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Montag, 22 Okt 2018
Sie sind hier: Start Stadt AG Grundwasser Arbeitsgruppe 1 "Grundwasser" der Stadt Schönebeck (Elbe): Erste konkrete Lösungsansätze
Arbeitsgruppe 1 "Grundwasser" der Stadt Schönebeck (Elbe): Erste konkrete Lösungsansätze PDF Drucken

In ihrer Beratung vom Dienstag, dem 25.01.2011, im Feuerwehrgerätehaus von Schönebeck-Felgeleben kam die Arbeitsgruppe "Grundwasser" der Stadt im Schwerpunktbereich "Felgeleben-Sachsenland" zu ersten konkreten Lösungsansätzen. An dem Gespräch unter Leitung von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase nahmen neben einer Reihe ausgewählter Fachleute auch Vertreter der Bürgerinitiative, darunter ein weiterer betroffener und sachkundiger Bürger aus Felgeleben, teil. Im Ergebnis der Beratung wurde Folgendes festgelegt: ...

1.    Im Bereich hinter den von Oberflächenwasser betroffenen, südlichen Grundstücken der Paul-Illhardt-Straße und der Straße Am Anger wird die Möglichkeit der Errichtung eines Erdwalls geprüft, um das von den Feldern auf die Häuser zulaufende Oberflächenwasser zunächst nur abzuwehren. Die Arbeitsgruppe sieht dies als Maßnahme der Gefahrenabwehr. Dazu sind zeitnah Gespräche mit den Pächtern bzw. Eigentümern der Flächen bzw. betreffenden Landwirtschaftsbetrieben aufzunehmen. Dabei geht es zunächst um die Verfügbarkeit von Flächen, um das weitere Vorgehen betrachten zu können. Weitere Themen bei möglichen Gesprächen mit der Landwirtschaft sollen "Formen der Bodenbewirtschaftung" und  "Grabensystem / Melioration" sein.
2.    Am Wiener Platz wird die Möglichkeit des Einsatzes von so genannten Filterlanzen geprüft, mit denen Grundwasser in begrenztem Maße abgepumpt werden könne, um den Grundwasserspiegel zu senken. Das Wasser könnte hier in einen Schacht der Regenwasserkanalisation eingeleitet werden. Um zu prüfen, ob Filterlanzen einen tatsächlich spürbaren Effekt auf den Grundwasserstand bewirken, wird eine zeitlich begrenzte Testphase vorbereitet.
3.    Weiterhin soll geprüft werden, in zeitlicher Verschiebung zu Maßnahme 2 den alten, aber möglicherweise noch weitgehend intakten Brunnen auf dem alten Bahngelände (Bahnhof Schönebeck-Felgeleben) zu nutzen und hier eine der Hochleistungspumpen der Stadtwerke einzusetzen. Bei Zustimmung des Eigentümers des Brunnens könnte möglicherweise Grundwasser abgezogen und über die Regenwasserkanalisation in Richtung Fliederstraße abgeleitet werden.
4.    Als Testmaßnahme ist vorgesehen, am Pumpwerk der AbS GmbH in der Querstraße ebenfalls einen Einsatz von Filterlanzen zu prüfen (analog Maßnahme 1), um hier über das Pumpwerk und eine  Druckleitung das Grundwasser während niederschlagsfreien Zeiten dem Freispiegelkanal in der Barbarastraße zuzuführen und damit  den Grundwasserspiegel abzusenken.
5.    Für die beiden sich im Dauereinsatz befindlichen und am Randelgraben eingesetzten Pumpen an der Ecke Gnadauer Straße/Joachimstraße werden in den umliegenden Wohngebieten Messstellen zur Feststellung des Grundwasserspiegels eingerichtet, um weitere Erkenntnisse über die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und mögliche Schlussfolgerungen zu gewinnen.

Die Maßnahmen 2 bis 4 bedürfen einer wasserrechtlichen Genehmigung. Die Ergebnisse werden über Wasserstandsmessungen in Kellern dokumentiert. Weiterhin wurden in der Beratung auch mittel- und längerfristige Maßnahmen angesprochen, die in ihrer detaillierten Erörterung jedoch dem Bereich "Perspektiven für das Stadtgebiet Schönebeck" der Arbeitsgruppe vorbehalten bleiben. Hierzu zählen zum Beispiel die Betrachtung der Flurstücke entlang der neuen Ortsumgehung und etwa die Frage, ob hier ein Graben zur Elbe hin mit dem Bau eines Schöpfwerkes sinnvoll sein könnte. Diskutiert wurden ebenso mögliche Maßnahmen der Regenentwässerung in neuen oder potenziell zu erweiternden Baugebieten in und um Felgeleben oder auch die fachliche Prüfung von investiven Wasserbaumaßnahmen am Solgraben im Bereich Frohser Brücke. Der Bereich "Felgeleben-Sachsenland" der Arbeitsgruppe "Grundwasser" wird seine Beratungen zeitnah fortsetzen.