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Freitag, 19 Jan 2018
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Die Bestände des Stadtarchivs Schönebeck (Elbe) PDF Drucken E-Mail

>>  Allgemeine Informationen zu den Aktenbeständen des Stadtarchivs

>>  Übersicht über alle Aktenbestände und deren Laufzeiten

>>  Archivbibliothek, Karten-und Plakatbestand, Bildersammlung

>>  Zeitungssammlung, audiovisuelle Materialien und Sammelbestand


Allgemeine Informationen zu den Aktenbeständen des Stadtarchivs

S4aAktenbestände - insgesamt etwa 500 laufende Meter
Die größten und auch historisch bedeutendsten Bestände sind die der damaligen Städte Schönebeck und Groß Salze. Einige Archivalien aus diesen Beständen sind von großer überregionaler Bedeutung.
Zu den ältesten Schriftstücken gehören die sogenannten Schöffensprüche und die Urkunden der Stadt Groß Salze. Bemerkenswert ist vor allem eine Urkunde aus dem Jahre 1336, deren Inhalt das Salzwesen der Stadt Groß Salze betrifft. Das anhängende Siegel trägt die erste Abbildung des Salzkorbes, der uns bis heute im Schönebecker Stadtwappen und im Wappen des Salzlandkreises erhalten geblieben ist - ein Hinweis auf die Tradition der Siedesalzherstellung.
Die Rechnungsbücher Groß Salzes gehen bis in das Jahr 1407 zurück.

Aus der Zeit der Reformation liegen zwei erwähnenswerte Schriftstücke vor. Zum einen ist es ein eigenhändiger Brief Philipp Melanchthons, zum anderen ein Urteil des Konsistoriums in Wittenberg, das er mit unterzeichnete. Das Stadtarchiv bewahrt zudem eine sehr dichte Überlieferung von so genannten Hexenprozessakten auf. Interessante, Hunderte von Jahren alte Stadtordnungen (Willküren), die das Leben längst vergangener Zeiten besser begreifbar werden lassen, gibt es ebenso wie handgeschriebene Chroniken und geschichtliche Überblicke.

Zu nennen wären da vor allem die ausführlichen Aufzeichnungen des bei der Stadt Groß Salze beschäftigten Rechtsgelehrten Nicolai aus dem 18. Jahrhundert. Die weiteren Bestände der ehemals selbstständigen Stadtteile Frohse, Grünewalde, Elbenau, Felgeleben sowie von Plötzky, Pretzien und Ranies sind kleiner und reichen weniger weit in die Vergangenheit zurück. Überlieferungen in etwa zeitgleichen Beständen der einzelnen Stadtteile sind recht unterschiedlich. Das fällt beispielsweise immer wieder bei genealogischen Anfragen auf.
Seelenlisten der einzelnen Orte haben sich in ganz verschiedenen Laufzeiten erhalten.  Das kann seinen Grund in den einzelnen Ortsgeschichten haben (Verluste zum Beispiel durch Kriegszeiten, Brände, Lagerung, Nässe) oder in der unterschiedlichen Wertschätzung archivierungswürdiger Akten in den verschiedenen Gemeinden.

Während heute nicht zuletzt aufgrund des Aufkommens von Massenschriftgut nur ein relativ kleiner Teil der Akten dauerhaft archiviert wird, war es bei unseren Vorfahren umgekehrt. Sie bewahrten zunächst alles auf und sonderten das ihrer Meinung nach entbehrungswürdige Schriftgut aus. Akten wurden auch verkauft, nicht zuletzt an Papiermühlen, die daraus wieder neuen Schreibstoff herstellten. Die Bildung bzw. Abgrenzung der städtischen Bestände erfolgte vor allem aufgrund von Verwaltungsstrukturänderungen (Eingemeindungen, Ortsvereinigungen), oder gesellschaftlichen Umbrüchen. Offenbar führten aber auch einmalige große Aktenablieferungen an das Archiv zur Bildung neuer Bestände.
 
Bauakten zu einzelnen Gebäuden sind hier grundsätzlich nicht zu finden. Das Baudezernat der Stadt Schönebeck (Elbe) im Breiteweg 12 unterhält ein eigenes Bauaktenarchiv. Es besteht ein kontinuierlicher Zugang von Akten vor allem aus dem Verwaltungsarchiv der Stadt Schönebeck. Andere Zugänge waren unter anderem vom Bauaktenarchiv der Stadt Schönebeck (Elbe) und von liquidierten Betrieben zu verzeichnen.
 
Seit dem Inkrafttreten des Personenstandsrechtsreformgesetzes am 01. Januar 2009 werden Personenstandsunterlagen der Standesämter, deren Datenschutzfristen abgelaufen sind, den Archiven angeboten. Auch das Stadtarchiv Schönebeck übernimmt kontinuierlich diese Unterlagen aus dem städtischen Standesamt.
 
