwassersituationen vorbereitet sein.
Daher gilt der Dank den vielen Ehrenamtlichen, ohne die eine Wasserwehr nicht funktionieren würde.
Und auch hier fehlt der Nachwuchs.
Deshalb kommen wir gerne der Bitte von Wasserwehrleiter Dirk Lindner nach, zu informieren, dass noch Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schönebeck (Elbe) gesucht werden, die sich für diese abwechslungsreiche Tätigkeit in der Wasserwehr interessieren.
Nachfragen werden im Ordnungsamt in der Grabenstraße 9 unter Tel. 710314 erbeten.

 

EFRE_rgb_print_-_Kopie05.01.2018 - Hochwasserschutz: Fördermittel ermöglichen neuen Abrollcontainer  
 
Wie der Sachbereich Brand-und Zivilschutz der Stadt Schönebeck (Elbe) mitteilt, hat die Regierung des Landes Sachsen-Anhalt 2016 beantragte Fördermittel zur Unterstützung von Projekten zur Verbesserung des kommunalen Hochwasserschutzes ausgereicht.
Dank dieser Zuwendung konnte für die Elbestadt ein weiterer Abrollcontainer für mobile Hochwasserschutzelemente beschafft werden, welcher Ende Dezember 2017 in die Tischlerstraße geliefert wurde.
Die Gesamtkosten in Höhe von knapp 10.000,00 Euro wurden vom Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt zu 80 Prozent gefördert.

090118In dem Container lagert die Wasserwehr Aufbauelemente zur Errichtung eines Quick-Damms mit einer Länge von bis zu 240 Metern.
Ohne zeitlichen und großen logistischen Aufwand können diese Hochwasserschutzkomponenten nun direkt befördert werden.
Die Finanzmittel der Europäischen Union kommen aus Steuergeldern der Mitgliedstaaten, die von deren Bürgerinnen und Bürgern gezahlt werden.
Es ist daher das Anliegen der Europäischen Union, die Öffentlichkeit über die mit den Finanzmitteln erzielten Ergebnisse und Erfolge zu informieren und für die Ziele der Europäischen Politik zu sensibilisieren.
Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht zu erfahren, wie die Mittel der Union verwendet werden.
Damit wird auch ein Beitrag zur Transparenz geleistet, der das Vertrauen in die Europäische Union stärken soll.

 

061117-1Übung der vereinten Wasserwehren
Freiwillige Helfer aus Schönebeck, Barby und Calbe simulieren Ernstfall/Betrieb übergibt Spende
(Quelle: Volksstimme vom 06.11.2017, Ulrich Meinhard)

Planmäßig treffen sich alle drei Jahre die Wasserwehren aus den Städten Schönebeck, Barby und Calbe zu einer gemeinsamen Übung.
Am Sonnabend lag die Ausrichtung bei der Wasserwehr Schönebeck.
Das Wetter hat schon einmal alles richtig gemacht.
Als die Wasserwehren aus den Städten Schönebeck, Barby und Calbe am Sonnabend um 9 Uhr ihre gemeinsame Übung starteten, war es zwar kalt - aber trocken.
Wäre die Übung einen Tag später angesetzt worden, wären die vielen ehrenamtlichen Helfer in einen Dauerregen geraten und hätten sich, ihrem Namen gemäß, tatsächlich dem Wasser (von oben) erwehren müssen.
Die Verantwortlichen um Schönebecks Wasserwehr-Chef Dirk Lindner hatten für die gemeinsame Übung vier Stationen initiiert.
So galt es zum Beispiel am Elbtor eine mobile Hochwasserschutzwand aufzubauen.
Die Schönebecker Wasserwehr-Leute haben das schon mehrfach ausgeführt - für die Kameraden aus Calbe und Barby war das eher Neuland.
061117-2Auf dem einstigen Busbahnhof an der Tischlerstraße präsentierten Hersteller von Schutzsystemen ihre Produkte, dazu gehören etwa Sandsack-Füllgeräte, Sandsack-Nähmaschinen und Aqua Barrier.
"Uns geht es darum, nicht nur Sandsäcke zu schubsen, sondern die Aufgaben im Katastrophenfall in ihrer Gesamtheit darzustellen und alles, was sich in der Folge an Arbeiten ergibt.
Auch die Bandbreite der Möglichkeiten", erläuterte Dirk Lindner zum Beginn der gemeinsamen Übung.
Diesen Zeitpunkt nahm der Betriebsleiter der Schönebecker Maschinenbau (SMB) GmbH, Jens Schünemann, wahr, um der Schönebecker Wehr vier Mobilfunkgeräte als Geschenk zu übergeben: zur Verständigung untereinander.
Denn politisch betrachtet gibt es ein Problem.
Die Wasserwehren dürfen nicht das Digitalfunknetz nutzen, das Feuerwehren zur Verfügung steht.
Hier gibt es offenbar Kompetenzgerangel, während Feuerwehren dem Ministerium des Innern unterstehen, sind Wasserwehren beim Umweltministerium angesiedelt.
Als offizieller Grund wird genannt, dass das Digitalfunk-Netz nicht die Kapazität aufweise, um auch die Wasserwehren aufzunehmen.
Schönebecks Wasserwehr-Leiter Lindner bleibt nichts übrig, als das so hinzunehmen.
Um so erfreuter war er über die unkomplizierte Hilfe durch die SMB.
Zu Übungsbeginn sprach Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) zu den Ehrenamtlichen.
"Wir haben seit fünf Jahren Friedenszeiten", sagte er.
Aber gerade deshalb dürfe die Motivation in den Wasserwehren nicht sinken.
Stadtrat Torsten Pillat (CDU), der zur gleichen Zeit in seinem Geschäft am Markt stand, äußerte sich gegenüber der Volksstimme mit lobenden Worten:
"Ich finde es sehr gut, dass sich diese Mitbürger dieser Aufgabe in ihrer Freizeit stellen. Mein Respekt."
061117-3Zur Übung eingeladen und auch angereist waren Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren Egeln und Etgersleben.
Sie kamen sogar mit einem Schwung ganz junger Feuerwehrleute, sprich: Kinder; rein zur Information darüber, wie sich eine Stadt wie Schönebeck im Fall einer Elbeflut der Gefahr stellen will.
Zur Wasserwehr Schönebeck gehören aktuell 30 Bürger, darunter vier Frauen.
Neue sind aber stets willkommen, versichert Dirk Lindner.
Ob nun neben dem Wetter auch die Kameraden der Wasserwehren bei der Übung alles richtig gemacht haben - muss noch ausgewertet werden.
(Fotos von Ulrich Meinhard)

 

04111704.11.2017 - Wasserwehren der Region probten Hochwasserschutz
 
Die Wasserwehren Schönebecks, der Einheitsgemeinde Barby und aus Calbe trafen sich am Samstag in der Tischlerstraße Schönebecks, um gemeinsam ebendort, auf dem Busbahnhof und am Elbtor eine groß angelegte Übung zum Schutz vor möglichem Hochwasser durchzuführen.
Im Beisein von Ronald Günther als Flussbereichsleiter Schönebeck des LHW und Dezernent Joachim Schulke begrüßte Oberbürgermeister Bert Knoblauch die Wasserwehr-Kameraden zünftig am Standort Tischlerstraße und wünschte ihnen gutes Gelingen, Vermehren der Kenntnisse und eine weitere Stärkung der Motivation.
Er dankte allen Mitgliedern für ihre Einsatzbereitschaft und ihr gesellschaftliches Engagement.
Jens Schünemann von der SMB GmbH übergab eine Spende von vier Funkgeräten an die Frauen und Männer.
041117-1Vom Chef der Schönebecker Wasserwehr, Dirk Lindner, der in seiner Wehr etwa 30 Mitglieder (darunter vier Frauen) zählt und für neue dankbar wäre, erfuhr man den Ablauf dieses Übungstages:
Abwechselnd wurde an vier Standorten trainiert:
Auf dem Busbahnhof neben einer Technikausstellung von Fachfirmen wurden erstens die Aquabarriers und zweitens die Quickdämme aufgebaut, an der Tischlerstraße die Krisensituation im Einzelfall geübt und am Elbtor wurde die mobile Hochwasserschutzmauer aufgebaut.
Aus Etgersleben und Egeln kamen Feuerwehrfahrzeuge herangefahren, aus denen Kinder stiegen, die dem Geschehen aufmerksam zusahen - solch begeisterten Nachwuchs wünschen sich die Schönebecker Wasserwehrler auch.

 

ProAuf2017_Kopie16.08.2017 - Schönebecker Wasserwehr probt Hochwasserschutz

Die Entwarnung gleich vorweg:
Es ist keine neue Flutwelle auf der Elbe gemeldet.
Eine Schutzmauer gegen Hochwasser ist am Mittwoch, 16. August 2017, in der Schönebecker Altstadt auf- und wieder abgebaut worden.
Der Aufbau von Hochwasserschutzwänden in der Baderstraße diente Übungszwecken.
Zwölf Kameraden der Wasserwehr haben den Ernstfall geprobt und den Bereich Salzblumenplatz mit mobilen Hochwasserschutzpaneelen aus Aluminium dicht gemacht.

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Bei der eintägigen Aktion geht es u.a. darum, mögliche Probleme der Logistik, der Kennzeichnung oder der Handhabung der Schutzelemente aufzudecken sowie den Aufbau aktiv zu üben, sagte Wasserwehr-Chef Dirk Lindner.
Für seine Kameraden stellt der Probelauf auch eine wichtige Schulung dar.
Auch Dezernent Joachim Schulke und die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren am Mittwoch vor Ort, um sich ein Bild zu machen und dem engagierten ehrenamtlichen Einsatz der Wasserwehr Respekt zu zollen.

 


 
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14071709.07.2017 - Schönebecker Wasserwehr beim Elbebadetag

Vielseitig wie immer gestaltete sich der diesjährige Schönebecker Elbebadetag am Sonntag, dem 09.07.2017, am Buschweg, und Hunderte Bürgerinnen und Bürger genossen dieses frische kleine Bürgerfest.
Am Rahmenprogramm des Elbebadetages beteiligten sich wieder zahlreiche Organisationen wie Nabu, Wasserwehr, Angelverein, Pro Elbe, Umwelthilfe, THW, DRK etc.
So auch die Schönebecker Wasserwehr, die sich und die Aquabarriere, die die Stadt bei zukünftigen Hochwassern schützen soll, während dieser Veranstaltung präsentierte.
(Foto von Thomas Schäfer, Volksstimme)

 

12091612.09.2016 - Schönebecker Wasserwehr beim Sachsen-Anhalt-Tag

Die Stadt Sangerhausen war von Freitag, dem 09.09.2016, bis Sonntag, dem 11.09.2016, Gastgeberin des 20. Sachsen-Anhalt-Tages.
Die Präsentationen der Landkreise, kreisfreien Städte, Gemeinden, Institutionen, Vereine und Verbände erstreckten sich auf die gesamte Innenstadt Sangerhausens und zeigten in beeindruckender Weise die Vielfalt unseres Bundeslandes.
Auf verschiedenen Bühnen erwarteten die Besucher des Landesfestes abwechslungsreiche und anspruchsvolle Programme.
Höhepunkt bildete der Festumzug am Sonntag, an dem auch Dirk Lindner mit vier Kameraden und Technik der Schönebecker Wasserwehr teilnahmen.

 

0-070916Hochwasserschutz - Ernstfall vor Augen
Mitglieder von Wasserwehren haben sich in Calbe getroffen für eine gemeinsame Übung
(Quelle: Volksstimme vom 07.09.2016, Andreas Pinkert)
 
Die Lage erinnert an das verheerende Hochwasser Anfang Juni 2013.
Eine lange Kette aus Helfern wuchtet bei Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen in Windeseile unzählige Sandsäcke auf einen Deich in Schleusennähe.
Der Unterschied: Damals war am Unterpegel der Saale die Neun-Meter-Marke längst geknackt, heute führt der Fluss Niedrigwasser und die Katastrophe von damals ist kaum mehr vorstellbar.
Vielmehr handelt es sich jetzt „nur“ um eine Übung zum richtigen Verlegen der Sandsäcke bei unterschiedlichen Schadensbildern am Deich.
Unter Anleitung wird beispielsweise der Bau einer sogenannten Quell- (bei punktuellen Wasseraustritten am Deich) und einer Kammkade (bei flächigem Wasseraustritt) exerziert.
Alle Beteiligten wissen, dass die Lage unvermindert ernst bleibt, denn das nächste Hochwasser ist gewiss.
1-070916Das beweist auch nur wenige Meter weiter der Deich zur Saale, der auf 430 Metern verbreitert und erhöht wird.
Zuvor hatten sich am Sonnabendvormittag im Heger-Sportlerheim die Calbenser mit den Kameraden der Schönebecker und Barbyer Wasserwehren getroffen.
Ingenieurin Christin Kloß vom Schönebecker Flussbereich des Landesamtes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) brachte die Anwesenden in Sachen Hochwasserschutz in der Region auf den neuesten Stand.
Von den geplanten Zeitschienen für Deichsanierungen, Deichlückenschluss und Rückverlegungen war die Rede.
Während die geplanten Arbeiten auf Gottesgnaden zeitnah erfolgen, sollen in Barby vergleichsweise spät die Bagger anrücken.
„Die Deiche bei Tornitz und Groß Rosenburg sind Schwachstellen.
Sie werden wie Pudding, je länger das Wasser dort steht“, mahnte Detlev Lorbeer von der Barbyer Wasserwehr.
Überhaupt sei von der Politik nach dem Hochwasser 2013 viel versprochen worden, kaum etwas sei bislang umgesetzt worden, so Lorbeer.
Auch Jens Strube kritisierte sowohl in seiner Funktion als Barbyer Bürgermeister, aber auch als Hochwasserbetroffener den vorgelegten Zeitplan.
„Warum soll Barby frühestens erst 2022 drankommen?“
2-070916Christin Kloß und Deichfachberater Peter Butz führten mit Grundstückskäufen, Naturschutzfragen, Wegebau und Bermen eine Aufgabenfülle an, die durch personelle Engpässe nur sukzessive abgearbeitet werden könnten.
„Das können sie doch keinem Bürger erklären, wenn das Wasser wieder kommt“, entgegnete Strube.
Calbes Amtskollege Sven Hause war um versöhnliche Töne bemüht.
„Das ist offensichtlich ein Problem, das nur auf politischer Ebene gelöst werden kann, dafür werde ich mich einsetzen“, versprach Hause.
Pierre Kulik, Sprecher des 2014 ins Leben gerufenen Runden Tisches der Wasserwehren in Sachsen-Anhalt, sprach von der Notwendigkeit, einen Landesverband zu gründen.
Ziel sei es, den Wasserwehren gegenüber der Politik eine starke Stimme zu geben, beispielsweise in Sachen Digitalfunk, über den Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Rettungsdienst funken. „Nur die Wasserwehr gehört nicht dazu“, beklagt Kulik.
Dazu ist am 24. September ein Treffen in Tangerhütte anberaumt.

