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Donnerstag, 26 Apr 2018
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1. Der Marktbrunnen

PostGeschichte des Brunnens
Schöpfer des Brunnens ist der aus Schkopau bei Merseburg stammende Bildhauer Paul Juckoff.
Er ging nach einem Wettbewerb zur Errichtung eines Zierbrunnens, den der Magistrat der Stadt Schönebeck 1906/1907 ins Leben gerufen hatte, als Sieger hervor.
Juckoff hatte als Künstler durch die Herstellung von schönen Zierbrunnen in Stendal und Weißenfels auf diesem Gebiet einen sehr guten Namen.
Nach Vertragsabschluss zu Anfang des Jahres 1908 schuf der Bildhauer bis August desselben Jahres das steinerne Kunstwerk auf dem Marktplatz in Schönebeck.
Der Brunnen wurde am 6. September 1908 durch den damaligen Bürgermeister Schaumburg im Beisein des Künstlers der Öffentlichkeit übergeben.

Modell1Symbolik des Brunnens
Der Standort des Brunnens befindet sich auf dem Markt vor dem neuen Rathaus der Stadt Schönebeck, das 1892/1893 erbaut wurde. Er hat eine Höhe von acht Metern und ist sieben Meter breit. Entsprechend der Zeitepoche zeigt der Brunnen viele Merkmale des Jugendstils. Über dem sechseckigen Brunnenbecken erhebt sich ein pyramidenartiger Aufbau, der aus drei am Rande angeordneten männlichen Figuren und einer auf einem Sockel stehenden weiblichen Figur besteht.

Die herausgehobene weibliche Plastik auf dem Aufbau, ein ?schönes Weib von reifen Formen?, aus einer Muschel Wasser gießend, symbolisiert die Wasser der Elbe. Die andere Hand hält das Wappen der Stadt Schönebeck.
Am aufragenden Aufbau im großen Wasserbecken stehen unter ornamentalen Wappen mit Zunftzeichen Schmied, Schiffer und Bergmann, die die damals führenden Erwerbszweige der Stadt darstellen.

FigurenDer Schmied oder auch Arbeiter mit gewaltigem Hammer und Zahnrad gibt Kunde vom damaligen Industriestandort Schönebeck, vor allem der Metall- und Chemiebranche.

Ein Schiffer mit Südwester und Tranjacke steht für die Bedeutung Schönebecks als Stadt der Binnenschifffahrt und nimmt auch Bezug auf die heute weitgehend ausgestorbene Elbefischerei.

Der Bergmann mit Spitzhacke und Grubenlicht kündet davon, dass tief unten in der Erde im Schacht das Salz gefunden wurde, das als ?Schönebecker Siedesalz? einst von hier in
alle Herren Länder verkauft wurde.

Das Wasserspiel
Im Mittelaufbau zwischen den drei Männerfiguren entsteht mittels elektrischer Pumpe ein schäumender Wasserstrahl, der bis an die Kuppel des Brunnens reicht.
Das Wasser ergießt sich dann die Stufen hinunter in das große untere Becken.
Eine zweite Wasserquelle ist oben unter der Bekrönungsfigur angebracht.
Hier sprüht das Wasser aus 50 kleinen Löchern in das obere Becken.
Aus dem Becken fällt dann das Wasser überlaufend in dünnen Schleiern herab.
Die Ausführung der Wasseranlage ist nach den Ideen Juckoffs von den Ingenieuren Richter aus Berlin-Steglitz und Schmidt in Schönebeck besorgt worden.
Das Gesamtwerk präsentierte sich somit bei seiner Übergabe als ein herrlicher Schmuck der aufstrebenden Stadt Schönebeck zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Finanzierung und Kosten
Der Brunnen kostete insgesamt 12.000,- Mark. Die Finanzierung begann 1895 mit einem Überschuss aus einer Gewerbeausstellung, als ein Drittel davon (etwa 500,- Mark) als Grundstock für einen Zierbrunnen zinsbar angelegt wurde. Eine erfreuliche Stärkung des kleinen Fonds erfolgte im September 1902. Die Witwe eines verstorbenen Direktors Dr. Freytag aus Leipzig, der viele Jahre in Schönebeck gewirkt hatte, spendete zu dessen Gedächtnis 5.000,- Mark für die Errichtung eines Brunnens vor dem neu erbauten Rathaus. Doch das sollte nur der Anfang sein. Weitere Gaben von Firmen und Einzelpersonen folgten. Die Hermania A.G. spendete 2.000,- Mark, die Herren Georg und Feodor Siegel, Rechtsanwalt Hermann und Kommerzienrat Dümling je 1.000,- Mark. Die Thüringer Gasgesellschaft übernahm die Lieferung der Pumpe und des Elektromotors für rund 1.400,- Mark. Die Chemischen Werke steuerten 500,- Mark bei und der Steinmetzmeister Haase führte die notwendigen Pflasterarbeiten rund um den Brunnen auf seine Kosten aus. Somit gab es keine Belastung des Kommunalhaushaltes. Ein Wermutstropfen fiel allerdings damals schon in den Spendentopf. Der Fiskus bediente sich, es flossen 560,- Mark als Schenkungssteuer dem Finanzamt zu.