Die Aktenbestände sind mit Hilfe der EDV erfasst. Ausgedruckte Verzeichnisse (Findbücher) enthalten Angaben zu Signatur, Aktentitel, Laufzeit. Eine Erschließung der Akteninhalte erfolgt bei der täglichen Arbeit und steht für die Akten vor 1990 zum großen Teil noch aus.


Übersicht über alle im Stadtarchiv vorhandenen Aktenbestände und deren Laufzeiten

S4bAlter Bestand Schönebeck
Laufzeit: 
15. Jahrhundert bis etwa 1800

Neuer Bestand Schönebeck
Laufzeit: 
ab etwa 1800 bis 1945, hier ab 1913 Elbenau und Grünewalde, ab 1923 Felgeleben und ab 1932 Bad Salzelmen und Frohse


S4cAlter Bestand Groß Salze                                         
Laufzeit:
14. Jahrhundert bis etwa 1800, hier auch Alt Salze/Elmen

Neuer Bestand Groß Salze/Bad Salzelmen
Laufzeit:
ab etwa 1800 bis 1932, hier bis Ende des 19. Jahrhunderts auch Alt Salze/Elmen



S4dBestand Frohse
Laufzeit:
16. Jahrhundert bis 1932, Schwerpunkt 19. Jahrhundert

 

 

 


Bestand Elbenau              

Laufzeit:
17. Jahrhundert bis 1913, Schwerpunkt 19. Jahrhundert

Bestand Grünewalde       
Laufzeit: 
18. Jahrhundert bis 1913, Schwerpunkt 19. Jahrhundert

Bestand Felgeleben
Laufzeit:
18. Jahrhundert bis 1923, Schwerpunkt 19. Jahrhundert

Bestand Schönebeck nach 1945  
Laufzeit:
1945 bis 1990

Bestand Schönebeck nach 1990
Laufzeit:
ab 1990 bis zur Gegenwart, hier ab 2009 Plötzky, Pretzien, Ranies

Bestände der Gemeinden Plötzky, Pretzien, Ranies - einschließlich Übernahmen aus dem Kreisarchiv des Salzlandkreises, Standort Schönebeck (Elbe)  
Laufzeit:
ab etwa Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1992, Schwerpunkt 20. Jahrhundert

Verwaltungsgemeinschaft Schönebeck mit den Gemeinden Plötzky, Pretzien, Ranies
Laufzeit:
1992-2008

Historische Personalakten
Laufzeit:
1860 bis etwa 1960

Ratsbeschlüsse, Unterlagen der Stadtparlamente und Ausschüsse von Schönebeck, Groß Salze/Bad Salzelmen und Frohse vor 1945  
Laufzeit:
ab etwa 1830 bis 1945

Ratsbeschlüsse, Unterlagen des Stadtparlaments Schönebeck nach 1945  
Laufzeit:
1945 bis 1990

Historische Bauunterlagen, Übernahme vom Bauaktenarchiv der Stadt Schönebeck  
Laufzeit:
1864-1951

Betriebsunterlagen der ehemaligen Kaiserbrauerei Allendorff bzw. Brau- und Malzfabrik  
Laufzeit:
1882-1963

Betriebsunterlagen der ehemaligen NARAG bzw. Heizkesselwerk  
Laufzeit:
ab etwa 1900 bis etwa 1990 (Erfassung und Erschließung in Arbeit)

Personenstandsunterlagen -Geburt-
Laufzeit:
1874 bis vor jeweils 110 Jahren

Personenstandsunterlagen -Tod-
Laufzeit:
1874 bis vor jeweils 30 Jahren

Personenstandsunterlagen -Eheschließung-  
Laufzeit:
1874 bis vor jeweils 80 Jahren


Archivbibliothek, Karten-und Plakatbestand, Bildersammlung

Archivbibliothek: 
insgesamt etwa 6.000 Bestandseinheiten
In der Archivbibliothek befinden sich viele für die Heimatgeschichte der Region wertvolle Werke wie Urkundenbücher, die "Heimatglocken des Kreises Calbe" oder die "Geschichts-Blätter für Stadt und Land Magdeburg". Neu erschienene Literatur (auch Materialsammlungen, Periodika oder Faltblätter) wird möglichst vollständig laufend dem Bestand hinzugefügt. Hierzu gehören auch Belegarbeiten von Benutzern. Erfasst sind alle Werke mit den nötigen bibliographischen Angaben per EDV. Ein gedrucktes Verzeichnis ist vorhanden. An der analytischen Verzeichnung der Sammelwerke und der Zeitschriftenausschnittsammlungen wird gearbeitet.
 
Kartenbestand: 
insgesamt etwa 400 Bestandseinheiten
 
Zunächst werden natürlich Karten und Pläne der einzelnen Stadtteile Schönebecks aufbewahrt. Der Kartenbestand beginnt im 18. Jahrhundert und wird ebenso durch Neuerscheinungen oder Erwerb historischer Karten ergänzt. Es sind auch Karten der näheren und weiteren Umgebung vorhanden sowie Gebäudezeichnungen und Karten der ehemaligen Brauerei Allendorff. Hier ist ein gedrucktes Findbuch vorhanden. Zudem ist der Bestand mittels EDV erfasst.
 