 

4-020916Bauhof-Leute helfen mit
(Quelle: Volksstimme vom 04.08.2016, Ulrich Meinhard)

Heute müssen die Kameraden der Schönebecker Wasserwehr noch einmal in die Hände spucken - dann ist der große Probelauf beendet.
Seit Montag ist die Truppe um Wehrleiter Dirk Lindner damit beschäftigt, am Elbbereich in der Altstadt zu testen, ob die mobilen Hochwasserschutzpaneele aus Aluminium in die für sie vorgesehenen Halterungen passen, ob sich die Dichtungen, wo sie benötigt werden, problemlos einfügen.
Gestern erwähnte der in Diensten der Stadtverwaltung zuständige Mitarbeiter Olaf Godlofski lobend den Einsatz von Mitarbeitern des Bauhofes.
Auf dem Foto balanciert Martin Rudolph vom Bauhof demontierte Paneele zurück in einen Container, eingewiesen wird er von Heike Lindau von der Wasserwehr.
Gegenüber der Volksstimme zollte Dezernent Joachim Schulke dem engagierten ehrenamtlichen Einsatz der Wasserwehr großen Respekt.
(Foto von Ulrich Meinhard)

 

1-020916So schnell wie die Wasserwehr ...
Landesbetrieb für Hochwasserschutz lässt in der Altstadt den Fall des Falles proben
(Quelle: Volksstimme vom 02.08.2016, Ulrich Meinhard)

Eine Schutzmauer gegen Hochwasser ist am Montag in der Schönebecker Altstadt auf- und wieder abgebaut worden.
Die Entwarnung gleich vorweg: Es ist keine neue Flutwelle auf der Elbe gemeldet.
Der derzeitige Aufbau von Hochwasserschutzwänden in der Schönebecker Altstadt dient Übungszwecken.
13 Kameraden der Wasserwehr haben gestern den Ernstfall geprobt und die Bereiche Elbweg (Salinehäuser) und Salzblumenplatz mit mobilen Hochwasserschutzpaneelen aus Aluminium dicht gemacht.
Diese Übung erfolgte nach Beendigung von Fundamentarbeiten, die über mehrere Monate andauerten.
Sieben bis acht Meter tief sind Spundbohlen dafür in den Erdboden getrieben worden.
Auftraggeber der Arbeiten mit einem Kostenpunkt von rund 1,6 Millionen Euro (plus 500 000 Euro für die mobile Schutzmauer) nur im genannten Bereich ist der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW).
Den vertraten gestern Flussbereichsleiter Ronald Günther und der mit den Arbeiten betraute Projektverantwortliche Ulf Reinherr.
2-020916Der äußerte sich zufrieden über den Verlauf der Übung.
„Ich hatte damit gerechnet, dass irgendetwas nicht passt.
Es passte aber alles“, sagte er anerkennend.
Lediglich Kleinigkeiten mussten geklärt werden.
Dass die Wände entlang des Salzblumenplatzes unterschiedliche Höhen aufweisen, hängt mit dem Gefälle des Platzes zusammen, klärte Ronald Günther nachfragende Passanten auf.
Die Wände sind zwischen 1,20 bis 1,80 Meter hoch.
Geliefert hat sie die Firma IBS Technics GmbH aus dem bayerischen Thierhaupten bei Augsburg.
Der LHW hatte diesem Unternehmen nach einer Ausschreibung den Zuschlag erteilt.
Beworben hatte sich auch eine Schönebecker Firma.
Von der IBS GmbH ist Werner Hartung als Bauleiter nach Schönebeck gekommen, um den Probeaufbau zu begleiten.
Er ist in dieser Funktion oft unterwegs.
Ähnliche und vom Umfang her sogar deutlich größere Hochwasserschutzsysteme hat seine Firma auch nach Köln und Linz (Österreich) geliefert.
In der nächsten Woche wartet auf ihn ein Auftrag in China.
Die Schutzmauer ist gestern Nachmittag wieder demontiert worden.
Heute nun soll die mobile Hochwasserschutzmauer in der Müllerstraße und bei den Wächterhäusern auf- und wieder abgebaut werden.
Im Oktober beginnen die Fundamentarbeiten im Bereich Weltrad, die im März 2017 abgeschlossen sein sollen.
3-020916Auch für Plötzky und Pretzien ist eine solche Schutzmauer eingeplant.
Gelagert werden die Paneele in Containern.
Bislang musste die Wasserwehr „Aqua Barrier“ aus Holz und XXL-Sandsäcke bugsieren.
Die Aluminium-Variante ist eine deutliche Erleichterung, äußerte sich Wehrleiter Dirk Lindner zufrieden.
Er kann in seiner Truppe übrigens noch Mitstreiter gebrauchen, gerne auch junge, um den Altersdurchschnitt von Ü 50 etwas zu senken.
„Das kannst Du mal noch erwähnen“, rief gestern ein Wasserwehr-Kamerad dem Volksstimme-Mann zu:
„Wir machen das hier alles ehrenamtlich.“
(Fotos von Ulrich Meinhard)

 

09081601.08.2016 - Wasserwehr und Bauhof proben Hochwasserschutz

Keine Bange, keine neuen Bauarbeiten in der Baderstraße/Elbweg, aber etwas mindestens ebenso Wichtiges:
Nach Schaffung der baulichen Voraussetzungen begann am Montag dieser Woche am Schönebecker Elbufer der Probeaufbau mobiler Elemente des Hochwasserschutzes in Regie des Landesamtes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft mit aktiver Unterstützung durch die Schönebecker Wasserwehr (Foto) und des Städtischen Bauhofes.
Bei der drei-bis viertägigen Aktion geht es auch darum, mögliche Probleme der Logistik, der Kennzeichnung oder der Handhabung der Schutzelemente aufzudecken, sagte Wasserwehr-Chef Dirk Lindner.
Für seine Kameraden stellt der Probelauf auch eine wichtige Schulung dar.
Auch Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Dezernent Joachim Schulke waren am Montag vor Ort, um sich ein Bild zu machen.

 

113071613.07.2016 - Elbebadetag 2016 in Schönebeck

Am Sonntag, dem 10. Juli 2016, fand in der Zeit von 13.00 bis 19.00 Uhr der 15. Elbebadetag rund um das Bootshaus "Delphin" im Buschweg 5 in Schönebeck (Elbe) statt.
Neben einem bunten Fest für die ganze Familie warteten auf die zahlreichen Besucher(innen) nicht nur die beliebten Dickschiff- und Drachenbootrennen, sondern ebenfalls das öffentliche Baden für alle Wagemutigen im Buhnenbereich 309,5 bis 309,7 einschließlich des Durchschwimmens der hier etwa 170 Meter breiten und knapp drei Meter tiefen Elbe.


Darüber hinaus veranstalteten der Wassersport des UNION 1861 Schönebeck e.V. und der "Delphin" einen "Tag der offenen Tür" und boten der NABU Schönebeck e.V., die Deutsche Umwelthilfe, der Angelverein sowie der Rückenwind e.V. Schönebeck ihre Stände dar.

Die ordnungsgemäße Absicherung des Elbebadetages erfolgte seitens der ehrenamtlichen Mitarbeiter des THW Calbe, der DRK-Wasserwacht Schönebeck, der Stadtteilfeuerwehren Schönebeck und Felgeleben sowie der Wasserwehr Schönebeck, die allesamt mehrere Präsentationen ihr jeweiliges Fachgebiet betreffend durchführten.

2130716

So zeigte die Wasserwehr Schönebeck sowohl ihren Geräteanhänger Hochwasserschutz als auch ihr Erkundungs-und Transportfahrzeug, den Quad.

Der von der Meltem Wärmerückgewinnung GmbH Co. KG gesponserte Geräteanhänger war mit 6 Transportboxen, einer Spende der Schönebecker Maschinenbau (smb) GmbH, bestückt, die Geräte und Ausrüstungsgegenstände wie beispielsweise Tauchpumpen, Handweitleuchten, Kabeltrommeln und Schlauchmaterial enthielten.
Zur Beladung gehörten ebenfalls eine gemeinsam von den Unternehmen SEILTEC Seil-und Hebetechnik Schönebeck GmbH, Bestattungsinstitut Ingolf Heiduk und Physiotherapie Bartaune gesponserte Schmutzwasserkreiselpumpe sowie ein Lagerbehältnis für ein 3-Bein-Stativ für Flutlichtstrahler.

Mit dem von der Stiftung der ehemaligen Kreissparkasse Bernburg gesponserten Quad wurde die Wasserwehr seinerzeit ausgerüstet, um in Ernstfällen anderen zu helfen und dabei auch unwegsame Wege nutzen zu können.
(2. Foto)

3130716Gemeinsam mit den Schönebecker Regionalbereichsbeamtinnen (RBB), Frau Horn und Frau Peters, bestiegen die Ehrenamtler der Wasserwehr zum Zwecke der Lageerkundung ihr Boot.
Alle Besatzungsmitglieder hatten dafür vorschriftsmäßig Rettungskragen angelegt.
(3. Foto)

 

 


4130716Zur Unterstützung der für das Retten aus Wassergefahr zuständigen Kräfte der DRK-Wasserwacht trafen auch die Mitglieder der Schönebecker Wasserwehr die notwendigen Vorbereitungen für die Absicherung der Badegäste.
(4. Foto)

 

 

 

 

070116Vorzeige-Truppe findet viele Unterstützer
Wasserwehr Schönebeck kommt zur Weihnachtsfeier zusammen/
Rückblick auf 2015 und Ausblick auf 2016

(Quelle: Volksstimme vom 21.12.2015, Ulrich Meinhard)

Die Kameraden der Wasserwehr Schönebeck sind in ihrem Depot in der Tischlerstraße zur Weihnachtsfeier zusammen gekommen.

Geradezu einen Entwicklungssprung hat die Wasserwehr Schönebeck in den vergangenen Jahren gemacht.
Derzeit sind in der Gefahrenabwehreinheit 35 Personen aktiv, darunter drei Frauen.
Am Freitagabend hatte sich die von Dirk Lindner geleitete Truppe zur Weihnachtsfeier getroffen.
Lindner nutzte die Gelegenheit, das Jahr 2015 Revue passieren zu lassen.
Dabei fand die Erwähnung des im April in Schönebeck abgehaltenen Runden Tisches der Wasserwehren in Sachsen-Anhalt ebenso eine würdigende Erwähnung wie die Feier des zehnten Geburtstages der Wehr im Juli mit einer öffentlichen Veranstaltung auf dem Gelände und mit Unterstützung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schönebeck in der Tischlerstraße.
Lindner hatte die Seinen freilich auch zu Übungen zusammengerufen.
Worauf er in diesem Jahr allerdings verzichtete, war das probeweise Aufbauen einer mobilen Hochwasserschutzwand am Elbtor.
Die Anwohner hätten schon genug Einschränkungen durch die Bauarbeiten am Markt und in der Baderstraße in Kauf zu nehmen, zeigte Lindner Verständnis.
Was er ausdrücklich begrüßt, ist die Gründung einer Nachwuchstruppe im April.
"Wir werden schließlich alle nicht jünger", machte er deutlich, wie wichtig die Gewinnung junger ehrenamtlicher Helfer auch für den Bereich des Deichschutzes ist.
Mit ins Boot der Wasserwehr-Kameraden haben sich viele Sponsoren aus der hiesigen Wirtschaft gesetzt.
Dank der Stiftung der ehemaligen Kreissparkasse Bernburg gehört jetzt ein Quad zum kleinen Fuhrpark der Wasserwehr Schönebeck.
Das Fahrzeug kann zum Beispiel für Erkundungsfahrten eingesetzt werden.
Die Wernigeröder Firma Kochs Carfolien Style hat das Quad für die Wehr auf eigene Kosten folieren lassen, immerhin im Wert von 800 Euro.
Seit dem 10. Dezember ist nun auch der Förderverein der Wasserwehr beim Amtsgericht eingetragen, als dessen Vorsitzender Karl-Heinz Hermann fungiert.
Mitglieder zählt der Förderverein aktuell 16, viele Wasserwehr-Kameraden sind darunter, aber auch Unternehmer aus der Region.
Für 2016 stellt Dirk Lindner in Aussicht, dass sich seine Leute am Elbebadetag und am Sachsen-Anhalt-Tag in Sangerhausen beteiligen sowie an Übungen der Wasserwehren im Altkreis Schönebeck sowie in Jeßnitz und am Muldestausee.
Lindner sagt es nicht ohne Stolz:
"Wir haben uns zu einer Vorzeige-Wasserwehr entwickelt."
Das Qualitätsurteil macht er unter anderem daran fest, dass Landrat Markus Bauer die Schönebecker gegenüber dem Bürgermeister von Aken als beispielhaft hingestellt habe.