Marktbrunnen1cDer Brunnen steht nun seit mehr als einhundert Jahren auf dem Markt.
Der Zahn der Zeit und die Umwelteinflüsse haben an den Figuren genagt.
Es kommt aber sicher der Tag, an dem andere Kunsthandwerker die steinernen Gestalten neu beleben und ihnen ihr wahres Antlitz zurückgeben ...

Spendenaufruf für den Marktbrunnen (PDF, 113 KB)

(Quelle: 100 Jahre Marktbrunnen in Schönebeck (Elbe) 1908 - 2008, Stadt Schönebeck (Elbe), Stadtarchiv)

 

brunn_02321.03.2014 - Da liegt sie nun, flachgelegt, die Elbe. Auf der Transportfläche eines Lorrys. So nah sind wir ihr noch nie gekommen. Man konnte nun seit 106 Jahren erstmals wieder direkt in ihr Muschelkalk-Gesicht schauen. Und siehe da ? es hatte seinen Anmut und seine Schönheit trotz der jahrzehntelangen Verwitterung bewahrt. Wenige Minuten zuvor war sie noch als schwebende Jungfrau am illustren Publikum vorbeigeglitten, als ein schwerer Kran sie gerade vom Marktbrunnen gehoben hatte. Es war Baubeginn...für die Sanierung und Erneuerung des auch durch sauren Regen in die Jahre gekommenen Marktbrunnens am Freitag dieser Woche in Schönebeck (Elbe): Oberbürgermeister Knoblauch ließ sich diese ?Schau? Schönebecker Stadtgeschichte ebenso wie Fritz Husemann, Frank Rüchardt, Guido Schmidt und viele Schönebecker(innen) nicht nehmen. Der die Sanierung gemeinsam mit der Stadt verantwortende Elbufer Förderverein hatte seinen großen Auftritt. Spenden von Bürgern und Firmen, Eigenmittel des Vereins, die Stiftung der ehemaligen Kreissparkasse, die Klosterbergesche Stiftung, Mittel aus dem ?Stadtumbau Ost? und vor allem Lotto Toto haben die Finanzierung auf die Beine gestellt, wodurch die Baukosten von 200 000 Euro getragen werden können. Dafür dankten sowohl Martin Hennig vom Verein als auch das Stadtoberhaupt nochmals deutlich. Der Brunnen kann nun saniert werden, und der Pretziener Steinmetzbetrieb Meussling ist daran ebenso beteiligt wie der Braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe, durch dessen spezielle abgussfreie Methode die vier Figuren stark kostensparend (minus 120 000.-) erneuert werden können. Neben der Elbe werden auch der Bergmann, der Schiffer und der Industriearbeiter von Brunnen ?steigen?, um ihr Ebenbild entstehen zu lassen. Aber nicht nur die Figuren, sondern der gesamte Brunnen wird saniert. Bis Ende dieses Jahres soll alles fertig sein ? wieder in fränkischem Muschelkalk, diesem schönen maritimen Naturgestein. Es wird ein echter Hingucker, wenn alles klappt. Aber daran hatten die Zuschauer am Freitag keinen Zweifel. Die nächsten Monate der Markt merkwürdig leer aussehen, das wird manchem bewusst machen, was uns nun fehlt.

brunnen35.06.2014 - Der Braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe sowie Frithjof Meussling und seine Mitarbeiter haben gute Arbeit geleistet ? in der Arbeitsgemeinschaft zur Erneuerung des Schönebecker Marktbrunnens im Pretziener Unternehmen. Mit einer von ihm entwickelten, speziellen Knetmasse hat der Künstler nun die vier Brunnenfiguren an bzw. auf den Altoriginalen modelliert, so dass jetzt sein Messpunktsystem in Anwendung kommen kann und die neu zu brechenden unterfränkischen Muschelkalkblöcke aus Kirchheim nun auf den Weg gebracht und behauen werden können. Die Methode, ohne weitere Kopien auszukommen, ist vom Künstler selbst entwickelt worden und erspart dem Gesamtvorhaben eine sechststellige Summe.

