TdFW2018_Kopie osommer18_Kopie Kitabesuch_Juli2018_Kopie
Top Panel
  • Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Samstag, 21 Jul 2018
Sie sind hier: Start Stadt AG Grundwasser Grundwasser-AG besuchte Wasserwerk Johannisthal
Grundwasser-AG besuchte Wasserwerk Johannisthal PDF Drucken E-Mail

wasserberlin_005Um sich ein Bild vom Umgang der Stadt Berlin mit dortigen Grundwasserproblemen zu machen, besuchten jetzt Mitglieder der Schönebecker Arbeitsgruppe (1) ?Grundwasser?, darunter Vertreter der Bürgerinitiative und OEWA GmbH, auf Einladung der Berliner Wasserbetriebe deren Wasserwerk Johannisthal, wo die zuständige Leiterin der Wasserversorgung Elke Wittstock und ihr geohydrologischer Mitarbeiter Joachim Günther den Gästen ausführlich Auskunft gaben. Neben der ...

Infoveranstaltung hatten die Teilnehmer Gelegenheit zu einer kurzen Besichtigung des Wasserwerks und einer sich unmittelbarer Nähe befindenden Brunnengalerie. Nachdem Baudezernent Guido Schmidt zusammenfassend auf die Situation in Schönebeck eingegangen war, erläuterte Elke Wittstock zunächst Einzelheiten der Trinkwasserversorgung Berlins, um dann auf die Kellervernässungen besonders im Stadtteil Rudow zu sprechen zu kommen. So werde im Einzugsbereich des nach der Wende aufgegebenen Wasserwerks Johannisthal der Grundwasserstand auf einem ?siedlungsverträglichen Niveau? gehalten, in dem mit noch arbeitsfähigen Altbrunnen sowie einer ganzen Reihe neuer Vertikalfilterbrunnen Grundwasser gefördert und ohne Nutzung in den einen Kilometer entfernten Teltowkanal geleitet werde. Die Fördermenge beträgt hier bis zu 25 000 Kubikmeter am Tag. Der Betrieb erfolgt durch die Berliner Wasserbetriebe, das Land Berlin finanziert die Maßnahme. Der Senat hat die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen und eine Grundwassersteuerungs-Verordnung erlassen. Das heißt, bei Ordinatenüberschreitungen, also einer akuten Situation, werden die BWB verpflichtet, Grundwasserhaltungen zu betreiben bzw. Wasserwerke zu bewirtschaften. Da das Wasserhaushaltsgesetz bloße Grundwasserabsenkungen nicht vorsieht, wird diese Wasserförderung in Berlin jedoch gleichzeitig zur Ermöglichung der in Berlin partiell notwendigen Altlastensanierung des Grundwassers betrieben. Auch in Berlin gibt es übrigens ein Urstromtal, wenn die Unterschiede der Höhenmeter auch nicht sehr deutlich sind. Das Tal zieht sich etwa von Nordwest nach Südost durch Stadtgebiete wie Spandau, Friedrichshain und eben Rudow-Johannisthal, womit auch die Problemgebiete genannt sind. Die Gründe für die Kellervernässungen in Berlin liegen ähnlich wie in Schönebeck neben verstärkten Niederschlagsmengen vor allem auch in der Aufgabe von Wasserwerken nach der Wende 1989. So ist der Grundwasserspiegel in manchen Stadtgebieten um 40 bis 80 Zentimeter angestiegen. Insgesamt zeigte sich, dass die Situation in Berlinkaum oder nur sehr bedingt mit der in Schönebeck vergleichbar ist. Dennoch sagten die Schönebecker den Berlinern ein herzliches Dankeschön für die Informationen, auch im Namen des Oberbürgermeisters.