Kompetenzz_14447_GDLogo-zeitlos_ML1.1_Kopie

2018_Kopie

BoysDay_Logo_2017

Top Panel
  • Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Dienstag, 16 Jan 2018
Sie sind hier: Start Stadt AG Grundwasser Arbeitsgruppe 2 "Grundwasser" Schönebeck (Elbe): Festlegung der Ziele und Aufgaben
Arbeitsgruppe 2 "Grundwasser" Schönebeck (Elbe): Festlegung der Ziele und Aufgaben PDF Drucken E-Mail

Zu seiner ersten Beratung traf sich der Bereich (2) "Perspektiven für das Stadtgebiet Schönebeck" der Arbeitsgruppe "Grundwasser" unter der Leitung von Prof. Frido Reinstorf von der Hochschule Magdeburg-Stendal am Mittwoch, dem 02.02.2011, in Schönebeck. Unter anderen nahmen Vertreter der Bürgerinitiative, des Umweltministeriums, des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, des Umweltamtes des Landkreises, des Unterhaltungsverbands "Elbaue", des Stadtrates, der OEWA GmbH, von Haus & Grund sowie der Verwaltung mit Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase an der Sitzung teil. Gegenstand der Beratung war die Festlegung der Ziele und Aufgaben dieses Gremiums, welches sich mit der Vorbereitung mittel- und langfristiger Szenarien zur Bewältigung des Grundwasserproblems auseinandersetzt....

Nachdem Baudezernent Guido Schmidt den Teilnehmern zu Beginn noch einmal die Lösungsansätze des Bereichs (1) "Felgeleben-Sachsenland" der Arbeitsgruppe vorgestellt hatte, sprach Prof. Reinstorf zunächst über Beispiele des Grundwassermanagements in anderen Städten wie etwa in Berlin und in München, um dann die Frage zu diskutieren: "Was wollen wir in Schönebeck?" Als Gesamtziel seiner "Perspektiven-AG" nannte er die Erarbeitung von Planungsgrundlagen unter expliziter Berücksichtigung des Grundwassers. Das von ihm vorgeschlagene und von der Arbeitsgruppe ergänzte Spektrum der wesentlichen Aufgaben und Ziele dieser Teil-Arbeitsgruppe stellte sich nach eingehender Diskussion wie folgt dar:

  1. Die Definition und Ermittlung maßgeblicher höchster Grundwasserstände (Bemessungsgrundwasserstände, Schwankungsamplituden)
  2. Eine über Umfragen in den lokalen Medien durchzuführende Betroffenheitsanalyse für die gesamte Stadt Schönebeck (Elbe)
  3. Die Ausweisung einer geeigneten Flächennutzung und Anpassung der Bebauungsplanung, darunter die Ermittlung von NN-Höhen
  4. Wasserwirtschaftliche Maßnahmen und Dränagen unter Berücksichtigung der Vorflutfunktion, von Wechselwirkungen zwischen Oberflächen- und Grundwasser und der Grundwasserhydraulik
  5. Möglicher Objektschutz und Teilnutzungsänderungen

Im Detail geht es in einer ersten Phase zum Beispiel um eine Bestandsaufnahme und geeignete Darstellung der aktuellen Situation, eine Analyse von vorliegenden Untersuchungen und Unterlagen, um Voruntersuchungen einschließlich Messungen und einer Überprüfung des Pegelnetzes, um die Ableitung von Tendenzen der Grundwasserentwicklung und schließlich um Vorschläge für Lösungsansätze. Weiterhin thematisierte Prof. Reinstorf einen umfangreichen Datenbedarf, darunter die Bauleitplanung, historisches und aktuelles Kartenmaterial, Oberflächen- und Grundwasserstände von Referenzpegeln sowie meteorologische Daten.
Dr. Ekkehard Wallbaum vom Umweltministerium bestätigte noch einmal, dass sich das von seinem Hause vorgesehene Pilotprojekt auf das Stadtgebiet von Schönebeck beschränkt. Die Stadt hat eine besondere topografisch-hydrogeologische Lage und es liegt eine besondere Betroffenheit bebauter Bereiche vor. Auch die hier anzutreffende Ursachenvielfalt und die langjährige Vorgeschichte rechtfertigen die beispielhafte Bearbeitung Schönebecks. Hier gefundene Lösungsansätze können vielleicht auch anderen Gemeinden helfen. "Man sollte das nur an einer Stadt durchprobieren", sagte er, und wandte sich damit auch gegen die Kritik an der personellen Begrenzung der Arbeitsgruppe. Natürlich sei klar, dass regionale Zusammenhänge mit betrachtet werden müssen. Alles, was zum Umland an Ergebnissen erarbeitet wird, soll den interessierten Gemeinden auch zur Verfügung stehen. Kurzfristige Lösungen werde es vermutlich jedoch nicht geben. Erst angesichts möglicher Lösungsansätze könne fundiert über Finanzierungsfragen diskutiert werden. Ob dann auch Fördermaßnahmen möglich und sinnvoll sind, ist gegenwärtig schwer abschätzbar.
In jedem Falle sollten auch Umlagemöglichkeiten auf die betroffenen Grundstückseigentümer in Betracht gezogen werden.
Im Verlaufe der Beratung referierte Christian Jung vom LHW nochmals ausführlich über die vielfältigen Ursachen der jetzt kulminierenden Situation, unterstrich den Gesamtzusammenhang und nannte beeindruckende Zahlen der gewaltigen Wassermengen, mit denen man es jetzt zu tun habe.