Martin meussling14_KopieHennig vom Elbufer Förderverein und einige Medienvertreter machten sich am Mittwoch ein Bild vom rasanten Fortgang der Arbeiten und den nun entstandenen Modellen der Elbe, des Bergmanns, des Schiffers und des Industriearbeiters. Der Betrachter darf sich freuen: Die Figuren besitzen sowohl eine lebendige Ausstrahlung und überzeugende Detailfreudigkeit des Urzustands als auch eine gelungene, wieder erstrahlende Ästhetik. Natürlich zog zu allererst die (sehr) weibliche Hauptfigur die Blicke auf sich und diesen blieb nicht verborgen, dass die neue Elbe ein freundliches, selbstbewusstes und sehr charmantes Antlitz haben wird, was durch die jahrelange, regensaure Verwitterung weitgehend verborgen geblieben war. Allein der Faltenwurf über die noch Faltenlose ist sehenswert. Das alte Wappen erscheint nun wieder und auch bei den Männern so manches lange Verblichene.
meussling2014_Kopie?Die Erschaffer dieses Brunnens wussten, was sie taten?, sagt Frithjof Meussling vom Steinmetz- und Restaurierungsunternehmen, und er meint damit nicht nur die den Blickhöhen angepasste, unterschiedliche Größenordnung der Figuren; die fein abgestimmte, gelungene Gesamtanordnung des Ensembles, die Detailfreude sowie die sinnbildliche und physische Ausdrucksstärke. Er meinte auch die technische Fundiertheit des Wasserspiels und ihrer Versorgung in verschiedenen Ebenen und mit dauerhaften Materialien wie etwa den Kupferleitungen. Dieser Brunnen war ein Meisterwerk und soll es offenbar auch wieder werden. Das Ziel, ihn noch dieses Jahr fertig zu stellen, mag der heutige Betrachter kaum glauben. Immerhin sind rund 80 Brunnenteile zu bearbeiten, tonnenweise Material ist auf dem Hof in Pretzien gelagert, zum Teil gebrochen. Martin Hennig, der mit seinem Verein die Finanzierung (rund 200 000 Euro Gesamtkosten) vorantreibt, sagt, man sei auf einem guten Wege. Aber noch immer sind Spenden nötig und willkommen, fügt er hinzu.

donig_00924.07.2014 - Was für eine Haarpracht! Der die Figuren des Schönebecker Marktbrunnens derzeit bei der Firma Meussling in Pretzien neu gestaltende Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe war begeistert: Die Jugendstil-Frisur der Elbe-Figur am Lebendmodell Ines Donig durch Friseuse Christiane Manzke war blendend gut gelungen. Die Modell sitzende Mitarbeiterin vom Sachgebiet Tiefbau, ohnehin des Berufs wegen mit dem Thema Marktbrunnen beschäftigt, hatte sich bereit erklärt und in den Friseursalon im Breiteweg begeben, um sich die aufwändige Elbe-Frisur ?verpassen? zu lassen, nach der der Künstler am Donnerstag modellierte. Ein wenig Glanz in ihren Augen kann auch sie nicht verbergen, als sie sich im Spiegel betrachtet. Denn Haartracht und Gesichtszüge bilden eine harmonische Einheit. Die Geschmäcker ändern sich mit den Zeiten, und nicht immer ist der gerade aktuelle Trend der Ästhetik letzter Schluss. Am Donnerstag war dies offenbar anders ? alle Augenzeugen, so auch der Vorsitzende des Elbufer Fördervereins Martin Hennig, Hochbau-Sachgebietsleiter Frank-Günther Wedler und die Journalisten staunten nicht schlecht über so viel handwerkliche Kunstfertigkeit. Am Hinterkopf ist deutlich eine Elbe-Welle erkennbar, wie die Friseur-Meisterin erläutert. War es eine berufliche Herausforderung? ?Eigentlich nicht, das gehört dazu?, sagt sie, aber ein wenig Stolz lugt doch aus ihrem Knopfloch. Man darf gespannt auf das Ergebnis in Muschelkalk sein!