Plakatbestand: 
insgesamt über 1.000 Bestandseinheiten
 
Ständig werden Plakate gesammelt, die Auskunft vor allem zu politischen oder kulturellen Höhepunkten in unserer Stadt geben.
Historisch wichtig in diesem Bestand sind vor allem die Bekanntmachungen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, die auch die ältesten Unterlagen in diesem Bestand sind. Die Erfassung erfolgt mittels EDV. Ein gedrucktes Findbuch ist vorhanden.
 
Bildersammlung: 
einige zehntausend Fotos (auch digitale), Ansichtskarten, gerahmte Bilder, Negative, Dias, etwa 3.500 Glasplatten-Negative
 
Die alten und neuen Fotos und Ansichten der Stadt werden ständig ergänzt, nicht zuletzt auch durch aktuelle digitale Fotos aus dem städtischen Amt für Presse und Präsentation. Es gibt in dieser Sammlung Ansichten aus der Anfangszeit der Fotografie, Zeichnungen, Porträts, Postkarten usw. nach Stadtteilen oder Betreff geordnet. Erwähnenswert ist eine Fotodokumentation der GESAS mBH Schönebeck mit Stadtansichten, die um 1995 im Rahmen eines Projektes zur Arbeitsbeschaffung für Frauen (ABM) entstanden ist.
Es sind Findbücher vorhanden, auch ist der überwiegende Anteil der Bestände mittels Datenbanken erfasst.

Ziel ist hier die vollständige elektronische Verzeichnung mit dem Einfügen der Bilder in die Datensätze der archiveigenen Datensoftware.
Die vorhandenen Glasplatten-Negative stellen eine große Bereicherung der historischen Überlieferung dar. Die Digitalisierung dieses Bestandes mit anschließender Erfassung und Erschließung steht auf der Arbeits-Wunschliste.


Zeitungssammlung, audiovisuelle Materialien und Sammelbestand

S4eZeitungssammlung: 
insgesamt etwa 150 laufende Meter
Die Zeitungssammlung umfasst verschiedene Titel mit dem Schwerpunkt 19. und 20. Jahrhundert. Viele Jahrgänge der "Magdeburgischen Zeitung" sind vorhanden, der "Stadt- und Landbote", das "Amtliche Calbesche Kreisblatt" des damaligen Kreises Calbe (Saale) sind ebenso zu finden wie die "Schönebecker Zeitung" oder das "Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Magdeburg". Nach 1945 waren die "Mitteilungsblätter der Stadt Schönebeck" wichtige Publikationen mit amtlichen Bekanntmachungen. Die Presseorgane, die nach der politischen Wende 1989/90 die amtlichen Bekanntmachungen beinhalten, werden hier ebenso aufbewahrt.

Die Schönebecker "Volksstimme" ist seit 1955 weitgehend vollständig erhalten und wird als Tagespresse täglich "verzettelt", das heißt, Berichte über wichtige Ereignisse in der Stadt und in der Region werden mit einem Schlagwort versehen und mit Hilfe der EDV verzeichnet. Gesetzblätter aus der DDR-Zeit sind vorhanden, wenn auch nicht lückenlos. Bundes- und Landesgesetzblätter nach 1990 werden ebenfalls in je einem Exemplar aufbewahrt. Eine Verzeichnung der Titel und Jahrgänge liegt als gedrucktes "Grob-Arbeitsmaterial" vor.
Es wird angestrebt, die Bestände akribisch - auch Einzelexemplare von Zeitungen sollen erfasst werden - aufzunehmen und zu erschließen. Gegenwärtig ist der Gang ins Magazin unvermeidbar, wenn nach einer bestimmten Einzelausgabe gefragt wird. Nach Fertigstellung der Arbeiten sollen die Archivmitarbeiter schon mit Hilfe der EDV ermitteln können, ob eine bestimmte Ausgabe einer regionalen Zeitung überhaupt vorhanden ist.
 
Audiovisuelle Materialien
 
Das sind Ton-, Film- und Bilddokumente verschiedener Provenienzen (Herkunft) und Themen auf VHS-Kassetten, CD oder DVD, die Schönebeck tangieren. Über 100 Datenträger sind hier vorhanden, die erfasst und erschlossen sind.
 
Sammelbestand:
 
Weitere Sammelobjekte des Archivs sind beispielsweise eine kleine Autographensammlung, Stadtsiegel, Stempel, verschiedene Materialsammlungen, Zettelkarteien, Souvenirs zu Stadtjubiläen, Schenkungen, sogenannte Vor- oder Nachlässe sowie Depositalgut.
Es liegen gedruckte Findbücher vor, zudem erfolgt eine analytische Erfassung per EDV.