 

111215bBereit, wenn das Wasser kommt
In Pretzien proben Kameraden der Schönebecker Wasserwehr den Hochwasser-Ernstfall
(Quelle: Volksstimme vom 03.12.2015, Massimo Rogacki)

Die Ortsgruppe Pretzien der Wasserwehr Schönebeck probt für den Hochwasserfall und schließt einen Durchlass mit Aluminiumbalken.
Montagabend, 18 Uhr.
Bei strömendem Regen sind ein Dutzend Männer und Frauen in fluoreszierender Kleidung am Ortsausgang Pretzien in Richtung Ranies im Einsatz.
An einem sechs Meter breiten Durchlass werden Aluminiumdämmbalken eingesetzt.
Die Ortgruppe Pretzien der Wasserwehr probt den Ernstfall.
"Die Kameraden sollen den Verbau des Verschlusses üben", sagt Wehrleiter Dirk Lindner.
Das Problem: 111215dIm Hochwasserfall sind die ostelbischen Gebiete von Schönebeck aus nicht schnell erreichbar.
Das heißt: Die Handgriffe der Kameraden vor Ort müssen sitzen.
Lindner ist zufrieden mit der Übung.
Während die Freiwillige Feuerwehr Pretzien die straße für den Verkehr abriegelt, können die Kameraden ihre Handlungsschnelligkeit unter Beweis stellen.
Mittelbalken ins Fundament, verschrauben, Führungsschienen an den Seiten installiert.
Dann wird der Durchgang mit dem Einsetzen der Aluminiumdämmbalken verschlossen.
Alles geht blitzschnell.
Im Ernstfall wäre das Errichten der massiv wirkenden etwa 1,70 Meter hohen Wand nur ein erster Schritt.
"Damit der Deich nicht weggeschoben wird, müssten wir entscheiden, ob wir ihn nicht noch von einer Seite auflasten", erklärt Lindner.
111215eIn Schönebeck sollen mit der Neugestaltung der Hochwasserschutzlinie weitere dieser Vorrichtungen installiert werden.
Dass Lindners schnelle Truppe gut gewappnet ist, hat sie bei der Übung unter Beweis gestellt.
14-tägig finden die Dienstabende der Wehr statt.
Auf der Tagesordnung stehen dann meist technische Wartungsarbeiten oder Ausbildungsmaßnahmen wie eben diese.
Als die Übung beendet ist, regnet es noch immer.
"Dass wir keine Schönwettereinsatzkräfte sind, haben wir jetzt aber unter Beweis gestellt", sagt Lindner augenzwinkernd.
(Fotos: Massimo Rogacki)

 

111215aWasserwehr-Kameraden nehmen unwegsame Wege jetzt mit Links
(Quelle: Volksstimme vom 02.12.2015, Kathleen Radunsky-Neumann)

Die Schönebecker Wasserwehr wird mit einem Quad aufgerüstet.
"Damit können wir auch unwegsame Wege nutzen", sagt Wasserwehrleiter Dirk Lindner (2. von rechts) und zeigt auf die Alternative im Hintergrund - den großen Transporter.
Gesponsert hat das Erkundungs- und Transportfahrzeug die Stiftung der ehemaligen Kreissparkasse Bernburg.
"Aus den Mitteln des PS-Zweckertrages helfen wir verschiedenen Einrichtungen", erklärt Helmut Ibsch, Vorstandsmitglied der Salzlandsparkasse (4. von links).
Dabei werden Institutionen berücksichtigt, die von Schicksalsschlägen wie vom Hochwasser 2013 betroffen sind oder die in Ernstfällen anderen helfen - so wie die Wasserwehr.
Diese Schützenhilfe können Landrat Markus Bauer (3. von rechts) und Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (rechts) nur begrüßen.
Am Steuer sitzt für das Foto Stephanie Pfündner umsäumt von ihren Kollegen der Wasserwehr.
(Foto: Kathleen Radunsky-Neumann)

 

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Wasserwehr wirbt um die Jugend
Ehrenamtliche wollen zusätzliche Abteilung für Kinder und Jugendliche gründen
(Quelle: Volksstimme vom 19.11.2015, Kathleen Radunsky-Neumann)

Den eigenen Nachwuchs wollen die Ehrenamtlichen der Schönebecker Wasserwehr heranziehen.
Deshalb gründen sie eine Jugendabteilung; interessierte Kinder und Jugendliche können sich für das Erlernen von Sandsackverbau und Co. anmelden.
"Der demografische Wandel geht auch an uns nicht vorüber", sagt Dirk Lindner, Leiter der Schönebecker Wasserwehr.
Derzeit gehören seiner ehrenamtlichen Einheit 35 Mitglieder aus Schönebeck und den ostelbischen Ortsteilen an.
Zwar habe das Hochwasser 2013 als ein positives Ergebnis einen Mitgliederzuwachs für die Wasserwehr mit sich gebracht.
"Jedoch können wir nicht immer auf ein Hochwasser hoffen, um neue Mitglieder für uns zu gewinnen", sagt der Schönebecker, der seit 2009 die Wehr leitet.
Deshalb wollen die Ehrenamtlichen jetzt ihren eigenen Wasserwehr-Nachwuchs heranziehen.
Ähnlich wie es die Freiwilligen Feuerwehren schon lange praktizieren, so soll bei der Wasserwehr ebenso eine Jugendabteilung installiert werden.
Denn: "Wir wollen für die Zukunft gewappnet sein."
Nicht nur das.
Die Kampfeinheit, die 2005 gegründet wurde, ist jetzt schon bereit - denn ein Mitglied hat bereits einen Lehrgang des Landkreises absolviert und darf nun als Jugendwart die Minderjährigen anleiten.
Das ist Stephanie Pfündner.
Mit ihren 21 Jahren gehört sie selbst noch zu den jungen Mitgliedern der Wasserwehr.
Zu der Einheit gehört sie seit 2013.
Damals hat sie sich durch einen Verwandten anwerben lassen, inzwischen ist sie mit Herzblut dabei und unterstützt den Vorstand sogar als Schriftführerin.
"Auf spielerische Art und Weise möchte ich den Kindern und Jugendlichen das Thema Wasserwehr und die speziellen Aufgaben nahe bringen", sagt sie.
So sollen die jungen Wasserwehr-Leute ebenso lernen, wie ein Sandsack richtig befüllt wird oder wie die verschiedenen Hochwasserschutzanlagen im Stadtgebiet verbaut werden.
Die Übung ist wichtig.
Denn in einer echten Hochwasserlage dürfen die unter 18-Jährigen aus rechtlichen Gründen nicht selbst zum Einsatz kommen.
Umso wichtiger ist es, dass die Theorie richtig sitzt, wenn auch die Jugend im Ernstfall irgendwann herangezogen wird.
Wie Stephanie Pfündner das als Jugendwart am besten angeht, wurde ihr in dem Lehrgang beigebracht.
"Wie gehe ich mit Konflikten um, wie plane ich Veranstaltungen, welche Rechte haben wir und welche Spiele kann ich pädagogisch am ehesten anwenden", nennt sie einige der vielseitigen Themenfelder.
Auch wenn sie beruflich nicht in der Jugendarbeit tätig ist, sondern gerade ihr Praktikum zur staatlich anerkannten Masseurin und medizinischen Bademeisterin absolviert, so sieht sich die 21-Jährige auf ihre künftige Aufgabe gut vorbereitet.
Bisher können die Ehrenamtlichen bereits eine Anmeldung eines Kindes vorweisen.
Mindestens fünf Kinder und Jugendliche sollte es aber in der Gruppe geben.
Wer sich für die Jugendgruppe der Wasserwehr interessiert, kann sich unter der Rufnummer (0 39 28) 42 90 71 melden.
"Es wäre schön, wenn die Interessenten auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen, dann melden wir uns zurück", sagt Dirk Lindner, der noch darauf verweist, dass die Schönebecker Wasserwehr wieder einmal ihrer oft genannten Vorreiterrolle gerecht wird: "Wir werden die erste und einzige Wasserwehr in Sachsen-Anhalt sein, die eine Jugendabteilung vorhält."

 

1-060815Retter in der Not feiern ihr Zehnjähriges
Wasserwehr Schönebeck:
Von anfangs 13 auf heute 50 Mitglieder gewachsen/Partner präsentieren sich

(Quelle: Volksstimme vom 13.07.2015, Kathleen Radunsky)

Ihr zehnjähriges Bestehen haben die Mitglieder der Schönebecker Wasserwehr mit Freunden und Partnern am Sonnabend gefeiert.
Die Ehrenamtlichen haben mit verschiedenen Vorführungen ihr Können präsentiert.


2-060815Ein Bäckersjunge sitzt inmitten einer Sandsackreihe.
Wasser läuft ihm in den Rücken.
Er will mit seiner Körperkraft das Wasser aufhalten - mit mäßigem Erfolg.
Irgendwann eilen sieben Männer zur Hilfe.
Nur sind sie nicht wirklich hilfreich, eher verschlafen oder betrunken.
Die acht waschechten Männer der Traditionsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Tischlerstraße zeigen auf humorvolle Art wie der Hochwasserschutz anno dazumal von statten gegangen sein könnte.
Heutzutage muss sich kein Mensch mehr in das Leck des Deiches setzen.
Der moderne Hochwasserschutz erfolgt professionell.
Dafür hält die Stadt Schönebeck ihre Wasserwehr vor.
Inzwischen seit zehn Jahren.
Am 12. Juli 2005 wurde die schnelle Eingreifgruppe in Folge des verheerenden Hochwassers von 2002 gegründet.
3-060815Den runden Geburtstag der Wasserwehr in Schönebeck haben die Ehrenamtlichen und ihre Gäste am Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.
Das ist die passende Gelegenheit, um sich und seine Partner zu präsentieren.
Deshalb sind Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerkes, der DRK-Wasserwacht, der Hundestaffel des ASB sowie der Feuerwehr vor Ort.
Im Ernstfall arbeiten sie alle Hand in Hand.
Davon überzeugen sich Landrat Markus Bauer (SPD), Hans-Michael Strube von der Salzlandsparkasse sowie städtische Verwaltungsmitarbeiter und Stadträte.
Während eingeladene Landesvertreter im Vorfeld abgesagt haben, nutzen wenigstens einige Schönebecker Bürger die Gelegenheit, um sich ihre Retter in der Not aus der Nähe anzusehen.
Die haben nämlich einiges zu bieten.
4-060815Zum Veranschaulichen bauen sie in Minutenschnelle einen sogenannten Aqua Barrier - einen Palettendeich - auf.
Zu dem technischen Portfolio der Wasserwehr gehören außerdem der Quickdamm - ein Megasandsack mit Metall verstärkt - sowie mobile und feste Hochwasserschutzwände.
Letzteres gilt laut Wehrleiter Dirk Lindner als die sicherste maßnahme.
Am schnellsten und effektiv lassen sich wiederum die Aqua Barrier montieren, erklärt der Fachmann, der seit 2009 die Wasserwehr leitet.
Dirk Lindner ist stolz auf sein Team, zu dem inzwischen 50 Frauen und Männer gehören.
Angefangen haben die Ehrenamtlichen 2005 mit 13 Männern.
Seit 2012 ist das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in der Tischlerstraße das Domizil der Wasserwehr.
Seit jeher werden die Ehrenamtlichen von Sponsoren bedacht.
Ein Umstand, den Dirk Lindner unbedingt hervorheben möchte.
"Denn auch ohne die Unterstützung von Firmen hätten wir unser Fest nicht so ausrichten können", sagt er und richtet deshalb ein großes Danke an alle Helfer verbunden mit der Hoffnung, "dass sie uns auch in Zukunft unterstützen".
Frei nach dem Motto, einer allein kann nur wenig ausrichten, berichtet der Wehrleiter von einer Neuigkeit.
Denn seit dem 1. Juli verfügt die Wasserwehr über einen Förderverein (siehe unten).
Dadurch soll das Sammeln von Spenden erleichtert werden.
Zum Hochwasserschutz gehören nicht nur die Ehrenamtlichen der Wasserwehr.
Auch technische Voraussetzungen müssen gegeben sein.
Ein Part, den größtenteils der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft übernimmt.
Deshalb haben Vertreter des Landesbetriebes am Sonnabend mit Hilfe von Schautafeln die geplanten maßnahmen für Schönebeck präsentiert.
Der erste Bauabschnitt, so informiert Christian Jung, soll am 17. August begonnen werden.
Er beinhaltet den Elbbereich vom Cokturhof bis zur Amtsbreite.
Insgesamt werden bis nach Frohse Hochwasserschutzmaßnahmen ergriffen, informiert Christian Jung.
"Bis 2018 soll Schönebeck gesichert sein", ergänzt Ulf Reimherr.

Die Wasserwehr
Gegründet am 12. Juli 2005 mit 13 Mitgliedern.
Heute 50 Mitglieder.
Nach dem Hochwasser 2013 wurden zusätzlich Ortsgruppen der Wasserwehr in Plötzky, Pretzien und Ranies gegründet.
Am 1. Juli 2015 gründet sich der Förderverein.
Vorsitzender ist Karl-Heinz Herrmann, Stellvertreter Christian Lindner, Kassenwart Holger Rostock und Schriftführer Hannes Börse.