Marktbrunnen2014Fundament_Kopie1.10.2014 - Gut voran gehen die Arbeiten am Marktbrunnen in Schönebeck. Noch in dieser Woche werden die Fundamentarbeiten abgeschlossen sein. In der nächsten Woche werden die ersten Steinelemente vom Pretziener Steinmetzbetrieb Meussling gesetzt. Während einer Baubegehung informierte Martin Hennig vom Elbufer Förderverein Schönebeck e.V. Oberbürgermeister Bert Knoblauch über den Stand der Baumaßnahme vor dem Rathaus. Dezernent Joachim Schulke, Hochbau-Sachgebietsleiter Frank-Günther Wedler und Britta Meldau vom Stadtarchiv konnten ebenso wie die Medienvertreter erfahren, dass die "Elbe" bereits zu 50 Prozent und die drei weiteren Figuren des Brunnens schon zu fast 90 Prozent fertiggestellt sind. Zur Sanierung des Marktbrunnes gehört zusätzlich der Erneuerung der Pumptechnik sowie der Wasserzuleitungen zu den einzelnen Elementen. Spenden von Bürgern und Firmen, Eigenmittel des Vereins, die Stiftung der ehemaligen Kreissparkasse, die Klosterbergesche Stiftung, Mittel aus dem "Stadtumbau Ost" und vor allem Lotto Toto haben die Finanzierung auf die Beine gestellt, wodurch die Baukosten von 200 000 Euro getragen werden können. Dafür dankten sowohl Martin Hennig vom Verein als auch das Stadtoberhaupt nochmals deutlich. Ein großer Dank ging ebenfalls an die bauausführenden Unternehmen und das Hochbauamt der Stadt sowie den Braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe für die Unterstützung. Bis Ende dieses Jahres soll alles fertig sein. Und dann fließt auch wieder das Wasser der Elbe vor dem Rathaus.

brunn_00225.04.2015 - Mit einem gelungenen Brunnenfest wurde der durch Bürgerspenden, Sponsoring, Landesfördermittel und den Elbufer Förderverein aufwändig sanierte Marktbrunnen am Samstag seiner Bestimmung und der Bevölkerung übergeben. Hunderte Schönebeckerinnen und Schönebecker waren gekommen, um Oberbürgermeister Bert Knoblauch, dem EUFV-Vorsitzende Martin Hennig und Lotto-Toto-Vertreterin Angelika Teich als einer der Hauptsponsoren zu applaudieren, als sie das Brunnenwasserspiel per rotem Knopf in Gang setzten und die krönende Elbe mit ihrer Muschel wieder Wasser spendete. Auch  der Ideengeber der beeindruckenden Spendenaktion Friedrich Husemann von den Stadtwerken und der Braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe (Foto; mit Familie) wohnten der Zeremonie bei. Das Volksfest mit Chören, Schalmeien und einem echten Schönebecker ZT-Traktor des Industriemuseums geriet mit der Übergabe des Brunnens zu einem würdigen Höhepunkt. Hauptsponsoren und ?finanzierer neben den zahlreichen Einwohnern waren Lotto-Toto, die Klosterbergesche Stiftung, die ehemalige Bernburger Kreissparkasse. Aber auch die die  Stadtwerke, die OEWA, ITB, Reederei Süßenbach, Tulpina, Schröder & Crackau, die WBG und viele andere unterstützten das Vorhaben. Fördermittel über die Stadt gab es vom Land aus dem Topf ?Stadtumbau Ost?. Der Künstler Kleine-Tebbe hatte ein eigenes Modellierverfahren entwickelt, was die einst kalkulierte Bausumm von über 300 000 Euro sechsstellig reduzierte. Angelika Teich von Lotto-Toto würdigte den Brunnen als tolle Bereicherung für die Bürger und des Stadtbildes und konnte auch die lange Reihe der Unterstützungen von Schönebecker Projekten durch Lotto verweisen. Martin Hennig zog eine Bilanz des Werdegangs bis zur Fertigstellung und dankte ausdrücklich allen Helfenden, Geldgebern und Unterstützern sowohl von Bürgerseite wie von Unternehmen und Landesregierung, nicht zuletzt den Mitgliedern des Elbufer Fördervereins selbst. Er erinnerte unter anderen an die Brunnen-?Erbauer? Künstler Juckert und Bürgermeister Schaumburg aus der Gründerzeit, an den verdienstvollen ehemaligen Vereinsvorsitzenden Peter Strauß und an Ines Donig vom Tiefbau, die sich als historische Elbefigur frisieren ließ und dem Bildhauer Modell saß. Und er machte darauf aufmerksam, dass dies noch nicht das letzte Projekt des Vereins gewesen sein wird. Oberbürgermeister Bert Knoblauch brachte ebenfalls seine große Freude über den erneuerten Brunnen zum Ausdruck. Er sagte unter anderem:

