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Montag, 22 Okt 2018
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Arbeitsgruppe "Grundwasser" konstituierte sich - Hilfe ja, aber keine schnellen Gesamtlösungen PDF Drucken

Eine mit betroffenen Bürgern, Fachleuten, Politikern sowie Vertretern von Verbänden, Behörden und Kommunalverwaltungen besetzte Arbeitsgruppe "Grundwasser" unter der Leitung von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase hat sich am Mittwoch, dem 19.01.2011, im Schönebecker Rathaus konstituiert. Die Gründung entspricht den Ergebnissen einer Bürgerversammlung in Schönebeck-Felgeleben und folgt einem vom Schönebecker Stadtrat beschlossenen Antrag. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, zu Lösungsansätzen zu kommen und Maßnahmen festzulegen, um der von erhöhtem Grundwasser betroffenen Bevölkerung zu helfen. Die Gründungssitzung verlief in einer ....

sehr sachlichen und konstruktiven Atmosphäre.Nach intensiver Erörterung kam es am Dienstagabend zunächst zu folgenden Festlegungen: In unterschiedlicher fachlicher Besetzung werden sich ausgewählte Mitglieder der Arbeitsgruppe ab sofort mit den Schwerpunkten "Felgeleben-Sachsenland" (1), "Perspektiven für das Stadtgebiet Schönebeck (Elbe" (2) sowie "Problematik der ostelbischen Stadtgebiete" (3) befassen. Priorität hat das Stadtgebiet Felgeleben-Sachsenland. Dieser erste, vom Oberbürgermeister betreute Schwerpunktbereich zielt auf möglichst kürzerfristige Maßnahmen ab, während die anderen Bereiche themenbedingt eher mittel- und langfristige Lösungsvorschläge ansteuern. Dem Bereich 2 steht Prof. Frido Reinstorf von der Hochschule Magdeburg-Stendal vor. Aufgabe dieses Bereiches ist unter anderem eine Basisuntersuchung unter Nutzung vorhandener Daten und durchzuführender Messungen, um mögliche Lösungsansätze entwickeln zu können, wie Prof. Reinstorf sagte. Den Bereich 3 leitet der Geschäftsführer des Ehle-Ihle-Verbandes, Bernd Wolff. Die Arbeitsgruppe einigte sich weiterhin darauf, dass gegebenenfalls weitere, geeignete Fachvertreter in die Arbeit einzelner Schwerpunktbereiche einbezogen werden können. Eine bedeutende Position innerhalb der Arbeitsgruppe nehmen das Landwirtschafts- und Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt, aber auch nachgeordnete Landesbehörden wie das Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft ein. Referatsleiter Dr. Ekkehard Wallbaum vom Umweltministerium sagte am Dienstag die Unterstützung des Anliegens der Arbeitsgruppe und zunächst von deren Planungsphase durch sein Haus zu. Er betonte die besondere kumulative Situation Felgelebens und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass hier zu findende, beispielgebende Lösungen möglicherweise auch für andere Problemgebiete Sachsen-Anhalts genutzt werden könnten. Auch der Geschäftsführer der OEWA GmbH, Wolfram Scholl, sagte die Unterstützung der Arbeitsgruppe durch sein Unternehmen zu, so etwa die technische und kaufmännische Betrachtung anzudenkender Lösungsvorschläge. Ebenso sollen Modelllösungen von Grundwassersenkungen in Berlin und in Sachsen ggf. ausgewählten Teilnehmern der Arbeitsgruppe vor Ort vorgestellt werden. Scholl thematisierte unter anderem auch die Pflege und Sanierung der Vorflut- bzw. Grabensysteme und deren Auswirkungen. Im Laufe der Beratung wurden bereits auch einige Details des Gesamtzusammenhangs angerissen. So bestätigte das Umweltamt des Salzlandkreises der Bürgerinitiative noch einmal das zügige Vorantreiben beispielsweise der Sanierungsmaßnahme am Durchlass "Güstener Bahn", deren geplante Umsetzung ohnehin ohne Verzögerungen vonstatten gehe. Oberbürgermeister Haase griff indessen einen Hinweis auf, den er von einem Bürger in Felgeleben erhielt: Man müsse unter anderem mit der Landwirtschaft sprechen, deren seit der Wende veränderte Bewirtschaftung der Felder sich negativ auf das aktuelle Drängwasserverhalten in Richtung Felgeleben ausgewirkt habe. Oberbürgermeister Haase sagte zusammenfassend, dass es angesichts der komplexen Situation keine schnellen flächendeckenden Lösungen geben könne und die Bürgerinnen und Bürger ihre Erwartungen etwas dämpfen sollten. Zweifelsfrei müsse ihnen jedoch geholfen werden und die Arbeitsgruppe werde alles daran setzen, um dieses Ziel zu erreichen. Er freue sich, dass hier alle an einem Strang ziehen würden. Er bedankte sich schließlich bei allen Teilnehmern für das Mitwirken und die Unterstützung, so bei der Bürgerinitiative Felgeleben, der Hochschule und der Landesregierung, bei der OEWA GmbH und der AbS GmbH, dem LHW, den Unterhaltungsverbänden, bei Haus & Grund, beim Umweltamt des Salzlandkreises und nicht zuletzt bei Stadtrat Michael Schulz als Vorsitzenden des Stadtentwicklungs-, Bau- und Umweltausschusses und beteiligten Mitarbeitern der Verwaltung. Die Arbeitsgruppe bzw. deren Bereiche werden in Kürze zu erneuten Beratungen und Abstimmungen zusammentreten. Der Oberbürgermeister hat bereits für Anfang kommender Woche eine Nachfolgeberatung vor Ort in Felgeleben anberaumt.