 

130715ww113.07.2015 - 10 Jahre Wasserwehr

Aus Anlass ihres 10-jährigen Bestehens veranstaltete die Wasserwehr der Stadt Schönebeck (Elbe) am Samstag einen Tag der offenen Tür.
Zahlreiche Besucher waren zum Geburtstag in die Tischlerstraße gekommen.
Wehrleiter Dirk Lindner begrüßte die anwesenden Gäste, Vertreter der Politik und Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerkes, der DRK-Wasserwacht, der Hundestaffel des ASB und der Feuerwehren in Schönebeck.
Landrat Markus Bauer beglückwünschte gemeinsam mit Stadt-Dezernent Joachim Schulke die Kameradinnen und Kameraden persönlich und seitens des Salzlandkreises sowie der Elbestadt herzlich.
Hans-Michael Strube von der Salzlandsparkasse überbrachte zudem einen beachtlichen Scheck für weitere Technik, welche die vielfältigen Aufgaben der Wasserwehr unterstützen soll.
Anschließend fanden verschiedene Technikvorführungen statt.
Zum Veranschaulichen bauten die Kameraden in Minutenschnelle eine sogenannten "Aqua Barrier" sowie einen Quickdamm auf.
Ein Kinderprogramm rundete die Veranstaltung ab.
Unter anderem konnten die Kinder üben, wie man einen Sandsack korrekt befüllt.
130715wwZudem präsentierten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte viele technische Vorführungen für den Rettungsnotfall.
Am 12. Juli 2005 wurde die Wasserwehr in Folge des verheerenden Hochwassers von 2002 gegründet.
Nach einer Pressemitteilung des Presseamtes der Stadtverwaltung am 2. Juni 2015 meldeten sich 13 Mitglieder zur Teilnahme im ehrenamtlichen Dienst.
Anke Schulze übernahm zunächst die Wehrleitung.
Nach Gerd Ehme übernahm 2009 Dirk Lindner die Leitung.
Heute gehören insgesamt 50 Mitglieder zur starken Truppe.
Nach dem Hochwasser 2013 wurden zusätzlich Ortsgruppen der Wasserwehr in Plötzky, Pretzien und Ranies gegründet.
Am 1. Juli 2015 gründete sich der Förderverein.



10JWW

Jubiläum: Wasserwehr besteht seit zehn Jahren
Ehrenamtliche laden ein zum Tag der offenen Tür am Sonnabend/Ort des Geschehens ist Feuerwehrgelände
(Quelle: Volksstimme vom 08.07.2015, Kathleen Radunsky)

Fast ist es eine Punktlandung.
Aber nur fast, und das wiederum ist gewollt.
Denn die Schönebecker Wasserwehr ist am 12. Juli 2005 gegründet worden.
Das heißt, am kommenden Sonntag jährt sich der Gründungstag.
"Ursprünglich wollten wir deshalb auch am Sonntag feiern", sagt Wehrleiter Dirk Lindner.
Doch erfahrungsgemäß würden die Besucher eher am Sonnabend solche Festivitäten aufsuchen, begründet er.
Deshalb wird am Sonnabend, 11. Juli, der Tag der offenen Tür der Schönebecker Wasserwehr geboten.
Los geht es um 10 Uhr mit der Begrüßung.
Im Stundentakt folgen Vorführungen der Hundestaffel des Arbeitersamariterbundes, der Jugendfeuerwehr Schönebeck und der Traditionsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schönebeck, die den Hochwasserschutz von anno dazumal präsentieren wird.
Um 14 Uhr ist das Geburtstagskind selbst dran, dann werden die Ehrenamtlichen zeigen, was sie können.
Daran schließt sich noch einmal die Hundestaffel an.
Bis zirka 17 Uhr ist das Fest geplant.
Die Wasserwehrmitglieder haben sich mit Absicht eine Vielzahl von Teilnehmern ausgesucht.
Schließlich wollen sie ein breites Publikum ansprechen.
So wird sich unter den zahlreichen Präsentationsständen auch einer des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft befinden.
"Hier können sich die Interessenten über die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich Schönebeck informieren", kündigt Dirk Lindner an.
Er selbst gehört seit 2008 der ehrenamtlichen Truppe an, seit 2009 leitet er sie.
Heute, so sagt er, ist aus dem anfänglichen Blumensamen eine festgewachsene Pflanze geworden.
Das schlägt sich beispielsweise in der Mitgliederzahl nieder.
Bei der Grünundgsveranstaltung, die vor zehn Jahren von der Stadtverwaltung einberufen wurde, fanden sich 13 Mitglieder.
Heute zählt Dirk Lindner 50 Frauen und Männer zu seinem Team.
"So richtig entwickelt hat sich die Wehr, als wir 2008 das Objekt in Frohse bekommen haben", blickt er zurück.
Vorher habe es keinen festen Ort gegeben, die Treffen seien eher sporadisch gewesen.
"Hier ist erst richtig unser Vereinsleben entstanden", sagt er.
In dem ehemaligen Gebäude der Wasserschutzpolizei hatten sich die Ehrenamtlichen wohl gefühlt.
"Ab diesem Zeitpunkt fanden unsere Dienstabende immer 14-tägig statt", sagt er weiter.
"Die Nähe zum Wasser war schön", nennt er einen Vorteil des Hauses.
Doch mit der Zeit und dem Wachstum der Wehr wurde es zu klein.
Ein neuer Sitz musste her.
Der war gefunden, als das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Tischlerstraße fertiggestellt ist.
Damit zieht die Wasserwehr 2012 in das ehemalige Gerätehaus.
"Hier haben wir den Platz sehr gut genutzt", sagt er.
Doch selbst jetzt sind hier schon Engpässe zu spüren.
"Wir brauchen mehr Lagerflächen für die Technik", sagt Dirk Lindner.
Der Platz ist im übrigen auch der Grund, weshalb die Wasserwehr ihren Geburtstag am Sonnabend "aß?erhalb" begeht.
"Wir nutzen das Gelände der Feuerwehr in der Tischlerstraße", sagt der Wehrleiter.
Hier biete sich genügend Platz für Gulaschkanone und Kuchenstand genauso wie für Hopseburg, Kinderschminken, Sandsackspiele und Ponykutschfahrten.
Wichtiger Hinweis: Auf dem Feuerwehrgelände darf nicht geparkt werden - "Um die Bereitschaft der Feuerwehr zu gewährleisten", erklärt Dirk Lindner.
Dafür sind der Busbahnhof, die Geschwister-Scholl-straße und die Brückenabfahrt zur Scholl-straße vorgesehen.

 

GEDC084104.06.2015 - Schönebecker Wasserwehr beim Sachsen-Anhalt-Tag

Vom Freitag, dem 29.05., bis Sonntag, dem 31.05.2015, fand der Sachsen-Anhalt-Tag in Köthen statt.
Das traditionelle Landesfest, das sich in diesem Jahr schon zum 19. Mal jährte, wurde von zahlreichen Gästen besucht und konnte mit vielen Attraktionen, Musikshows, Lesungen und Ausstellungen aufwarten.
Einen der Höhepunkte bildete dabei der Festumzug am Sonntag.
Fast 4.000 Menschen nahmen daran teil - darunter auch Kameraden der Wasserwehr der Stadt Schönebeck (Elbe).

 

 

270215Wasserwehren sollen digital "mitfunken"
Hochwasserschutz: SPD-Landespolitiker Rüdiger Erben informiert sich in Schönebeck
(Quelle: Volksstimme vom 26.02.2015, Kathleen Radunsky)

SPD-Landespolitiker Rüdiger Erben hat sich über die Arbeit der Wasserwehren in Schönebeck informiert.
Dabei versichert er den Akteuren sich dafür einzusetzen, dass die Wasserwehren künftig auch über Digitalfunk kommunizieren können.
Handlungsbedarf besteht beim Thema Wasserwehren im Land.
Mit dieser Meinung steht Dirk Lindner, Leiter der Schönebecker Wasserwehr, nicht allein da.
Im vergangenen Juli hat er mit seinem Amtskollegen Pierre Kulik aus der Gemeinde Muldestaussee den Runden Tisch der Wasserwehren in Sachsen-Anhalt gegründet.
Inzwischen fand die dritte Runde statt - mit 55 Teilnehmern von 16 Wasserwehren.
"Dabei stellt sich immer wieder heraus, wie wichtig für die Wehren und zuständigen Kommunen eine Art Ausstattungsrichtlinie für die Wehren ist", sagt Dirk Lindner.
Denn seit 2002 sind zwar vom Hochwasser gefährdete Kommunen gesetzlich verpflichtet, eine Wasserwehr vorzuhalten, doch wie das ganze genau auszusehen hat, das ist jeder Gemeinde selbst überlassen.
Und genau das ist eine Stelle, an der nicht nur der Schönebecker Wasserwehr der Schuh drückt.
Deshalb war in dieser Woche Rüdiger Erben, ehemaliger Staatssekretär im Innenministerium und jetziger innenpolitischer Sprecher der SPD im Land, zu Besuch in der Elbestadt.
Er hatte von den Aktivitäten des Runden Tisches gelesen.
Von der Theorie in die Praxis - deshalb wollte der Politiker von den Akteuren selbst wissen, was aus Sicht der Wasserwehren geschehen muss.
Und er hat sich einen konkreten Arbeitsauftrag mitgenommen.
Dabei geht es um den Digitalfunk.
"Bisher kommunizieren wir innerhalb der Wehr und beispielsweise der Rettungsleitstelle per Handy", sagt Dirk Lindner.
Das sei im Ernstfall einfach nicht praktikabel.
Für die Nutzung des Digitalfunks, mit dem die Feuerwehren im Land nach und nach ausgestattet werden, fehlt den Wasserwehren jedoch die Zugangsberechtigung.
"Da werde ich mich dahinterklemmen", sagt Rüdiger Erben zu.
Er ist zuversichtlich: "Mit gutem Willen kann man das hier im Land regeln."
Auf seiner Hausaufgabenliste hat sich der Politiker während des Gespräches noch mehr notiert.
Dabei geht es grundsätzlich um die Ausstattung der Wasserwehren.
Das betrifft einerseits die Ausrüstung und andererseits die Finanzierung eben dieser.
"Wir in Schönebeck sind Dank der Stadt und Sponsoren gut ausgestattet", schätzt Dirk Lindner ein.
Er weiß aber, dass es anderen Wehren schlechter geht.
Hierbei hat Rüdiger Erben gute Nachrichten.
Demnach werde im Land ein Runderlass zur Förderung des kommunalen Hochwasserschutzes erarbeitet, mit dem ein Geldtopf in Höhe von rund 20 Millionen Euro einhergehe.
Wann dieser veröffentlicht werde und damit die Wasserwehren im Land davon profitieren können, dazu sagt der SPD-Mann bei seinem Besuch in Schönebeck nichts.
Damit stößt er trotzdem auf offene Ohren bei Bert Knoblauch, Oberbürgermeister von Schönebeck und selbst Mitglied der hiesigen Wasserwehr: "Auf diesen Topf haben wir lange gewartet."
Er sieht zum Beispiel mit Bedenken dem vom Land geplanten Deichlückenschluss in Schönebeck entgegen.
Das Vorhaben an sich sei gut und wichtig, aber Knoblauch weiß um die finanziellen Mittel, die dafür dann aufgebracht werden müssen.
Geld, das die finanzschwache Kommune Schönebeck eigentlich nicht hat.
Dirk Lindner kann weitere Beispiele aufzählen.
So gehören zur Wasserwehr Schönebeck, die vor zehn Jahren gegründet wurde, inzwischen 51 Mitglieder - ein positiver Effekt des Hochwassers 2013.
"Wir haben aber nur ein Einsatzfahrzeug", sagt Lindner und rechnet vor:
"Mit sieben Sitzplätzen muss der Fahrer theoretisch achtmal von A nach B fahren."

Foto:
Über die Arbeit der Wasserwehren informiert sich der landesinnenpolitische Sprecher der SPD Rüdiger Erben (links) im Depot der Schönebecker Wasserwehr.
Hier ist er im Gespräch mit Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (2. von links), Wehrleiter Dirk Lindner (2. von rechts) und Pierre Kulik, Wasserwehrleiter der Gemeinde Muldestausee.

 

Interview: Im Gespräch mit Dirk Lindner - Elbestadt hat Vorzeige-Wehr
(Quelle: Volksstimme vom 30.01.2015, Kathleen Radunsky)

Die Schönebecker Wasserwehr ist personell und technisch gut aufgestellt.
Darauf will sich Wehrleiter Dirk Lindner nicht ausruhen.
Deshalb hat er mit Kollegen im vergangenen Jahr den Sachsen-Anhalt-weiten Runden Tisch der Wasserwehren gegründet.
Jetzt fand der dritte statt.
Darüber sprach Volksstimme-Redakteurin Kathleen Radunsky mit ihm.

Volksstimme: Sind Sie zufrieden mit dem dritten Runden Tisch?
Dirk Lindner:
Ja.
Dieses Mal waren 50 Teilnehmer von 16 Kommunen und Wasserwehren dabei.
Angefangen hatten wir beim ersten im Juli 2014 mit 16 Teilnehmern von sechs Wehren.
Allein die Teilnehmerzahl zeigt, dass der Bedarf da ist.
Denn ein Problem nach wie vor ist die Ausstattung einer Wasserwehr.
Dafür existiert keine Richtlinie.
Und das stellt andere Wasserwehren genauso wie unsere Schönebecker Einheit vor Herausforderungen.

Was meinen Sie damit konkret?
Wir als Schönebecker Wasserwehr sind inzwischen technisch und auch personell gut aufgestellt.
Im Vergleich mit den anderen Wehren gelten wir sogar als Vorzeige-Wasserwehr.
Das macht uns stolz.
Doch dürfen wir uns darauf nicht ausruhen.

Der Runde Tisch wurde gegründet, um einen Wasserwehr-Landesverband zu gründen.
Ist das noch ein Thema?
Wir werden inzwischen als Sprachrohr der Wasserwehren akzeptiert.
Wir haben auch die Zusage eines Mitarbeiters des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, der für die Wasserwehren zuständig ist, dass er zum vierten Runden Tisch in einem viertel Jahr kommen wird.
Deshalb rückt die Gründung eines eigenen Landesverbandes vorerst nach hinten.
Wir wollen nun als Runder Tisch eine Gefahrenanalyse aufstellen, die dann Grundlage ist für die Ausstattung der Wasserwehren.
Ähnlich funktioniert das ja bei den Feuerwehren, die aufgrund der vor Ort bestehenden Risiken technisch ausgestattet werden.
Bei den Wasserwehren steht bisher jede Kommune und jede Wasserwehr mehr oder weniger allein vor dem Problem.
Abgesehen davon, dass die Finanzierung auf einem anderen Blatt steht.