Brunnenfiguren2015_KopieBergmann, Schmied, Schiffer und die Elbe spiegeln unsere Stadt heute noch, wenn man mit dem Schmied unser mittelständisches Gewerbe verbindet, mit dem Schiffer den Strom mit seinen Binnenschiffen, dem Frohser Hafen und der Fahrgastschifffahrt, und mit dem Bergmann traditionell unser Heilmittel Sole, welches wir in Bad Salzelmen zu Tage fördern. Die Elbe selbst steht für den Charme unserer Stadt, der zweifellos vorhanden ist, den nur noch nicht jeder erkennen möchte. Diese Figur macht es ihm ein wenig leichter, denke ich. Und ich finde, nicht nur diese ist dem Künstler Magnus Kleine-Tebbe außerordentlich gut gelungen. Die Elbe symbolisiert unsere Stadt am Fluss, die Elbauen, das Erholungsgebiet Ostelbien, die tolle Elbauenbrücke und das Biosphärenreservat. Wir hatten Monate jetzt anspruchsvollster künstlerischer und handwerklicher Arbeit im Steinmetzbetrieb Meussling in Pretzien. Der Brunnen war ein Meisterwerk und wird ein Meisterwerk bleiben! Und ich bin dem Initiator Friedrich Husemann mit seinen Stadtwerken und dem Umsetzer des Vorhabens Elbufer Förderverein mit Martin Hennig und seinem geschätzten Vorgänger Peter Strauß und allen Vereinsmitgliedern überaus dankbar dafür, den Stein aus Muschelkalk ins Rollen gebracht und zum Ziel geführt zu haben.

Brunnen2016_KopieHier kann man wirklich sagen, was lange währte, wurde gut. Ich spreche allen Spendern und Sponsoren hiermit meinen überaus herzlichen Dank aus! Dies tue ich ganz persönlich, aber auch im Namen meiner Verwaltung und des Stadtrates. Panta rhei: Alles fließt. Und wenn alles fließt wie die Elbe und der Marktbrunnen hier, dann ist alles in Bewegung. In unserer Stadt ist vieles in Bewegung. Man braucht sich nur umzuschauen. Um beim Wasser zu bleiben. Das Glas ist halb voll. Wir haben allen Grund optimistisch nach vorn zu schauen. Heute ist ein guter Tag dafür. Und heute dürfen wir auch mal feiern, was Schönebecker bekanntlich sehr gut können. Freuen wir uns auf das Brunnenfest und über den schönen erneuerten Marktbrunnen!?


2. Der Aussichtsturm auf dem Bierer Berg

bierer_berg_altDer im Jahr 1888 gegründete Verschönerungs-Verein zu Groß Salze, heute als Bad Salzelmen ein Stadtteil von Schönebeck (Elbe), betrieb neben anderen Projekten die Umgestaltung des Bierer Berges.

Die Anhöhe vor den Toren der Stadt wurde zu einer Gedenkstätte für den ?Eisernen Kanzler? Otto von Bismarck gestaltet.

Zunächst einmal wurde der Bierer Berg im Jahre 1895 in ?Bismarckhöhe? umbenannt.
Ein Bismarckdenkmal wurde eingeweiht, der Verein ließ Bäume pflanzen.

 Baugenehm1Im Februar 1897 wurde die Baugenehmigung für den Aussichtsturm und das Wirtschaftsgebäude erteilt.
Im selben Jahr war der Bau beendet.

Zunächst betrug die Höhe des Turmes 10 Meter.
Im Jahre 1907 musste er auf 14 Meter erhöht werden, da die Bäume inzwischen die Aussicht behinderten.

 

 

um_1913Ständig wurde die Stätte vom Verschönerungsverein erweitert.

Im Jahre 1937 löste sich dieser jedoch auf.
Die Anlagen auf dem Bierer Berg gingen satzungsgemäß in den Besitz der Stadt Schönebeck über.

