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Montag, 22 Okt 2018
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Schnelles Internet für ostelbische Ortsteile Schönebecks PDF Drucken

BreitbandversorgungDie Bürgerinnen und Bürger der Schönebecker Ortsteile Plötzky, Pretzien und Ranies können demnächst schnelles Internet der Telekom benutzen.
Die Geschwindigkeit der Daten-Übertragung wird je nach Entfernung zum Schaltgehäuse bis zu 16.000 Kilobits pro Sekunde erreichen.
Der DSL-Ausbau in Schönebeck ist in einem Kooperationsvertrag mit der Telekom vereinbart worden, der am 02.02.2010 im Bürgerhaus Plötzky symbolisch per Handschlag zwischen OB Haase und Sven Czechowski von der Telekom besiegelt wurde.


Ihm vorausgegangen waren Verhandlungen zwischen der Wirtschaftsförderung der Stadt Schönebeck, der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und der Telekom AG.
?Wir freuen uns, dass wir eine Lösung gefunden haben, unsere ostelbischen Ortsteile flächendeckend mit Breitbandzugängen zu versorgen?, sagt der Oberbürgermeister von Schönebeck (Elbe), Hans-Jürgen Haase.
?So bieten wir den Bürgern, aber vor allem auch den Gewerbetreibenden eine wichtige Infrastrukturverbesserung, denn die Breitbandversorgung wird immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor. Ich bin der Telekom und auch der Landesregierung sehr dankbar?, so Haase weiter.
Der städtischen Wirtschaftsförderung war es gelungen, eine Förderung des DSL-Ausbaus in Höhe von 76.050 Euro zu akquirieren, 8.450 Euro trägt die Stadt. 
Insgesamt werden hier 134.000 Euro einschließlich des Telekom-Anteils "zukunftssicher" investiert, sagte Sven Czechowski, kommunaler Ansprechpartner der Telekom in Sachsen-Anhalt.
Haase dankte auch für die Unterstützung durch die Staatskanzlei.
Nicht zuletzt würdigte er die Maßnahme als weiteren Schritt auf dem Wege des Zusammenwachsens der Ortschaften mit ihrer Einheitsgemeinde Schönebeck nach der vor einem Jahr geglückten Eingemeindung.
Allein 2009 hat die Telekom rund 300 Millionen Euro in den Breitbandausbau investiert.
Seit 1999 hat das Unternehmen damit rund zehn Milliarden Euro in die Breitbandinfrastruktur gesteckt.
?Wir investieren nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch in ländliche Gebiete?, sagt Sven Czechowski, kommunaler Ansprechpartner der Telekom in Sachsen-Anhalt.
Der DSL-Ausbau ist teuer:
Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kostet bis zu 50.000 Euro.
In vielen Fällen setzt der Konzern deshalb auf Kooperationen mit den Gemeinden.
Mehr als 1.200 Kooperationen hat die Telekom inzwischen vereinbart.
Die Internetgeschwindigkeit hängt davon ab, wie nah der Kunde am nächsten Knotenpunkt wohnt.
Denn die herkömmliche Telefonleitung, über die der Datenstrom ab dieser Vermittlungsstelle geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter.
Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern spielt die Physik im Kupferkabel nicht mehr mit.
Um die Bürger in den Schönebecker Ortsteilen Plötzky, Pretzien und Ranies mit DSL zu versorgen, wird die Deutsche Telekom sechs neue Knotenpunkte aufbauen, zehn bestehende Knotenpunkte modernisieren und über drei Kilometer Glasfaser-Kabel nebst DSL-Outdoor-Technik neu verlegen.
Über 350 Haushalte werden neu versorgt.
Der stellvertretende Regierungssprecher Theo Struhkamp lobte, dass die Stadt Schönebeck die "Zeichen der Zeit" als eine der ersten erkannt habe, was die fördertechnisch begleitete Breitbandversorgung angehe.
Sie gehöre zu den ersten 30 Kommunen in Sachsen-Anhalt, welche einen solchen Kooperationsvertrag wie jenen für die ostelbischen Ortschaften unterzeichne.
Insgesamt steckt das Land 37 Millionen Euro in die neue Informationstechnologie.
Wie Detlev Lorbeer von der städtischen Wirtschaftsförderung sagte, sollen die Arbeiten voraussichtlich noch in diesem Jahr ihren Abschluss finden. Sein Amtsleiter Egbert Tramp kündigte an, dass derzeit ein Gesamtkonzept für die Breitbandversorgung, vor allem mit Blick auf die Anschlüsse der Gewerbegebiete, erarbeitet werde.