Bei all den Problemen:
Wie konnte die Schönebecker Wasserwehr sich so gut entwickeln?
Dank der Stadt und der zahlreichen Sponsoren konnte sich unsere Wehr so gut aufstellen.
Doch was uns momentan ebenso stört wie andere ist, dass es seit geraumer Zeit keine Ausbildungen vom Land aus mehr gibt.
Deshalb haben wir uns beim dritten Runden Tisch geeinigt, dass wir vom Land die Einführung von zentralen Ausbildungslehrgängen für Wasserwehren fordern.
Momentan kümmern sich die Wehren selbst um die Ausbildung ihrer Mitglieder.
Jedoch wird dadurch ein unterschiedlicher Standard angewandt.

 

151214Dirk Lindner leitet weiterhin die Wasserwehr Schönebeck
Mitglieder wählen Vorstand für die kommenden fünf Jahre/Nach Flut 2013 Zahl der Mitstreiter von 18 auf 38 gestiegen
(Quelle: Volksstimme vom 15.12.2014, Heike Heinrich)

Die Mitglieder der Wasserwehr der Stadt Schönebeck haben ihre neue Leitung für die kommenden fünf Jahre gewählt - und haben auf Bewährtes gesetzt.
So wird Dirk Lindner weiterhin der Wehr vorstehen, sein Stellvertreter ist Karl-Heinz Herrmann, Schriftführerin ist Stephanie Pfündner.
Die 23 anwesenden Mitgliedern sprachen sich am Freitagabend einhellig für sie aus.
Dirk Lindner dankte den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und betonte, wie wichtig eine starke Wasserwehr ist.
"Schon 2002 hatten wir ein sogenanntes Jahrhunderthochwasser.
Dass 100 Jahre so schnell vergehen, damit hat keiner gerechnet", sagte er bezugnehmend auf die Flut 2013 und mahnte:
"Auch wenn alle Schutzmaßnahmen, die vom Land geplant sind, abgeschlossen sind, können wir nicht davon ausgehen, dass es das letzte Jahrhunderthochwasser ist."
So habe man auch 2013 vor der Flut gedacht, der Bereich Wächterhäuser sei sicher und dann sei es nicht so gewesen.
Oder das Elbtor.
"Es hätte kein Zentimeter Wasser mehr kommen dürfen, dann wäre es über die Schutzwand gelaufen", erinnerte er.
Nebeneffekt der Flut:
Die Zahl der Mitglieder in der Wasserwehr ist enorm gestiegen.
"Wir haben das Hochwasserjahr mit 18 Leuten beendet.
Jetzt sind wir 38", berichtete Dirk Lindner.
Dennoch bedauerte er, dass unter den Neuen kaum Schönebecker aus dem Hochwasser-Gefahrenbereich seien.
Es wäre schön, wenn aus diesen Gebieten noch Mitstreiter hinzukämen.
Für das kommende Jahr liegt das Augenmerk schon jetzt auf zwei Vorhaben:
Zum einen ist geplant, dass sich im ersten Quartal eine weitere Einsatzgruppe in Plötzky gründet.
Damit würde die Wasserwehr vier Gruppen zählen:
Schönebeck, Ranies, Pretzien und dann Plötzky.
Zum anderen soll es anlässlich zehn Jahre Wasserwehr Schönebeck am 12. Juli einen Tag der offenen Tür geben.
"Über Helfer und Sponsoren freuen wir uns", sagte Dirk Lindner und dankte in diesem Zusammenhang allen Sponsoren, die die Wehr bis dato so großzügig unterstützt haben.

 

saalewipper09.10.2014 - VG Saale-Wipper besuchte Wasserwehr

Es war ein Stück interkommunale Zusammenarbeit: Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saale-Wipper, Steffen Globig, hat sich am Mittwoch dieser Woche in Schönebeck über Struktur, Ausrüstung und Aufgabenfelder einer Wasserwehr informiert, um sich besser auf partielle Vernässungsprobleme in seinem Verwaltungsbereich einstellen zu können. Die Schönebecker Wasserwehr mit Sitz in der Tischlerstraße öffnete dazu ihre Pforten und präsentierte unter anderem Aquabarriers, Quickdammelemente und den mobilen Ausrüstungsanhänger. Unter anderen gaben auch Oberbürgermeister Knoblauch (Mitglied der Wasserwehr) und Dezernent Schulke den Vertretern von Saale-Wipper Erläuterungen zum Thema Hochwasserschutz und Wasserwehr. Thema war zum Beispiel die bestandene Nagelprobe im Sommer 2013. Die Verbandsgemeinde verfügt bisher über keine eigene Wasserwehr wie Schönebeck.

wip1Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saale-Wipper, Steffen Globig, (2.v.r.) und dessen Mitarbeiterin Frau Kirchner vom SG Brandschutz (2.v.l.) sowie Mitarbeiter Herr Finke von der Bauverwaltung (2.v.l., hintere Reihe) erhielten Informationen vom hiesigen Sachgebietsleiter des Besonderen Ordnungsdienstes, Hans-Joachim Pohland, über die Ausrüstung der Schönebecker Wasserwehr.


 



wip2Kamerad Holger Dennstedt (3.v.r.) von der Schönebecker Wasserwehr erläuterte den Gästen den Aufbau der Aquabarrier in Form eines Palettendeiches.
Die Verbandsgemeinde Saale-Wipper hat im Ernstfall in der Stadtlage Alsleben eine Länge von 440 m gegen die Ausuferung der Saale zu schützen.


 



 

wip3In den Räumlichkeiten der Schönebecker Wasserwehr wurden des Weiteren Themen wie die Gründung und Aufgaben einer Wasserwehr, Material, Ausstattung, Ausrüstung sowie Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit besprochen.

 




 

 

Titel021214Wasserwehr erlebt personellen Aufschwung
großübung aller Wasserwehren des Altkreises Schönebeck bei Klein Rosenburg /Zulauf nach Hochwasser 2013
(Quelle: Volksstimme vom 30.09.2014, Thomas Linßner)

Zu einer gemeinsamen Jahresübung trafen sich die Wasserwehren der Städte Barby, Calbe und Schönebeck in Klein Rosenburg.
Rund 60 Kameraden nahmen daran teil.
So ist der Mensch:
Vor der Flut 2013 zählte die Breitenhagener Wasserwehr 11 Kameraden, jetzt sind es 28.
Ortswasserwehrleiter ist der Breitenhagener Rudi Kasper.
Unter den Neuzugängen sind auffällig viele jüngere Männer, wie Haiko Albrecht (39) und Christian Schmidt (34).
Nach Auskunft der beiden Breitenhagener war die Katastrophe Auslöser für ihren Entschluss, der Wasserwehr beizutreten.
"Wir haben damals zwischen Schöpfwerk und Klosterholz den Deich mit Sandsäcken erhöht, bis es nicht mehr ging und wir raus mussten", erinnert sich Haiko Albrecht an jene schlimmen Tage im Juni '13, als man bis zur Erschöpfung gegen die Flut kämpfte.
So was prägt, hinterlässt Spuren und erzeugt Entschlüsse
1-061014Einsatzleiter der Jahresübung ist Barbys Wasserwehrchef Detlef Lorbeer.
Zu seinen Unterstützern zählt unter anderem Heinz Jordan von der Rosenburger Wasserwehr, die den Übungsort zwischen ehemaliger Ziegelei und Saale vorbereitete.
Hier haben die ehrenamtlichen Deichschützer fünf fiktive Szenarios zu bewältigen (Fotos unter Wasserwehrübungen >>):
Der Damm ist auf der Wasserseite beschädigt und muss mit Folie abgedeckt werden.
Dabei kommt das Boot der Wasserwehr Barby zum Einsatz, das 70 Sandsäcke transportieren kann.
Auch der Deichfuß ist stark durchlässig, es sickern viele Quellen.
Als Drittes droht ein Überströmen des Damms.
Dies muss mit Sandsäcken verhindert werden.
Weiterhin wird eine sogenannte Quellkade gebaut, die landseitig das austretende Wasser der Sickerstellen auffängt und einen Gegendruck erzeugt.
Hierbei ist es wichtig, dass die Sickerlinie (Wasser, das durch den Damm sickert) nicht "zu hoch gelegt" wird.
Was ihn zum "Pudding" machen würde.
Die Kammkade sichert den Deichfuß.
"Damit kann einer Vielzahl von Austrittsstellen entgegen gewirkt werden.
Durch die Kammform wird eine Belastung des unteren und mittleren Böschungsbereichs stabilisiert", erklärt Detlef Lorbeer.
Unter fachlicher Anleitung des Landesbetriebes für Hochwasserschutz (LHW) gehen die Frauen und Männer ans Werk.
Die "Überspülung des Damms" wird mit Sandsäcken verhindert.
Was erstmal nicht sonderlich aufregend klingt, aber auch falsch gemacht werden kann.
Hätte man sie zu hoch oder breit gebaut, entspräche das einem Druck von einer Tonne.
Das wäre dann viel zu viel.
In solchem Fall könnte ein durchnässter Deich in sich zusammen sacken.
2-061014Am Ende der Übung informiert LHW-Vertreter Roland Günther über einige aktuelle Dinge, die den Raum Breitenhagen/Rosenburg betreffen.
Die Vorbereitungsarbeiten zur DIN-gerechten Sanierung des Deiches vom Schöpfwerk Breitenhagen in Richtung Klein Rosenburg sollen in diesem Jahr beginnen.
"Dann kommen zwar noch nicht die großen Bagger, aber beispielsweise die Archäologen", so der LHW-Bereichsingenieur.
Auch für das geplante Schöpfwerk Gottesgnaden seien die Planungen abgeschlossen.
Der Übungstag findet seinen Abschluss in der hochwassersanierten groß Rosenburger Mehrzweckhalle.
Dafür haben Ortsbürgermeister Michael Pietschker und Ingelore Menzel (beide Rosenburger Kultur- und Carnevalsverein) 80 Portionen Erbsensuppe gekocht.

 

Wasserwehren wollen eine Stimme
"Runder Tisch" in Schönebeck: Gruppen wollen sich zum Landesverband zusammenschließen
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2014, Olaf Koch)

Ein "Runder Tisch" für Wasserwehren fand kürzlich auf Initiative der Kameraden aus Schönebeck in der Elbestadt statt.
Neben dem Austausch und einer Technikschau wurde ein wichtiges Ziel ins Auge gefasst: die Gründung eines eigenen Landesverbandes.
Grundtext: Schönebeck - Schmalspur?
Schon lange nicht mehr.
Dass die Wasserwehren an den Flüssen schon lange keine - um im Bild zu bleiben - nostalgischen Ruderboote sind, sondern wichtige Highspeed-Schiffe wurde beim vergangenen Hochwasser und bei den dauernden Übungen deutlich.
Die Mitglieder sind Experten und wollen auch so behandelt werden.
Die abwertende Anrede "Deich-Klatscher" hören die Männer und Frauen nicht mehr, die Kameraden werden inzwischen akzeptiert.
Doch Schönebeck, Calbe und Barby ist nicht überall.
"Leider nicht", so Dirk Lindner.
Entlang der großen Flüsse des Landes haben sich mehr oder weniger starke Wasserwehren gegründet und etabliert.
Wie viele es sind, weiß selbst das übergeordnete Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MLU) nicht so genau.
"Eine konkrete aktuelle Zahl der Wasserwehren im Land sowie deren Mitglieder liegt derzeit nicht vor", schreibt Pressesprecher Detlef Thiel auf Anfrage der Volksstimme.
Die Erfassung aus dem Jahr 2010 weist in jedem Landkreis für die betroffenen Gemeinden entsprechend der Gefährdung funktionsfähige Wasserwehren auf.
Herausragend waren damals der Salzlandkreis mit 11 Wehren, der Saalekreis (13) sowie die Stadt Dessau-Roßlau (8).
"Es ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl der Wasserwehren und deren Mitglieder im Laufe der Jahre - bedingt durch Hochwasserereignisse - weiterentwickelt hat", schaut das verantwortliche Ministerium sinnierend in eine Glaskugel.
So wichtig scheinen die Wasserwehren dann doch nicht zu sein?
Geht es nach dem Leiter der Schönebecker Wasserwehr, Dirk Lindner, soll sich das in Zukunft ändern.
Er rief vor wenigen Tagen eigenverantwortlich einen "Runden Tisch" für die Wasserwehren des Landes ein, um sich auszutauschen.
Sechs Wasserwehren mit insgesamt 17 Teilnehmern kamen in die Elbestadt Schönebeck.
Wohl auch deshalb, weil die Schönebecker Wasserwehren zu den besten der Region gehört: Eigenes Gerätehaus, modernes Boot und entsprechende Technik ließen die Kameraden aus der Umgebung leicht ins Staunen kommen, was eigentlich alles möglich ist.
"Bei dieser Technikschau ist schon aufgefallen, dass wir Schönebecker schon sehr weit sind", berichtet Dirk Lindner der Volksstimme.
Die Folge: Die Kameraden der anderen Wehren wünschten sich eine Liste mit der Aufstellung der Technik, um in ihren jeweiligen Gemeinde- und Stadtverwaltungen vorzusprechen.
Dirk Lindner machte aber auch deutlich, dass die Wasserwehr Schönebeck diesen Sprung in die Zukunft nicht allein geschafft hat.
Es waren auch eine verantwortungsbewusste Stadtverwaltung und vor allem Sponsoren, die der Wehr halfen.
Auch der Schulungsplan der Schönebecker wurde den anderen Kameraden kopiert - warum das Rad zweimal erfinden?
"Es ist gut, dass wir das Interesse geweckt haben", so Lindner.
Auch in anderer Hinsicht wollen sich die Wehren mehr Gehör verschaffen - nämlich auf Landesebene.
Alle Wasserwehren sollen zukünftig mit einer Stimme sprechen und als starke Vereinigung auftreten.
"Darum überlegen wir, ob wir einen eigenen Landesverband gründen oder wir uns einem anderen ähnlich gelagerten Landesverband anschließen", ist ein Resultat aus dem "Runden Tisch" in Schönebeck.
Was sagt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt zu dieser Idee?
"Der Gedanke, dass sich Wasserwehren zu einem Landesverband zusammenschließen wollen, ist hier noch nicht bekannt.
Insofern kann keine Bewertung vorgenommen werden", teilte Sprecher Detlef Thiel der Volksstimme mit.
Grundsätzlich aber kann aus Landessicht jedoch eine gebündelte Kommunikation der Fragen der Wasserwehren von Vorteil sein.
Gleichfalls ist damit eine Vereinheitlichung der Tätigkeit der Wasserwehren denkbar.
"Zur Fortführung solch einer Idee sollten allerdings die Ziele eines solchen Landesverbandes konkretisiert werden", gibt das Ministerium den engagierten Wasserwehr-Kameraden mit auf den weiteren Weg.
Fragen an Dirk Lindner und den "Runden Tisch" der Wasserwehren: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