Im Jahre 1946 wurde die Bismarckhöhe wieder in ?Bierer Berg? umbenannt.
Der Berg wurde zur Naherholungsstätte ausgebaut.

 
Eine große Renovierung und Erneuerung der gesamten Anlage erfolgte im Jahr 1973 anlässlich der 750-Jahr-Feier Schönebecks.
Der Heimattiergarten wurde in diesem Jahr eröffnet.

Gaststtte1994 wurde der Aussichtsturm renoviert.

Das Wirtschaftsgebäude, das als Gaststätte gedient hatte, musste abgerissen werden.
Inzwischen ist neben dem Turm wieder eine neue Gaststätte entstanden, die ?Bismarckhöhe?, benannt nach dem vormaligen Namen der Anhöhe, als hier der ?Eiserne Kanzler? geehrt wurde.

Interessierte Besucher können den Turm besteigen und den Blick über das weite Land genießen.

(Quelle: Der Aussichtsturm auf dem Bierer Berg, Stadt Schönebeck (Elbe), Stadtarchiv)


3. Der Salzturm

TaWann und warum entstand der Salzturm?
Im Mittelalter gab es Stadtbefestigungen vor allem, um sich gegen einfallende Feinde zu schützen.
Auch Schönebeck hatte eine Stadtmauer, die noch in Resten erkennbar ist.
Es gab drei Tore: Das Salzer-, das Barbyer und das Elbtor.
Mit der Zeit verloren die Stadtbefestigungen ihre ursprüngliche Funktion.
Die Gemeinwesen wuchsen stark über ihre Grenzen hinaus, so dass sich die Mauern und Türme nun innerhalb der Städte befanden.
Im Jahre 1613 wurde der Salzturm - auch "Haußmannsturm" genannt - wohl anstelle eines früheren Vorgängers über dem Salzer Tor erbaut.
Er besaß eine barocke Haube mit offenem Glockenstuhl.
Um das obere Geschoss führte eine hölzerne Galerie.
Eine Erneuerung dieses Turmes wurde schon wieder im Jahre 1711 notwendig.
Er wurde vollständig abgebrochen und erhielt mit dem Neubau, der am 21. August 1714 abgeschlossen war, seine jetzige Gestalt.
Ein Turmwächter ("Haußmann"), der auch im Salzturm seine Wohnung hatte, hielt bis etwa 1900 auf der umlaufenden Galerie Ausschau.

TbEinige Turmdaten
Der Salzturm wurde erstmals im Jahre 1613 erbaut.
Seine Gesamthöhe beträgt 37,68 Meter.
Er verfügt über eine doppelläufige Treppenkonstruktion mit jeweils 92 Stufen, die eine führt die Besucher nach oben, die andere nach unten.
Eine in 30 m Höhe angebrachte Balustrade führt rund um den Turm.
Kuppel, Schaft und Wetterfahne sind 3,40 Meter hoch.
1711 bis 1714 wurde der Turm nach dem Abbruch wegen Baufälligkeit mit dem alten Baumaterial wieder aufgebaut und erhielt seine jetzige Gestalt.
1993 erfolgten Umbau-und Restaurierungsarbeiten u.a. mit Einbau einer doppelläufigen Treppe und zweier entgegengesetzter Pyramiden.
1996 wurde das alte Uhrwerk eingebaut und dieses sowie die im Mauerwerk befindlichen Nischen verglast.
Ausstellungsstücke fanden ihren Platz.
Eine kleine Bildergalerie und die Empfangstheke wurden eingerichtet.
1998 wurde die Salzkristallsäule des Künstlers Christof Grüger eingeweiht.
Es fand sogar schon eine Hochzeit in luftiger Höhe statt.

TcBei guter Sicht können von der Balustrade des Salzturms aus folgende Sehenswürdigkeiten und Landschaften entdeckt werden:
- die Elbe und die Salzblume
- die St. Johannis Kirche
- die St. Jakobi Kirche
- die St. Marien Kirche
- die Friedrichstraße
- das Schönebecker Rathaus
- der Bierer Berg
- der Hummelberg und
- die Frohser Berge mit dem zweitgrößten Funkturm in Sachsen-Anhalt

(Quelle: Der Salzturm - ein Wahrzeichen von Schönebeck, Stadt Schönebeck (Elbe), Stadtarchiv)