070714Wehr ist schneller als das Wasser -
Übung der Schönebecker Wasserwehr: Mobile Schutzwand in 90 Minuten aufgebaut
(Quelle: Volksstimme vom 07.07.2014, Olaf Koch)

Zu einem Übungsvormittag rückten am Sonnabend die Kameraden der Wasserwehr Schönebeck aus.
Dabei wurde die mobile Schutzwand aufgebaut und gereinigt.
Wie eingespielt die Kameraden der Wasserwehr Schönebeck inzwischen sind, wurde am Sonnabendvormittag deutlich.
Am Elbtor wurde wiederholt die mobile Schutzwand aufgestellt.
Wofür in der Regel gut 120 Minuten benötigt werden, dafür brauchten die Frauen und Männer vorgestern nur 90 Minuten.
"Das ist eine Zeit und eine Leistung, die wohl nicht mehr zu toppen ist", freute sich Wasserwehrleiter Dirk Lindner.
Hinzu kam, dass zahlreiche neue Kameraden erstmals beim Transport, beim Aufbau und bei der Reinigung der Schutzwand dabei waren.
"So schlimm die Hochwasserkatastrophe vor einem Jahr für alle war:
Wir als Wasserwehr sind seitdem innerhalb der Hilfsmannschaften noch mehr akzeptiert.
Außerdem konnten wir eine Reihe von Neumitgliedern werben", berichtet der Wasserwehrleiter.
Derzeit zählt die Gruppe mit den Kräften aus Pretzien und Ranies 39 Kameraden.
Sie gehören zwar personell zur Schönebecker Wasserwehr, bleiben aber im Ernstfall im ostelbischen Bereich stationiert.
Der Grund: Wenn das Wehr gezogen ist, sind die drei Dörfer auf der anderen Elbseite nach wie vor von der "Mutterstadt" abgeschnitten.
Einmal im Jahr wird die mobile Schutzwand des Elbtores aufgebaut.
Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Kameraden üben können, sondern es wird zudem auf Verschleiß und Beschädigungen geachtet.
Außerdem wird die Schutzwand vor dem Abbau gereinigt.
Auch das System der Lagerung musste den neuen Kameraden am Sonnabend gezeigt werden.
Dinge, die zum Schluss beim Aufbau im Ernstfall benötigt werden, kommen zuerst in die Halle, Wichtiges nach vorn.
"Das garantiert einen schnellen Abtransport und Aufbau", gibt Dirk Lindner zu bedenken.
Aufmerksame Zuschauer waren am Sonnabend Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) und Dezernent Joachim Schulke.
Wenngleich Knoblauch selbst Mitglied der Wasserwehr ist, war er zur Übung vorgestern zum Zuschauen verdonnert.
Der Grund: Er hatte nicht das richtige Schuhwerk am Bein und wurde von Wehrleiter Lindner aussortiert - ohne Ansehen der Person.
So hatte der Oberbürgermeister dann aber genügend Zeit, die Volksstimme über die geplanten Schutzmaßnahmen in einem Gespräch zu informieren.
"Nach dem Hochwasser 2013 haben wir die Unterlagen nochmals überarbeitet", so Knoblauch.
Primär muss die Stadt Schönebeck entlang der Linie beginnend vom Deich Barbyer straße über den Cokturhof, Weltrad, Salinehäuser, Salzblumenplatz, Müllerstraße, Wächterhäuser, Streckenweg bis einschließlich Frohse geschützt werden.
"Dafür wird es eine Mischung aus mobilen und festen Schutzwänden geben", so der Oberbürgermeister.
Die Planungen dafür sind lange abgeschlossen.
Die Finanzierung dieser maßnahme übernimmt das Land mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft zu 100 Prozent.
Unklar ist derzeit noch, wie der Solgraben gesichert werden kann: Siel oder Spundwände und Verwallung?

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15-07071416-070714

 

ww23041423.04.2014 - Rettungstechnik Doll unterstützt Wasserwehr

Das Unternehmen Rettungstechnik Doll GmbH Schönebeck unterstützt tatkräftig die Schönebecker Wasserwehr.
Nachdem zahlreiche Firmen durch großzügiges Sponsoring für die Ausstattung des Gerätewagens der Wehr gesorgt hatten, übernahm die Firma des Geschäftsführers Karsten Doll (auf dem Bild ganz links) die Arbeitsleistung, den Anhänger mit allen Geräten und Ausrüstungsgegenständen herzurichten.

 

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Ordentlich aufgebaut finden sich hier nun zum Beispiel Werkzeug, Flutboxen, Hygieneartikel, Schläuche, Dokumente und Notstromaggregat - insgesamt 30 Stunden haben die Mitarbeiter von Karsten Doll zum "Rüsten" des Anhängers gebraucht.
Für diese Leistung dankte ihnen Wehrleiter Dirk Lindner herzlich, Oberbürgermeister Bert Knoblauch und Dezernent Joachim Schulke schlossen sich gern an.
Dirk Lindner versäumte es nicht, neben der genannten Firma auch allen anderen Sponsoren nochmals herzlich zu danken:
SMB, Meltem, dem Lionsclub Uplengen sowie zahlreichen Kleinspendern.

 

 

ww22041423.04.2014 - Fluthelfernadeln für Schönebecker Wasserwehr

Oberbürgermeister Bert Knoblauch nahm am Dienstag im alten Dienstgebäude Tischlerstraße gern die Gelegenheit wahr, die an der Bewältigung der Flut vom Juni 2013 beteiligten 16 Kameradinnen und Kameraden der Schönebecker Wasserwehr mit der Fluthelfernadel des Ministerpräsidenten auszuzeichnen.
Auf dem Foto überreicht er die Auszeichnung Gerd Stegmann, dem er ebenfalls herzlich dazu gratulierte.

 

 

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Das Stadtoberhaupt würdigte nochmals die nicht selten bis zur Erschöpfung gehenden Leistungen der Wehr während des großen Hochwassers.
Wehrleiter Dirk Lindner konnte berichten, dass sich die Zahl der Einsatzkräfte der Wasserwehr von 15 beim Hochwasser auf heute 32 und mit den in Kürze folgenden Raniesern auf 40 erhöht.
Die einzelnen Einsatzgruppen werden separat in ihren jeweiligen Gebieten eingesetzt.
Während des Hochwassers sind 2.770 Einsatzstunden geleistet worden, konstatierte er, ein täglicher 14-Stunden-Dienst war die Normalität.
Bis einschließlich November 2013 wurde noch aufgeräumt, gewartet und gereinigt.
Dem Stadtoberhaupt bestätigte er, trotz des neu angetretenen Dienstes Mitglied der Wasserwehr zu bleiben.

 

wasserwehr030114Zwei auf einen Streich: Spende für Ehrenamt/
Schönebecker Wasserwehr erhält 900 Euro für Flutboxen und zwei Funkgeräte
(Quelle: Volksstimme vom 30.12.2013, Kathleen Radunsky)

Erst der offizielle Teil, dann der inoffizielle.
Diesem Motto nach wurde die Weihnachtsfeier der Schönebecker Wasserwehr begonnen.
Denn die Ehrenamtlichen konnten bei dieser Gelegenheit zwei Spenden entgegennehmen.
Den Anfang machte dabei Henning Steffens, Gründungspräsident des Lions-Clubs Schönebeck-Bad Salzelmen.
In den Händen hielt er einen Scheck in Höhe von 900 Euro.
"Dieses Geld darf ich Ihnen stellvertretend vom Lions-Club in Uplengen (Anmerkung der Redaktion: Landkreis Leer) übergeben", sagt der Schönebecker.
Die Vereinskollegen aus Uplengen hätten durch die Medien von den Hochwasserschäden in der Region um Schönebeck erfahren.
"Und zufällig ist der Präsident des Uplengener Vereins schon einmal in Schönebeck gewesen", sagt Henning Steffens.
Seine Erinnerung an diese Zeit kurz nach der Wende habe den Uplengener dazu bewogen, Kontakt nach Schönebeck zum Partnerverein aufzunehmen.
"Leider konnten die Freunde heute nicht selbst herkommen", erklärt er seine Vertretung.
Jedoch sei es den Ostfriesen wichtig, die Ehrenamtlichen der Wasserwehr zu unterstützen.
Und so sind 900 Euro zusammengekommen.
"Wir wollen damit die Effizienz dieser Mannschaft erhöhen", sagt Steffens.
Und: "Nach der Flut kommt irgendwann eine neue Flut, und dafür sollte die Wehr vorbereitet sein."
Die Schönebecker wissen natürlich auch schon, wofür sie dieses Geld nutzen werden.
"Wir werden uns drei Flutboxen anschaffen", sagt Dirk Lindner, Leiter der Schönebecker Wasserwehr.
In diesen Boxen befindet sich je eine Pumpe.
"Somit können wir dann insgesamt 93000 Liter in der Stunde pumpen", sagt Lindner.
Der Vorteil: Durch die Boxen könnten die Pumpen einfach transportiert, also mobil eingesetzt werden.
Allerdings: Mit diese Pumpen, das betont der Wehrleiter in diesem Zusammenhang, werden die Ehrenamtlichen keine Keller auspumpen - beispielsweise bei Grundwasserproblemen. "Das ist einfach eine rechtliche Frage", erklärt Dirk Lindner.
Die zweite Spende am Abend der Weihnachtsfeier überreichte schließlich Thomas Kolbe.
Er ist selbst Mitglied der Wasserwehr, sogar ein Gründungsmitglied, und kennt folglich die Wünsche dieser ehrenamtlichen Truppe.
"Durch den Einsatz im Juni weiß ich, wie schwer die Kommunikation untereinander ist", erklärt er, dass die Ehrenamtlichen fast ausschließlich über ihre Privathandys in Kontakt bleiben konnten.
Um diesen Umstand zu ändern, hat er seiner Wasserwehr zwei Funkgeräte mitgebracht.
Sie werden gesponsert von seinem Arbeitgeber, dem Landesverband des Kfz-Gewerbes.
Die Wasserwehrleute sind dankbar, und sie wünschen allen Helfern, Freunden und Bekannten ein gutes neues Jahr.

 

041113aHochdruckreiniger, Boxen und Anhänger für die Wasserwehr
Sponsoren greifen den Ehrenamtlichen unter die Arme/Fünf neue Mitglieder gehören zum Team
(Quelle: Volksstimme vom 04.11.2013, Kathleen Radunsky)

Über Zuwachs beim Personal und bei der Technik freuen sich die Ehrenamtlichen der Wasserwehr Schönebeck.
Von beidem profitieren die Vereinsmitglieder aufgrund ihres Hochwassereinsatzes im Juni.

Dieses Bild könnte es öfter geben.
Sieben Mitglieder der Wasserwehr Schönebeck postieren sich auf dem Hof des Vereinsgeländes in der Tischlerstraße.
In den Händen halten die Ehrenamtlichen nagelneue Produkte.
Im Konkreten sind es Transportboxen.
Im Hintergrund stehen zudem ein Gerätewagen und ein Hochdruckreiniger.
Das alles sind Geschenke.

"Das ist für uns ein guter Tag", fasst Dirk Lindner, Leiter der Wasserwehr, den Moment zusammen.
Denn die Ehrenamtlichen sind auf Hilfe von außen angewiesen.
Das macht Joachim Schulke, zuständiger Dezernent in der Stadtverwaltung, deutlich.
"Die Wasserwehr ist für uns als Kommune eine Pflichtaufgabe", sagt er.
Jedoch, so der Dezernent, habe das Land nicht definiert, wie solch eine Wehr ausgestattet sein und wovon die Technik finanziert werden soll.
Bei diesem Hinweis dachte er sicherlich auch an die schwierige Haushaltslage der Stadt.
Seit 2005 verfügt Schönebeck über eine Wasserwehr.
Seither haben immer wieder Sponsoren den Ehrenamtlichen und damit auch der Stadt finanziell unter die Arme gegriffen.
Dabei geht es darum, den Ehrenamtlichen mehr und mehr ein autarkes und effektives Handeln zu ermöglichen.
"Der Hochdruckreiniger ist nötig, um die Hochwasserschutzanlagen zu reinigen", erklärt Dirk Lindner.
Bisher haben das die Ehrenamtlichen per Hand und Feger gemacht.
Das nun zeitersparende Gerät wurde von der Firma Bosch gesponsert.
Den Gerätewagen hat die Meltem Wärmerückgewinnung GmbH Co. KG übergeben.
Und die Transportboxen stammen aus den Händen von Jens Schünemann, Betriebsleiter der Schönebecker Maschinenbau (smb) GmbH.
"Unser Betrieb ist direkt an der Elbe gelegen", sagt Schünemann.
Folglich haben er und seine Mitarbeiter im vergangenen Juni die Auswirkungen des Hochwassers zu spüren bekommen.
"Wir mussten uns gegen das Hochwasser wappnen", sagt er.
Die Zeit habe ihm bewusst gemacht, wie wichtig die Wasserwehr für Schönebeck sei.
"Das ist einfach Lokalpatriotismus", begründet er die Spende.
Und: Diese Hilfe soll keine Eintagsfliege sein.
"Wir bestehen jetzt im achten Jahr und haben seither Projekte vor Ort gefördert", sagt Schünemann.
Die Wasserwehr könne seinem Einvernehmen nach auch künftig von der smb GmbH profitieren.
Bei solchen Sätzen klingeln Dirk Lindner die Ohren.
Er ist immerzu rührig auf der Suche nach Sponsoren.
Das muss er auch, denn für die Wasserwehr gibt es noch genügend Technik, die die Arbeit der Ehrenamtlichen nur verbessern kann.
"Wir brauchen zum Beispiel jemand, der uns beim Hängerausbau unterstützt"; sagt Lindner.
Aber auch Hebetechnik würde der Wasserwehr gelegen kommen.
"Denn bisher müssen wir uns hierbei mit dem Bauhof behelfen", sagt der Leiter.
Und das widerspreche wiederum dem Anliegen, dass die Ehrenamtlichen autark arbeiten wollen.
Für die Zukunft ist nicht nur der Einsatz von neuer zusätzlicher Technik gefragt.
Auch Man-Power spielt weiterhin eine Rolle.
Derzeit zählt die Wasserwehr 20 Mitglieder.
An sich keine schlechte Zahl.
Doch für einen Einsatz im Ernstfall ist das nicht genug.
So geht Dezernent Joachim Schulke beispielsweise davon aus, dass sich die Hochwasserschutzanlagen in Zukunft vergrößeren und vermehren müssen.
Mehr Technik bedarf unter Umständen aber mehr Personal.
Doch für die ehrenamtliche Wasserwehr ist es wie bei jedem anderen Verein nicht so einfach, neue Mitglieder zu gewinnen.
Umso mehr freuen sich Schulke und Lindner, dass das Juni-Hochwasser doch ein Gutes hat.
"Wir haben seither fünf neue Mitglieder in unsere Reihen aufnehmen können", berichtet der Wasserwehrleiter freudestrahlend.
Das sind: Kai Hesse, Stephanie Pfündner, Florian Krebs, Matthias Balder und Christian Harant.
"Ich habe schon während des Hochwassers geholfen, doch nun möchte ich in der Gruppe mitwirken, weil man hier noch mehr Hintergrundinformationen erhält"; nennt Christian Harant seine Motivation.

 

SBK0613Schönebeck während des Hochwassers im Juni 2013 - Ein anonymer Mann und ein Ameisenhaufen

Dies ist ein deutsch viel zu langer, aber notwendiger Satz mit viel zu vielen Nebensätzen, aber er muss an dieser Stelle dieses beschissenen Hochwassers einfach sein:
Als ich heute im Brennpunkt der Tagesschau jenen unbekannten Mann da sah, der bis zum Bauch im Wasser vor den Wächterhäusern von Schönebeck stand, im durch Hubschrauberflügel wild zerstäubten Wasser, deren Piloten er einwies, jene Bigpacks abzuwerfen, die gegen den Wasserdurchbruch ankämpfen sollten, um Hunderte Bürger der Altstadt vor der großen Flut zu bewahren, die aber wie Tröpfchen im Meer versanken - als ich diesen kleinen Mann im großen Wasser sah, wie er mit den Armen ruderte, da kam mir die Tränen.
Der Mann stand da unten und steht für unser aller einwöchigen Kampf gegen diese Flut, die nun doch in die Altstadt brach.
Dieser Mann steht für die vielen freiwilligen, kleinen und großen, jungen und alten, gesunden und behinderten Helferinnen und Helfer auf dem Ameisenhaufen "Busbahnhof" und überall sonst, für die unermüdlichen Kräfte des THW, die vielen, trotz Martinshorn ruhig und beharrlich ihren Dienst tuenden Freiwilligen Feuerwehren, die kleine, aber "riesengroße" Truppe der Wasserwehr, die tapferen und universell einsatzbaren Männer des Bauhofs, die Soldaten im Friedensdienst, den Deutschen Lebensrettungsdienst in seinen waghalsigen Booten, die fleißigen rotwangigen Versorgungszüge des Deutschen Roten Kreuzes, die vielen helfenden Unternehmen der Stadt, und auch - man sehe es mir nach - die Tag und Nacht Dienst tuenden Leute der Einsatzleitungen und Katstäbe, die sich den Kopf zerbrechen, was unter allerschwierigsten Bedingungen täglich, stündlich, minütlich zu tun sei.
Sicher habe ich viele vergessen.
Nicht jedenfalls sollen die Betroffenen und Evakuierten unerwähnt bleiben.
Der Dank hier aber, der muss jetzt, mitten im Hochwassergeschehen sein, nicht hinterher.
Denn jetzt ist die Niederlage passiert, die wir alle verhindern wollten.
Jetzt ist die große Ernüchterung da.
Jetzt sollten wir uns alle an den Händen fassen.
Es war nicht umsonst!
Machen wir weiter.
(hpw)

 

06031306.03.2013 - Neues Domizil für die Wasserwehr

Der Umzug der Wasserwehr Schönebeck in das ehemaligen Gebäude der Feuerwehr Tischlerstraße fand Anfang des Jahres 2013 statt. Seit 2005 besteht die Gruppe, inzwischen zählt sie 15 Mitglieder inklusive drei Frauen. Dirk Lindner leitet die Gruppe seit 2009. Der letzte Einsatz der Wehr ist 2011 gewesen, doch in der "trockenen" Zeit haben die Mitglieder mit zwei Dienstabenden pro Monat, den Übungen am Sonnabend und den Weiterbildungen genug zu tun, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Wichtig für die Wasserwehr sind einerseits die Mitglieder, andererseits aber auch das technische Rüstzeug. Die Schönebecker Wasserwehr wird im übrigen erst ab einem Elbe-Pegelstand von 5,90 Meter gerufen. Müssen die Ehrenamtlichen aktiv werden, mobilisieren die 15 Mitglieder ebenso reichlich Technik.
Dazu gehören Quickdamm, Palettendeich und Aquabarrier. Außerdem hat die Stadt 16.000 Sandsäcke eingelagert, die bei Bedarf gefüllt und ausgelegt werden können. Denn die Wasserwehr ist für insgesamt 27,5 Deichkilometer zwischen Ranies und kurz vor Zackmünde zuständig.

 

ww230625.06.2012 - Wasserwehren übten Bau der Hochwasserschutzmauer

Die Wasserwehren der Stadt Schönebeck (Elbe) und der Gemeinde Muldenstausee übten am Samstag am Elbtor gemeinsam den Bau einer 47 Meter langen Hochwasserschutzwand.
Die Übung verlief erfolgreich, wie Dezernent Joachim Schulke resümierte.
Mit dem probeweisen Aufbau der mobilen Systeme wurden diese zugleich gereinigt, da sie in das neue Feuerwehrgerätehaus Tischlerstraße umgelagert werden, so Wasserwehrleiter Dirk Lindner.
Für die Wasserwehr aus Muldenstausee war es ein willkommener Informationstag über effizienten Hochwasserschutz, denn selbst verfügt man noch nicht über solch moderne Anlagen.
ww2306aAkiver Helfer bei der Wochenendaktion waren die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Frohse, welche die Wandelemente dann auch sauberspritzten und sie auf Dichtheit prüften.
*brigens sucht unsere Wasserwehr noch dringend Nachwuchs.
Ab 18 Jahren kann man sich bewerben, Infos gibt es hier auf den hiesigen Internetseiten der Wasserwehr und unter Tel. (03928) 710 314 sowie (03928) 42 90 71.
Ebenso werden noch Freiwillige für eine Deichverteidigung im Ernstfall gesucht.

 

Übung der Wasserwehr am 23.06.2012: Verkehrseinschränkungen

Die Wasserwehr der Stadt Schönebeck (Elbe) führt gemeinsam mit der Wasserwehr Muldental am 23.06.2012 eine gemeinsame Wasserwehrübung durch.
Im Zuge dieser Übung wird im Bereich der Grabenstraße/Müllerstraße die komplette Hochwasserschutzwand aufgebaut, gereinigt und gewartet.
An jenem Samstag von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr ist eine verkehrsrechtliche Einschränkung im Bereich des Elbtors/Grabenstraße/Müllerstraße in der Gestalt vorgesehen, dass das Halten und Parken im Bereich des ehemaligen Fähranlegers verboten wird.
Ursache dafür ist der probeweise Aufbau der genannten mobilen Hochwasserschutzanlage zur Prüfung und als Übung der Wasserwehr.
Auf der öffentlichen straße wird zum Transport der Anlage ein Radlader fahren müssen und mehrere Einsatzkräfte werden beim Aufbau tätig sein.
Deshalb wird der genannte Knotenpunkt zeitlich begrenzt für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Die alte Brückenauffahrt mit Grabenstraße, Elbtor ab Elbstaße und der Müllerstraße von der Amtsbreite kommend wird für die angegebene Zeit zur Sackgasse.
Das angeordnete absolute Halteverbot am Fähranleger muss zwingend beachtet werden, da mit Errichtung der mobilen Hochwasserschutzanlage haltende und parkende Kraftfahrzeuge nicht mehr vom Fähranleger abfahren können.

 

akww051215.05.2012 - Wasserwehren des Altkreises Schönebeck proben Ernstfall

Am Sonnabend, dem 12.05.2012, führten die Wasserwehren der Stadt Calbe, der Einheitsgemeinde Barby und der Stadt Schönebeck (Elbe) ihre nunmehr schon zu einer guten Tradition gewordenen gemeinsamen Wasserwehrübung durch.
Diese gemeinsame Übung findet seit mehreren Jahren im Wechsel der teilnehmenden Wasserwehren statt.
In diesem Jahr war die Wasserwehr der Stadt Schönebeck die veranstaltende Wasserwehr.
An der Übung nahmen 30 aktive Kameraden teil, die an 4 Stationen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Deichverteidigung und im Hochwasserschutz trainieren und festigen konnten.
Weiterhin wurden den Kameraden der teilnehmenden Wasserwehren des Altkreises Schönebeck die Hochwasserschutzeinrichtungen der Stadt Schönebeck (Elbe) demonstriert und vorgeführt.
akww0512aZur Freude der Kameraden der Wasserwehr Schönebeck wurde ihnen zu dieser Veranstaltung durch den Dezernenten der Stadt Schönebeck (Elbe) Herrn Joachim Schulke das neue Einsatzfahrzeug übergeben.
Die Beschaffung eines Einsatzfahrzeuges für die Wasserwehr war nötig, da die Kameraden zur Erfüllung logistischer Aufgaben im Bereich Ausbildung und Hochwasserschutz immer auf private Fahrzeuge oder auf Fahrzeuge des Bauhofes angewiesen waren.
Weiterhin brauchen die Kameraden jetzt nicht mehr mit ihren Privatfahrzeugen zum Einsatz fahren.

 

 

wasserwehrsbk21115.05.2012 - Neues Einsatzfahrzeug für Schönebecker Wasserwehr

Wenn Flüsse in der Region Hochwasser führen, sind sie gefragt die ehrenamtlichen Kameraden der Wasserwehr.
Um ein gezieltes Handeln der Einsatzkräfte im Ereignisfall zu gewährleisten, üben die 13 Mitglieder der Schönecker Wasserwehr mindestens einmal im Jahr mit Wehren aus Calbe und Barby, wie man unter anderem mit Sandsackverbau, Quellkadenbau oder Deichschluss Güter und die Bevölkerung vor weitreichenden Schäden bewahren kann.
Am Sonnabend probten die Wasserwehren des Altkreises Schönebeck im Frohser Hafen den Ernstfall.
Die Wasserwehrübung wurde zudem mit einem freudigen Ereignis verbunden.
Der Dezernent der Elbestadt Joachim Schulke übergab den Ehrenamtlichen der Wasserwehr Schönebeck ein eigenes Einsatzfahrzeug, damit sie künftig schlagfertig und einsatzfähig sind und nicht mehr wie bisher im Einsatzfall den Transporter vom Bauhof ausleihen müssen.
Angesichts der allseits bekannten Haushaltssituation war es kein einfacher Schritt gewesen, das 30.000 Euro wertvolle Einsatzfahrzeug vom Typ Citroen Jumper zu beschaffen, konstatierte der Dezernent während der Fahrzeugübergabe.
Der Transporter, der Platz für sieben Einsatzkräfte bietet und eine Ladefläche von 3,20 Meter Länge aufweist, wird nunmehr die Qualität der Schönebecker Wasserwehr nicht nur bei der Verlagerung der Aquabarrier verbessern.

 

KadeGemeinsame Wasserwehrübung in Gottesgnaden im Oktober 2011

Am 01.10.2011 fand die gemeinsame Übung der Wasserwehren im Calbenser Ortsteil Gottesgnaden auf dem Gelände des dortigen Schöpfwerkes statt.
Technische Unterstützung leisteten diesmal die Freiwillige Feuerwehr Schwarz und der Bauhof der Stadt Calbe.
So wurden von den Kameraden der Wasserwehren Sandsäcke befüllt und auf Paletten zum Transport gestapelt, eine Deicherhöhung mittels Europa-Paletten erstellt sowie an einer angenommenen Sickerstelle eine Quellkade aufgebaut.
Die Feuerwehr installierte zudem eine zusätzliche Pumpe, um den Wasserstand im Hinterland halten zu können.
Ein Vertreter einer Firma, welche mobile Hochwasserschutzanlagen aus Aluminium herstellt, demonstrierte den Aufbau der ebenfalls unter der Bezeichnung "Aquabarrier" bekannten Anlage, die im Bedarfsfalle beispielsweise auch in Schönebeck im Bereich des "Elbtors" zum Einsatz kommt bzw. kam.
Mitarbeiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) in Sachsen-Anhalt, Flussbereich Schönebeck, standen während der Übung zu Anleitungs- und Beratungszwecken zur Verfügung.
(Weitere Bilder dieser Übung sind unter der Rubrik "Wasserwehrübungen" >> zu finden.)

Stand_der_WasserwehrPräsentation der Schönebecker Wasserwehr beim Tag der offenen Tür an der BKS Heyrothsberge

Am 28.05.2011 nutzte die Wasserwehr der Stadt Schönebeck (Elbe) die Möglichkeit, sich im Rahmen des Tages der offenen Tür an der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge zu präsentieren.
So zeigten die Kameraden der Wasserwehr den interessierten Besuchern mobile Deichschutzsysteme, die in der Einheitsgemeinde Schönebeck bei der Gefahrenabwehr bedrohlicher Elbehochwasser erfolgreich zum Einsatz kommen.

 


Lux_und_WasserwehrHerbert Lux, links im Bild,
Leiter von Sachsen-Anhalts Brand-und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge, am Stand der Wasserwehr der Stadt Schönebeck (Elbe)

(Fotos zum Vergrößern bitte anklicken)

 

 

 

Erklrung_Aquabarriersystemam Stand der Schönebecker Wasserwehr:

Kamerad Gerd Stegmann erklärt interessierten Besuchern Aufbau und Funktionsweise eines mobilen Deichsystems, hier des Aquabarriersystems

 

 

 

Frank_Ltge_Christian_Lindneram Boot der Schönebecker Wasserwehr:

von links nach rechts,
die Schönebecker Kameraden Frank Lütge, Christian Lindner, Gerd Stegmann und Karl-Heinz Herrmann

 

 

 

 

Karlheinz_TellmannKamerad Karlheinz Tellmann von der Schönebecker Wasserwehr

 

 

 

 

 

 

Spende_Wasserwehr14.03.2011 - Medienauflauf im Hafen: Schönebecker Wasserwehr dankt für materielle Unterstützung

Ein Medienauflauf war am Freitagnachmittag im Schönebecker Hafen zu beobachten.
Grund dafür war keine Havarie.
Nein - die Wasserwehr Schönebeck hatte eingeladen, um zwei Unternehmen Dank für deren Sachspenden im Gesamtwert von immerhin fast 1.000 Euro zu sagen.
Sponsoren von wichtigen Ausrüstungsgegenständen für die Wasserwehr in Schönebeck sind die Firmen Meltem Lüftungsgeräte GmbH & Co. KG sowie das Magdeburger Unternehmen Chemie-Vertrieb, das eine Niederlassung in Schönebeck unterhält.
Bei der Übergabe der Gerätschaften hatte Wehrleiter Dirk Lindner zwei Funktionen wahrzunehmen.
Zum einen als Empfänger, zum anderen als Spender.
In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass er als Vertriebsleiter Deutschland bei der Meltem GmbH, einem mittelständischen Unternehmen mit Hauptsitz in Bayern, tätig ist.
Von der Firma aus Alling stammen ein Notstromaggregat, eine Hochleistungsschmutzwasserpumpe, diverses Werkzeug und Materialien sowie Mützen für die Kameraden der Wasserwehr.
Die Chemievertriebs-Firma sponserte einen 1.000-Liter-Wassercontainer, der künftig von der Wasserwehr bei Übungen genutzt werden kann, um Deichdurchbrüche zu simulieren.
Im Namen der Wasserwehr bedankte sich Dirk Lindner bei den beiden Firmen für deren kurzfristige und unbürokratische Unterstützung.
Freuen können sich bald die Mitarbeiter der bayrischen Meltem GmbH.
Gegenüber seinem Arbeitgeber und Sponsor der Sachleistungen revanchierte sich Dirk Lindner mit einem typischen "Ostpaket" mit Lebensmittelprodukten aus den neuen Bundesländern.
Den Termin der Übergabe der Sachspenden im Hafen der Elbestadt nutzte ebenfalls Schönebecks Dezernent, Joachim Schulke, um den beiden mittelständischen Unternehmen Dank für die zusätzliche Ausrüstung der Wasserwehr zu sagen.
"Nachdem die Schönebecker Wasserwehr im Jahr 2006 offiziell ins Leben gerufen wurde und in vergangener Zeit mehrere Bewährungsproben bei der Gefahrenabwehr eines bedrohlichen Hochwassers mit Bravour bewältigt hatte, kann jedes Stück zusätzlicher Ausrüstung die Effizienz unserer Wasserwehr nur steigern", konstatierte der für die Wasserwehr zuständige Dezernent.
In der Hoffnung, die Aggregate nur bei Übungen einzusetzen, weiß er, dass die Kameraden optimal für einen Ernstfall vorbereitet und ausgerüstet sind.
Abschließend nutzten sowohl Dirk Lindner als auch Joachim Schulke die Gelegenheit, um interessierte Bürgerinnen und Bürger aufzurufen, ehrenamtlich in der Wasserwehr mitzuwirken.
Derzeit hat die Schönebecker Wasserwehr 13 Mitglieder.
Weitere Informationen erhält man unter der Telefonnummer (03928) 76 99 06 sowie im Ordnungsamt der Stadt unter 710 314.

 

Hochwasserschutzelbtor1118.11.2010 - Hochwasserschutzsystem am Elbtor getestet

Sichtliches Interesse bei Passanten fand am Donnerstag der Aufbau der mobilen Hochwasserschutzanlage am "Elbtor" in Schönebeck.
Unter Beteiligung der bauausführenden Firma Jaeger Spezial-und Tiefbau GmbH installierten Mitglieder der örtlichen Wasserwehr sowie des Städtischen Bauhofes die "Hochwasserschutzmauer" aus mobilen Aluminium-Dammbalken im Bereich der ehemaligen Fähranlagestelle.
Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Errichtung von 41 qm mobiler Dammbalken aus Aluminium als Hochwasserschutzsystem.
Neben zusätzlichen Erd-und Stahlbetonarbeiten kam es auch zu umfangreichen Pflaster-und Natursteinarbeiten.
Vom Landwirtschaftsministerium hatte die Stadt Schönebeck Fördermittel zum Hochwasserschutz in Höhe von 96.250 Euro erhalten.
Die Mittel stammen zu 75 Prozent aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes und zu 12,5 Prozent vom Land, die Stadt muss Eigenmittel ebenfalls in Höhe von 12,5 Prozent zur Verfügung stellen.
Schon die Müllerstraße kam in den Genuss von Teilen dieser Mittel.
Bei den Hochwasserschutzwänden handelt es sich um mobile Systeme aus Aluminium und Edelstahl, wobei im Ernstfall Dammbalken in ca. drei Meter von einander entfernte Stützen "eingefädelt" werden, die zuvor mit den fest installierten Bodenplatten verschraubt worden sein müssen."
Da es sich um eine mobile Hochwasserschutzanlage handelt, sind die Verkehrsflächen nach Abschluss der Baumaßnahme wieder uneingeschränkt nutzbar.

Hochwasserschutz im Stadtgebiet Schönebeck (Elbe):

Nach dem Jahrhundert-Hochwasser August 2002 und dem Hochwasserereignis April 2006 ist es auch in der Stadt Schönebeck (Elbe) deutlich geworden, wie notwendig es ist, urbane elbnahe Bereiche den aktuellen Erfordernissen anzupassen.
Nach dem auslaufenden linksseitigen Elbdeich am östlichen Ortseingang Schönebeck schließt sich zwar eine hochwassersichere Strecke an, die jedoch im Altstadtbereich in das hochwassergefährdeteste Stadtgebiet übergeht.
Diese alte Fähranlegestelle zwischen der Wohnbebauung bildet einen der größten Angriffspunkte für ein Elbehochwasser im Stadtgebiet von Schönebeck.
Hier war beabsichtigt, durch speziell auf dieses Gebiet abgestimmte bauliche Maßnahmen das Ausufern der Elbe bis zu einem festgelegten Bemessungshochwasser zu verhindern.
Dieses wurde ähnlich den Standards des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) ausgelegt auf die Wasserspiegellage des ursprünglichen HW 100 (Jahrhundert-Hochwasser mit einer Pegelhöhe oder Abflussmenge eines Gewässers, die im statistischen Mittel einmal alle 100 Jahre erreicht oder überschritten wird), was in etwa dem Augusthochwasser 2002 entspricht.
Zusätzlich wurde ein Freibord berücksichtigt, also eine Reserve für Wind-und Eisaufstau sowie für Wellen.
Die Hochwasserschutzmaßnahme würde den bisherigen, immer wieder notwendigen Aufbau aufwendiger Hilfssysteme und Sandsackbarrieren ersetzen.
Gewählt wurde eine mobile Hochwasserschutzwand, die aus einem Dammbalkensystem zwischen demontierbaren teilenden Mittelstützen und Wandanschlussstützen besteht.

Kennwerte der mobilen Hochwasserschutzanlage:

  1. Gesamtlänge: 47,23 m
  2. Höhe: 0,96 - 1,54 m über Gelände
  3. 13 Felder mit lichter Öffnungsbreite von 2,85 m bis 3,31 m
  4. 88 Aluminium-Dammbalken, Systemhöhe 200 mm
  5. 12 Mittelstützen mit Höhen von 1,19 m bis 1,81 m
  6. 2 Endstützen in Betonpfeilern
  7. durchgehendes Betonstreifenfundament mit Breiten zwischen 1,20 m und 1,60 m sowie einer Einbindetiefe von ca. 1,50 m
  8. eingelassene Edelstahl-Ankerplatten zur Aufnahme der Stützen

Für das Vorhaben erhielt die Stadt Schönebeck (Elbe) aus Mitteln des Konjunkturpaketes II Zuwendungen in Höhe von 87,5 Prozent der ursprünglich geschätzten Bausumme.
Das leichte Hochwasser im Oktober 2010 überflutete fast den gesamten Baustellenbereich, der sich von der Baugrube bis zur Elbe erstreckte.
Die Bautätigkeit musste zwangsweise unterbrochen werden, was einen unabwendbaren Zeitverlust verursachte und das Bauende über das vorgegebene Abrechnungsende hinaus verzögerte.
Auf mehrfache Anträge an den Fördermittelgeber mit der Bitte um Verlängerung der Frist erhielt die Stadt Schönebeck (Elbe) bisher noch keine Antwort.

 

Uebergabe_des_sanierten_Pretziener_Wehres116.10.2010 - Ministerpräsident Böhmer: Saniertes Pretziener Wehr übergeben

Es ging um Wasser und sogar Petrus würdigte diesen Anlass auf seine Weise:
Großer Bahnhof am verregneten Samstag am Pretziener Wehr, als dieses nach umfangreicher Sanierung seiner Bestimmung übergeben und gleichzeitig ein wenig sein 135. Geburtstag gefeiert wurde.
Kein Geringerer als Ministerpräsident Prof. Wolfgang Böhmer war erschienen, um dem Bauwerk und den Sanierern seinen Respekt zu erweisen.
Er erinnerte daran, dass in die Sanierung dieses Bauwerks - "einem der bedeutendsten technischen Bauwerke Europas" - immerhin über 5 Millionen Euro geflossen sind.
Schon sein Bau vor 135 Jahren kostete etwa 4,4 Millionen Reichsmark, aber die französischen Kriegsgefangenen, die daran mitwirkten, werden wohl kaum etwas von dieser Summe gesehen haben.
Nichtsdestoweniger würdigte kurze Zeit später die Pariser Weltausstellung das Pretziener Wehr mit einer Goldmedaille.

bei_der_Uebergabe_des_Pretziener_WehresBöhmer: "Besonders für den Raum Schönebeck-Magdeburg leistet das Wehr einen unverzichtbaren Dienst im Rahmen des Hochwasserschutzes."
Es handele sich hier um eine technologische Meisterleistung.
Dem Leiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz Hennig erzählte er dabei nichts Neues:
Dieser betonte indessen ebenfalls die Leistungen der an der Sanierung beteiligten Unternehmen und ihrer Mitarbeiter, die es in 130 Tagen Bauzeit immerhin mit 41 Tagen mittlerem Hochwasser zu tun gehabt hätten.
Zahlreiche Pretziener Bürger, Ortschaftsräte und Gäste, darunter auch Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Aikens und verschiedene Landtagsabgeordnete, die ostelbischen Ortschaftsbürgermeister Schönebecks und Vertreter der Stadt Schönebeck (Elbe) als Mutterstadt Pretziens erwiesen dem Anlass mit ihrer Anwesenheit ihre Ehre.
"Wir tun hier etwas für, mit, durch und in der Region", brachte LHW-Chef Henning die Emotionen auf einen Punkt.

 

Simulation_Beginn_Bergung_einer_PersonGemeinsame Übung der Wasserwehren 2010

Wasserwehrleiter Lindner und seine Schönebecker Kameraden waren dabei, als es am Samstag, dem 04.09.2010, zu einer gemeinsamen und schlussendlich erfolgreichen Übung der Wasserwehren des Altkreises Schönebeck mit dem THW und der Feuerwehr Barby an der Saalemündung in die Elbe kam.
An die 70 Teilnehmer waren an das feuchte und von Mückenschwärmen belagerte Saaleufer gekommen, um simulierte Deichschäden zu reparieren, fiktive Maßnahmen zur Deichverteidigung einzuleiten und einen Einsatz entsprechend zu organisieren.
Für viele Kameraden neu war das Üben einer Folienabdeckung bei einem von punktuellem Wassereintritt betroffenen Deich - geübt hier an der Uferböschung.
Dabei wie bei einer weiteren Übung mit Deichvernässungen verschiedener Art wurden auch Sandsäcke verbaut.
Die Wasserwehrkameraden übten abschließend das Bergen von im Wasser treibenden Opfern mit Hilfe von Rettungsbooten.
So war auch das Rettungsboot der Schönebecker Wasserwehr im erfolgreichen Probeeinsatz.
Detlef Lorbeer aus Barby zog zum Abschluss ein positives Resümee der Großübung, die schneller vonstatten ging als zunächst geplant.
Auf das gemeinsame Beisammensein im Anschluss an die Übung in Barby mit ein wenig "Versorgung", wie es hieß, freuten sich die Kameradinnen und Kameraden allemal."